Online-Marketing: Facebook-Anzeigen, Teil 1

Online-Marketing für Einsteiger: Facebook-Anzeigen

Freitags geht es bekanntlich in unserem Blog um Online-Marketing und Optionen, die Freiberuflern oder Selbstständigen auch mit einem überschaubaren Budget zur Verfügung stehen.

Facebook macht es Unternehmern mit eigener Facebook-Fanpage ganz leicht, schon mit einer kleinen Summe Werbung zu schalten und setzt die Hemmschwelle ganz niedrig an:

Im Seitenrand der eigenen Fanpage wirst Du aufgefordert, Anzeigen für „Page Likes“ zu schalten, um die Fanzahl zu erhöhen – und kannst jederzeit spontan loslegen, um diese Funktion zu testen.

Schon ab 10 oder 20 Euro kannst Du Deine Möglichkeiten testen. Auch ohne Dich in die Feinheiten zu vertiefen, obwohl Du langfristig natürlich bessere Ergebnisse erzielen wirst, wenn Du Deine Kampagnen sorgfältig konzipierst.

Es hat aber auch Vorteile, einfach quer einzusteigen und sich zunächst mit den Funktionalitäten grob vertraut zu machen – dann kannst Du Dich später auf die Ergebnisse konzentrieren und musst nicht alles gleichzeitig lernen.

Seite hervorheben - direkter Einstieg in die Anzeigenfunktion

Seite hervorheben – direkter Einstieg in die Facebook-Anzeigenfunktion

Seite hervorheben: Mehr Fans gewinnen

Wenn Du auf den blau unterlegten Button „Seite hervorheben“ klickst, wirst Du schnell und bequem schrittweise durch die Erstellung Deiner ersten Werbeanzeige geleitet.

Es öffnet sich ein Popup-Fenster, in dessen linker Hälfte Du den begleitenden Text eingeben kannst:

Page Like Anzeige: Erst 90 Zeichen Text

Page Like Anzeige: Erst 90 Zeichen Text

Was Du im Feld „Text“ einträgst, wird Dir unten gleich als Vorschau angezeigt, so dass Du das Ergebnis bereits während des Tippens kontrollieren kannst. Viel Platz gibt es leider nicht, denn nur 90 Zeichen können verwendet werden.

Umso wichtiger, dass bereits aus diesem einen Satz klar zu erkennen ist, an wen Dein Angebot sich richtet.

In diesem Dialogfeld hast Du dann auch die Möglichkeit, ein anderes Bild für die Anzeige hochzuladen, aus den vorhandenen Grafiken auszuwählen oder das bereits verwendete noch anders zu positionieren. Du kannst aber auch einfach das vorhandene Titelbild verwenden.

Besonders wichtig: Eine stetig steigende Anzahl von Usern ist nur noch mit dem Mobiltelefon online. Daher solltest Du während des Verfassens Deiner Anzeige die Ansicht wechseln und prüfen, wie Deine Werbung auf Mobilgeräten aussieht.

In der mobilen Ansicht steht nämlich sogar noch weniger Platz für Text zur Verfügung, nach 40 Zeichen wird die Ansicht einfach abgeschnitten.

Auch die Ansicht in der rechten Spalte ist wichtig: Funktioniert die Bildsprache noch – kann man in dieser Größenordnung überhaupt noch erkennen, worum es geht?

Praxistipp: Darstellung wunschgemäß dosieren

Wenn Du in diesem Arbeitsschritt Deiner entstehenden Kampagne feststellst, dass Deine entstehende Anzeige einfach nicht für alle drei angebotenen Darstellungsformate optimal ist, sondern eigentlich nur mobil oder auf dem Desktop funktioniert, kannst Du abbrechen und in den Werbeanzeigenmanager wechseln.

Im Facebook-Werbeanzeigenmanager kannst Du Dir nämlich aussuchen, ob Deine Anzeige in allen Formaten parallel ausgeliefert wird – oder nur in bestimmten.

Du könntest also auch für jedes Format das ideale Bild in Kombination mit dem perfekten Text konzipieren und drei Anzeigen schalten, um eine möglichst ideale Darstellung zu erzeugen.

Im Werbeanzeigenmanager kannst Du auch mehrere Bilder parallel hochladen, von denen Facebook dann das mit den besten Ergebnissen bevorzugt einblendet.

Außerdem könntest Du Deine Page-Like-Anzeige hier auch mit einem Video kombinieren und einen „Call to Action“ hinzufügen.

Zielgruppe und Budget festlegen

Im Popup-Fensterchen mit dem Anzeigendialog legst Du in der rechten Spalte Deine Zielgruppe fest, indem Du eine Region einträgst – sowohl Länder als auch (mehrere) einzelne Städte oder Bundesländer lassen sich hier eintragen.

Wer soll die Anzeige eingeblendet bekommen?

Wer soll die Anzeige eingeblendet bekommen?

Mit Hilfe des „Interessen-Filters“ definierst Du, wer die Anzeige zu sehen bekommen wird: Berufsgruppen kommen ebenso in Frage wie allgemeine Bezeichnungen, bestimmte Publikationen oder Branchen, so lange sie nur zu Deiner Zielgruppe passen.

Altersgruppe und Geschlecht lassen sich ebenfalls filtern. Unter „tägliches Budget“ kannst Du Dir anschauen, wie Facebook die Chancen Deiner Anzeige für einen bestimmten Betrag einschätzt.

Unter Dauer kannst Du sieben, 14 oder 28 Tage auswählen, aber auch ein eigenes Enddatum eintragen. Nun fehlt nur noch ein Zahlungsmittel und Deine Anzeige läuft.

Im Werbeanzeigenmanager kannst Du Dir jederzeit anschauen, wie die Ergebnisse sind.

Beiträge bewerben – und der Werbeanzeigenmanager

Als Seitenbetreiber kennst Du den blauen Button mit der Beschriftung „Beitrag bewerben“ unter jedem Posting auf Deiner Facebook-Fanpage.

Die Anzeige für das „Boosten“ Deiner Postings ist sogar noch schneller erstellt. Nach dem Öffnen des Dialogfelds wird links Dein bereits erstellter und betexteter Beitrag angezeigt und rechts ein vereinfachter Zielgruppenfilter.

Einzelne Beiträge "boosten"

Einzelne Beiträge “boosten”

Je nach Inhalt des Beitrags kannst Du Dich dafür entscheiden, ihn nur Fans anzeigen zu lassen – zum Beispiel bei einer Promotion für Bestandskunden.

Oder Du wählst „Personen, denen deine Seite gefällt und ihre Freunde“ aus, wenn Du davon ausgehst, dass das virtuelle Umfeld Deiner Fans ebenfalls der Zielgruppe entsprechen könnte.

Oder, wie bei den Page Likes, Du nutzt die Zielgruppeneinstellungen und stellst eine eigene Auswahl zusammen. Denk daran, diese neue Zielgruppe bereits beim Erstellen so zu benennen, dass Du später noch weist, warum Du wie gefiltert hast – Du kannst erfolgreich konzipierte Zielgruppen nämlich wiederverwenden.

Die 20% Regel

So einfach es ist, mit Facebook-Anzeigen über die „Quickie“-Menüs einfach loszulegen, es gilt trotzdem einige Details zu beachten, damit die Werbeanzeige genehmigt wird.

Dein Werbeanzeigenbild darf nämlich nicht mehr als 20% Text enthalten, einschließlich Logos und Slogans. Dadurch will Facebook gewährleisten, dass nur hochwertige Inhalte angezeigt werden.

Zulässig sind Produktbilder, die Text über das tatsächliche Produkt enthalten, Fotos, die Produkte in echten Situationen darstellen oder auf denen Produkte vor einem Hintergrund gezeigt werden.

Unzulässig in der 20%-Text-Richtlinie sind Bilder mit vergrößerten Logos, Bilder mit Textoverlay und Grafiken, die zur Umgehung der Richtlinie nachträglich mit Text auf dem Produkt versehen wurden.

Weil es gar nicht so einfach ist, diese Prozente auf Bildern zu messen, stellt Facebook eine Rasterfunktion bereit. Du kannst Deine Bilder hochladen und siehst sofort, ob Du zu viel Textanteil hast.

Wie bei allen Werbemaßnahmen gilt auch für Facebook-Anzeigen: Nur durch Herumprobieren und Anpassen Deiner Strategie wirst Du langfristig die besten Ergebnisse erzielen – weil Du gelernt hast, wie Du Deine Zielgruppe am besten ansprichst.

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Nächste Woche: Der Facebook-Werbeanzeigenmanager, die einzelnen Zielgruppenfunktionen und der Power-Editor in Chrome.

17.07.2015