Online-Marketing: Pimp your Profile - Google+

Pimp your Profile: Google+

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Wenn von sozialen Netzen die Rede ist, wird meist von Twitter und Facebook gesprochen oder von Business-Netzen wie XING und Linkedin. Gerade für Einzelkämpfer und kleinere Unternehmen ist Google+ aber ein mindestens ebenso wichtiges Tool und sollte in die Social Media Strategie integriert werden.

Google+ Profile tauchen in den Suchmaschinen an relevanten Stellen auf, auch Google+ Pages und Bewertungen werden gut gefunden und Google Hangouts lassen sich für Meetings verwenden. Vor allem aber gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, auf Menschen mit ähnlichen Interessen zu treffen und Informationen an die richtige Zielgruppe zu bringen.

Gute Gründe also, sich mit Google+ zu beschäftigen und das eigene Profil auf Vordermann zu bringen – besonders, wenn man sich bisher nicht so recht dafür erwärmen konnte.

Google+ Profile strategisch optimieren: Das Erscheinungsbild

Die „Basics“ in Angriff zu nehmen ist der erste Schritt: Das Profilbild nämlich sollte immer ein wirkliches Abbild deiner Person sein.

1. Das Profilbild deines Google+ Profils

Egal wie viele knuffige Haustiere in deinem Haushalt leben, wie schön der letzte Apfelmuffin auf einem Foto aussah oder ob du ein lebenslanger Fan von Donald Duck bist … auf deinem Profilfoto solltest immer du selbst zu sehen sein, und zwar am besten ohne Pudelmütze oder Sonnenbrille.

Zwar gilt auch hier wie bei jeder goldenen Regel: Gekonnte Ausnahmen bestätigen sie nur. Aber wer geschäftlich online unterwegs ist, sollte im Normalfall dort Gesicht zeigen, wo es von Business-Kontakten erwartet wird.

Auf Google+ wird aus jedem Profilbild ein Kreis, das solltest du bei der Auswahl berücksichtigen. Wo immer du in Google+ auftauchst, wird dieses Bild mit angezeigt und in Verbindung mit deinen Aussagen gebracht – ein guter Grund, die Bildauswahl sorgfältig zu treffen und nicht einfach irgendein Selfie hochzuladen.

Die empfohlene Größe für ein Google+ Profilbild ist 250x250px.

2. Das Hintergrundbild deines Google+ Profils

Auch auf das Cover-Foto des Accounts solltest du ein paar Gedanken verwenden und nicht einfach irgendeines der dort vorgegebenen Bilder verwenden. Es sollte unbedingt zu deinen Themen passen, hochauflösend sein und eine Größe von 2120×1192 px haben.

Gib der Bilddatei einen sprechenden Dateinamen, zum Beispiel mit einem Keyword, das die Zuordnung erleichtern kann und schneide es so zu, dass der optimale Bildausschnitt zu sehen ist – das geht beim Hochladen, die Werkzeuge werden nach dem Upload angezeigt.

3. Die „Vanity URL“, deine Google+ Seitenadresse

Eine kurze und einfach zu merkende Internetadresse ist auch bei Google+ Profilen ein Pluspunkt, auf den man nicht verzichten sollte.

Diese Adresse kann man später nicht mehr ändern, du solltest dir also gut überlegen, was du dort einträgst. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findet sich hier.

Google+ Profile strategisch optimieren: Profiltexte und Einkreisen

Der Link „Über mich“ im Google+ Profil gibt dir die Möglichkeit, die üblichen Daten über Arbeit, Ausbildung, allgemeine Informationen und Kontaktdaten zu hinterlegen.

4. Erzähl deine Geschichte

Hinter dem Reiter „Über mich“ in deinem Profil findest du aber auch eine Rubrik namens „Geschichte“. Hier hast du die Chance, wichtige Daten über dich zu hinterlassen und dabei Links und wenige, aber wichtige Keywords unterzubringen, ohne dabei in den Antworten so eingeschränkt zu sein wie bei den typischen Lebenslauffragen.

„Geschichte“ hat folgende Unterpunkte:

  • Motto: Ein Satz für Selbstdarstellung
  • Über mich: Viel Platz für reichhaltige Informationen und Links zur Website.
  • Dies und Das: Bemerkenswertes, Lebensmotto oder ähnlich.

Diese Infos werden von Google indexiert und von deinen Profilbesuchern bevorzugt gelesen. Daher sollten sie nicht in Bezug auf SEO mit Keywords vollgestopft werden, sondern dazu einladen, dich in Kreise aufzunehmen.

5. Lass dich einkreisen, kreise selbst andere ein

Je mehr Menschen du in deine Google+ Kreise steckst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dir ebenfalls „folgen“ werden. Im Gegensatz zu Twitter oder Facebook kann niemand sehen, wie viele Menschen du in deine Kreise gesteckt hast – man kann öffentlich aber sehen, wie viele „Follower“ du hast.

Je mehr Personen daran interessiert sind, deine Informationen auf Google+ zu lesen und je höher daher diese Zahl ist, desto interessanter und vertrauenswürdiger wirkt dein Account auf andere.

Such dir also regelmäßig spannende Personen, die du in deine eigenen Kreise steckst und du erhöhst nicht nur den Fluss an guten Informationen in deine Richtung, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass du selbst eine größere Leserschaft aufbaust.

Google+ nutzen, um Inhalte zu verteilen und wahrgenommen zu werden

Es ist kein Geheimnis, die große Suchmaschine Google erfasst Inhalte besonders schnell und gründlich, wenn diese auf Google+ verteilt werden. Ob du Bilder, Texte, Produktinfos oder Blogposts geschrieben hast, Google+ ist der beste Ort, um diese schnell verteilt und von Google erfasst zu bekommen.

6. Bemerkt werden

Ein starkes Google+ Profil lebt von geteilten Beiträgen, geäußerten Meinungen und einem Erscheinungsbild, das von anderen als aktives Profil wahrgenommen wird. Wirklich bemerkt wird man von anderen Nutzern aber, wenn man:

  • sie in einem Posting erwähnt
  • ein Posting mit ihnen teilt
  • ein Posting kommentiert
  • sie zu einem Kreis hinzufügt

und viele andere Optionen mehr, eine Benachrichtigung im „Message Center“ oben im Profil auszulösen bzw. einen direkten Hinweis auf die eigene Aktivität bei anderen auszulösen.

Sorgfältig dosiert und ohne es zu übertreiben, kannst du so deine Netzwerkkontakte verstärken.

7. Ripples nutzen

Das englische Ripples bezeichnet unter anderem die kleinen Wellen, die entstehen, wenn man einen Gegenstand ins Wasser wirft. In der Welt von Google+ sind Ripples deine Möglichkeit, dir eine Visualisierung deiner Postings anzuschauen – zu prüfen, welche Auswirkungen sie haben.

So kannst du sehen, auf welchen Wegen sich dein Beitrag im sozialen Netz verbreitet hat und interessante Personen finden.

Um die Verbreitung eines bestimmten öffentlichen Beitrags anzusehen, klickst du einfach auf den Drop-down-Pfeil oben im Beitrag auf „Verbreitung anzeigen.“

Mehr über Google+ Ripples

Wie sieht mein Google+ für andere aus?

Du hast mit Google+ die Möglichkeit, Beiträge für Freunde und Familie auf privat zu stellen und Content mit einem Klick zu verteilen. Außerdem kannst du Informationen an ausgewählte Kreise geben, Fotos veröffentlichen, Beiträge kommentieren und vieles mehr.

Doch wie sieht dein Google+ Profil für neue User aus, die noch keine Verbindung mit dir hergestellt haben – regt es dazu an?

Auf deinem Profil findest du auch die Option, dir deinen Auftritt nicht nur als eingeloggter User, sondern als „Öffentlichkeit“ anzuschauen. So stellst du dich Freunden, Kunden und Kritikern vor – passt alles? Sonst schau noch mal durch unsere sieben Tipps.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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