Online-Marketing für Einsteiger: Twitter Cards (2)

Online-Marketing für Einsteiger: Twitter-Anzeigen

Freitags geht es in unserer aktuellen Serie um Online-Marketing und die Möglichkeiten, die Freiberuflern oder Selbstständigen auch mit einem überschaubaren Budget zur Verfügung stehen.

Letzte Woche starteten wir mit Twitter-Anzeigen für mehr Follower und investierten 50 Euro in einen Testlauf.

Ergebnisse Testlauf mehr Follower durch Twitter-Ads

Wir haben bei unserem Test nur einen einzigen Tweet verfasst, um die Anzeigenfunktionen zu testen – besser wären vier bis sechs Tweets pro Kampagne gewesen.

Sobald man ein Twitter-Anzeigenkonto eröffnet, meldet sich Twitter höchstpersönlich per Mail: In Form einer persönlichen Kundenbetreuung nämlich, die sofort anbietet, gemeinsam die Kampagne zu optimieren.

Das wäre allerdings auch bei einer herausragend durchkonzipierten Kampagne passiert, denn dieser Service gehört bei den Twitter-Ads zum Konzept.

Wir verraten euch trotzdem die Ergebnisse unseres Testlaufs:

Für 50 Euro haben wir 10.500 „Impressionen“ bekommen, 95 Interaktionen und 28 Follower zum „Stückpreis“ von 1,79 Euro.

Mit sorgfältiger erstellten Tweets und einer größeren Auswahl hätte man vermutlich ein besseres Ergebnis erzielt – aber Herumprobieren und Nachjustieren gehört bei jeder Marketingkampagne sowieso dazu.

Der nächste Schritt für die Vermarktung von Produkten und Inhalten auf Twitter sind die Twitter Cards: Kleine Vorschautexte zu Tweets.

Ähnlich wie die Rich Snippets in den Google-Ergebnissen reichern sie einen Tweet optisch und inhaltlich an und heben ihn damit hervor.

Es gibt verschiedene Versionen, mit denen sich Twitter Cards einsetzen lassen.

Mehr Aufmerksamkeit und Reichweite durch Twitter Cards

Mit Twitter Cards kannst Du auf Deine Inhalte bezogene Multimedia-Inhalte an Tweets anhängen, deren Ergebnisse sich dann auch statistisch auswerten lassen.

Um diese schicke Funktion nutzen und auswerten zu können, müssen einige Angaben im Quelltext Deiner Website oder Deines Blogs hinterlegt werden: Das so genannte Cards Markup kannst Du innerhalb von WordPress mit einem speziellen Plugin einsetzen:

JM Twitter Cards ermöglicht es Dir, alle Sorten von Twitter Cards zu integrieren, zum Beispiel in Blogbeiträge.

Wer sich im Quelltext gut auskennt, kann diese ergänzenden Meta-Daten auch per Hand eintragen und sich auf diesem Weg ein weiteres Plug sparen – das lohnt sich bei Landingpages und Startseiten von größeren Webprojekten.

Das Ergebnis wird in jedem Fall immer mit dem Twitter Card Validator https://cards-dev.twitter.com/validator geprüft und danach von Twitter für den Einsatz freigegeben – Achtung, erst dann kannst Du die Twitter-Cards auch nutzen!

Aktuell gibt es 4 unterschiedliche Arten von Twitter Cards:

  1. Summary Card: Zeigt den Titel, die Beschreibung, das Vorschaubild zu einem Beitrag und verknüpft diese mit dem Twitter-Account.
  2. Summary Card with Large Image hat dazu ein noch größeres Vorschaubild.
  3. App Card verweist auf eine Mobile App mit Download-Link
  4. Player Card enthält Video oder Audio Inhalte, die direkt in der Twitter Card abgespielt werden können (siehe hierzu auch den “Approval Guide”, die AGB zu dieser Funktion)

Bis gestern gab es noch einige Formate mehr:

Die Product Card für die Darstellung von Produkt-Informationen und Gallery Card werden laut Twitter am 3. Juli 2015 der ‘Summary Card’ und der ‘Summary Card with Large Image’ zugeordnet und entfallen dann als eigene Formate. Die Photo Card wird ebenfalls der ‘Summary With Large Image’ zugeordnet.

Diverse Tools und Infos rund um Twitter-Cards enthalten verständlicherweise noch die Auflistung mit den veralteten Card-Typen.

Die häufigste Anwendung „Summary“ in beiden Versionen lässt sich aber mit dem Twitter Card Generator natürlich immer noch komfortabel erzeugen – mit dem Twitter Card Validator kannst Du dann auch sofort prüfen, wie das Ergebnis aussieht.

Twitter Cards Schritt für Schritt ganz einfach

1. Karten-Typ auswählen, zum Beispiel “Summary”.

2. Meta-Daten erzeugen und in die Seite einbauen, die per Twitter-Card angezeigt werden soll

3. Freigeben lassen mit dem Validator Tool

4. URL der Seite tweeten – die Twitter Card wird mit angezeigt.

Fertig, das war es schon – wenn Du Deine Startseite oder einen bestimmten Eintrag mit einer Twitter Card versehen hast, wird ab jetzt diese Information mit hervorgehoben, sobald die URL getweetet wird.

Mit Twitter Cards Analytics kannst Du Dir anschließend Deine Ergebnisse pro Card anschauen.

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Nächste Woche: Was ist eigentlich Retargeting? Überall liest man derzeit dieses Online-Marketing Buzzword, wir erklären Euch, worum es geht und wie Ihr Retargeting für eigene Zwecke einsetzen könnt.

03.07.2015