Online-Marketing für Einsteiger: Twitter-Anzeigen (1)

Online-Marketing für Einsteiger: Twitter-Anzeigen

Seit Anfang Februar können auch kleine Unternehmen und Selbstständige in Deutschland “Twitter Ads” schalten und damit ihre Marketing-Aktivitäten in dem Microblogging-Netzwerk ausbauen.

Ziel der Anzeigenkampagnen kann die Erhöhung des Bekanntheitsgrades sein, aber auch das Erzeugen von bestimmten Reaktionen der Empfänger: Follower und Leads generieren, Produkte verkaufen, Videos aufrufen oder den Traffic auf ein Blog oder eine Website erhöhen.

Twitter selbst sagt, dass man auch ohne Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Werbemaßnahmen einfach loslegen kann: Werben auf Twitter kann jeder, der einen Tweet schreiben kann.

Tatsächlich ist es gewohnt einfach, eine Kampagne zu starten: Entweder nutzt Du die Gelegenheit, beim Login über den Browser in Deinen Twitter-Account auf die eingeblendete Fläche mit dem Call-to-Action „Kampagne starten“ zu klicken.

Alternativ gehst Du über den Link „werben“ in den Twitter-Infos rechts am Seitenrand oder gleich über http://ads.twitter.com

1. Adressangaben und Kreditkarte eintragen

Die Kampagnenverwaltung fordert Dich zunächst auf, Deine Adresse und anschließend Deine Kreditkartendaten einzugeben. Akzeptiert werden VISA, Mastercard und American Express.

Für Unternehmen gelten andere Umsatzsteuerregelungen als für Privatpersonen.

Neben der Adresse trägst Du also auch Deine Umsatzsteueridentifikationsnummer ein und gibst an, ob Du im Auftrag („als Agentur“) auf Twitter Werbung schaltest oder für Dich selbst.

Anschließend will Twitter noch Deine Telefonnummer wissen und bittet um eine grobe Zuordnung Deiner Branche oder Inhalte.

2 . Kampagnenformat wählen

Wenn Du auf „Neue Kampagne erstellen“ klickst, fragt Twitter prompt ab, ob Dein Ziel Follower, Klicks, Interaktionen oder Leads sind oder ob das System Dir bei der Auswahl noch gezielter helfen soll:

Twitter Ads: Welche Kampagne willst du starten?

Twitter Ads: Welche Kampagne willst du starten?

Follower erweitern Deine Community, Website-Klicks oder Conversions bringen Nutzer auf Deine Website, damit sie dort kaufen oder sich für einen Dienst registrieren.

Tweet-Interaktionen sollen mehr Nutzer erreichen und Dialoge auslösen, mit Leads sammelst Du E-Mails von Personen, die Interesse an Deinem Business gezeigt haben.

Außerdem kannst Du, wenn Du keine zielbasierte Kampagne vorhast, auch einfach “sponsored Tweets” nutzen und eine Nachricht pushen. Das ist dann die Auswahl „individuell“.

3. Mehr Follower gewinnen

Um mehr Follower für Deinen Account zu generieren, wählst Du naturgemäß „Follower“ aus und gibst dann der Kampagne einen Namen.

Am besten schreibst Du das Datum mit hinein und nummerierst die Kampagne durch nach einem System, das Du anschließend für weitere Anzeigen beibehältst, um besser vergleichen zu können.

Kampagnenname zum Beispiel: „Follower 06-2015 Test 1“

Twitter will dann wissen, ob die Kampagne unbegrenzt laufen soll. Davon raten wir Dir ab – zu schnell gerät ein im Hintergrund vor sich hin tickendes Anzeigen-Budget in Vergessenheit.

Irgendwann tauchst Du aus dem Stress wieder auf und hast ohne strategische Vorgehensweise Dein Budget verblasen. Also wählst Du hier lieber ein Start- und ein Enddatum.

Jetzt kannst Du Tweets erfassen oder vorhandene Tweets auswählen, die in Deiner Kampagne gesponsert werden sollen.

Tweet entwerfen und mit 'Tweet nur gesponsert' bestätigen

Tweet entwerfen und mit ‘Tweet nur gesponsert’ bestätigen

Die Vorschau-Option zeigt Dir, wie dieser Tweet auf iPhone, Android Smartphones und twitter.com dargestellt wird – Du kannst komfortabel zwischen den Ansichten wechseln und prüfen, ob Dir das Ergebnis gefällt.

Vorschau: Sieht alles aus wie gewünscht?

Vorschau: Sieht alles aus wie gewünscht?

Diesen Tweet oder weitere kannst Du hier auswählen als Kampagnen-Tweets, die als „gesponsored“ angezeigt werden. Deine Kampagne sollte drei bis vier unterschiedlich ausgerichtete Tweets enthalten, um eine optimale Performance zu gewährleisten.

Bevor Du nun aber alles speicherst und startest, solltest Du weiter nach unten scrollen und Dich mit der Ausrichtung beschäftigen: Soll Dein Tweet überall angezeigt werden oder bevorzugt in einer bestimmten Region? Bei unserem Testlauf konnten manche Städte nicht eingegeben werden und wir haben dann ein Bundesland gewählt.

Nicht alle Städte konnten bei unserem Test angegeben werden.

Nicht alle Städte konnten bei unserem Test angegeben werden.

Man könnte sich auch noch auf ein Geschlecht festlegen, bestimmte Sprachen auswählen oder Gerätetypen definieren oder weglassen, auf denen die Anzeige eingeblendet werden soll.

Die verschiedenen Details lassen sich weiter verfeinern bis hinunter auf Interessensgebiete.

Am interessantesten ist aber sicherlich die Option, einen Code-Schnipsel zu erzeugen, um Website-Besucher zu erfassen, die zuerst Deine Website besuchen und dann auf Twitter Deine Follow-me-Anzeige eingeblendet bekommen.

Bevor Du die Kampagne speichern kannst, musst Du noch ein tägliches Maximum festsetzen und ein Gesamtbugdet vergeben – letzteres optional, denn die Kampagne könnte ja auch unbegrenzt laufen.

Bei der Einstellung “automatisches Gebot” wird die Kampagne so optimiert, dass Du das beste Ergebnis zum niedrigsten Preis (innerhalb Deines Budgets) erhältst.

Bei “Höchstgebot” trägst Du ein, was ein neuer Follower Dich kosten darf.

Laut Twitter wird Deine Anzeige dann häufiger geschaltet und Du zahlst niemals mehr als ein Gebot, normalerweise weniger.

Zuletzt folgt noch die Option, bei Bedarf Anzeigen „mit höherer Geschwindigkeit“ zu schalten:

Beschleunigte Anzeigen für zeitlich begrenzte Kampagnen

Beschleunigte Anzeigen für zeitlich begrenzte Kampagnen

Beim Speichern und „Kampagne starten“ wechselt Twitter dann für Dich auf die Anzeigenstatistik, die Dir während Deiner Werbeaktion anzeigen wird, wie gut die Kampagne ankommt.

Statistik gehört zu jeder Twitter-Werbekampagne

Statistik gehört zu jeder Twitter-Werbekampagne

Auf der Werbekontenübersicht kannst Du Dir nun bald anschauen, welche Tweets wie gut ankommen, welche Interaktionen entstehen und weitere statistische Daten wie natürlich auch die Kosten pro Follower.

Abgeschlossene Kampagnen lassen sich dann auch herunterladen bzw. exportieren.

*

Was Twitter Website Cards sind, wie man Bilder einbindet und gezielt viele Besucher auf das eigene Blog holt, erfahrt Ihr im nächsten Teil.

26.06.2015