Top oder Flop: Online Shop-Optimierung

Trotz neuer Produkte, SEO und Zielgruppenanzeigen will einfach niemand kaufen. Shop-Optimierung: Top oder Flop im Shop

„Warum kauft eigentlich niemand bei mir? Es kommen doch Besucher, aber niemand kauft etwas – warum eigentlich?“

Das fragen sich viele frischgebackene Shop-Betreiber.

Viel Zeit, Geld und Mühe fließen in jeden neuen Online-Shop, doch der betriebene Aufwand bedeutet leider nicht automatisch auch Erfolg.

Häufig liegt es am ersten Eindruck nach dem Klick: Käufer tendieren dazu, nur bei professionell aufgemachten und vertrauenswürdig wirkenden Quellen einzukaufen.

Doch welche Faktoren sind es, die den Kaufimpuls fördern oder blocken?

Flop: Augenkrebs-Design, falsche Ansprache und schlechte Produktbilder

Wenn das Layout zu grell und unruhig ist, die Schrift schlecht lesbar und die Navigation eher einem Geschicklichkeitsspiel ähneln, sind die Besucher sofort wieder weg.

Das gilt auch für einen altbackenen oder veralteten Look. Viele Standard-Templates und Miet-Shops verfügen nicht über eine leichte mobile Optik, sondern sehen nach Zeitsprung in die späten 90er aus – nicht sehr vertrauenserweckend!

Auch Fotos in niedriger Auflösung oder mit schlechter Ausleuchtung schaut sich niemand an, der ein Produkt kaufen möchte. Im Gegenteil erwarten Kunden eine hochauflösende Darstellung, am besten von mehreren Seiten.

Die Qualität der Fotos ist nicht verhandelbar – die Optik des Shops wiederum prüft man am besten anhand der Zielgruppe und bittet um konkretes Feedback:

Passt die Ansprache zum Thema? Ist die Anmutung die richtige für die Zielgruppe? Teenager fühlen sich in einer anderen Aufmachung wohler als Vereinsvorstände, Mütter shoppen in einer sinnlicheren Umgebung als Golfprofis und so weiter.

Das betrifft nicht nur die Farbwahl und die Gestaltungselemente, sondern auch die Texte.

Top: Individuelle Beschreibungen und Blogtexte

Wer heute im Internet einkauft, vergleicht Angebote und Preise.

Ein guter Grund, für den Service an Deinen Besuchern und Wunschkunden keinesfalls auf die Standardtexte aus dem Katalog des Herstellers zurückzugreifen – sondern lieber eigene liebevoll erstellte Beschreibungen zu verfassen.

Niemand kennt Deine Zielgruppe besser als Du und jetzt hast Du die Chance, die Texte so ansprechend zu verfassen, dass sie beim Lesen bereits nicken, klicken und wahrscheinlich kaufen.

Ein Blog unterstreicht Dein thematisches Umfeld mit interessanten, lustigen oder nützlichen Themen, die Besucher auch über Suchmaschinen auf Deinen Shop bringen.

Wie so oft gilt also: „Content“, Deine eigenen individuellen und hochwertigen Inhalte von Text über Bild bis Video, machen den entscheidenden Qualitätsunterschied.

Frag Deine Besucher, was sie lesen möchten, was sie für Vorschläge haben für Dein Blog und was ihnen im Shop noch fehlt. Wenn Du diesen Dialog auf die Social-Media-Kanäle verlegen kannst, hast Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Videos und Detail-Galerien sind Pluspunkte, die inhaltlich Sinn machen müssen, dann aber große Vorteile bringen, weil Kunden sich ein gutes Bild vom Angebot machen können.

Flop: Nervige Werbung und schlecht aufbereitete Infos – Fehler bei der Shop-Optimierung

Was ist schlimmer für potenzielle Kunden: Ein Werbebanner, das sich quer über die ganze Seite legt und nur nach Detektivarbeit auf der Suche nach dem X geschlossen werden kann – oder wichtige AGB, die sich nur mit der Lupe entziffern lassen?

Wer auf Deinen Shop kommt, will sich entweder in Ruhe umschauen oder weiß schon genau, nach welchem Produkt er oder sie sucht. In beiden Fällen sollte es Deinem Interessenten möglich sein, ungestört und gut lesbar an alle verfügbaren Informationen zu kommen.

Abgerundet wird Dein Informationsangebot übrigens am besten durch eine eindeutig und schnell auffindbare Kontaktmöglichkeit. Auch die fehlt erstaunlich oft.

Top: Mobile Shops, gut navigierbar

Schnelle Ladezeiten und die Möglichkeit, auf dem Smartphone unkompliziert zu navigieren, direkt und ohne Umwege an die gewünschten Informationen zu gelangen:

So sollte jeder Online-Shop heute aussehen.

Es wirkt sich auf die Auffindbarkeit in Google negativ aus, wenn ein Webshop nicht responsive ist bzw. nicht mobile-fähig.

Die richtigen SEO-Maßnahmen gehören ohnehin zu jeder erfolgreichen Shop-Optimierung.

Ebenso wie ein Call-to-Action:

„Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne“ oder „Abonnieren Sie unseren Newsletter mit speziellen Angeboten“ oder „Downloaden Sie unseren Katalog“ – wenn Du Deine Besucher über Adwords oder Facebook direkt auf eine Landingpage mit relevanten Infos zu nur einem Ziel leitest, steigen die Chancen darauf, dieses auch wirklich bei möglichst vielen Besuchern zu erreichen.

Wir empfehlen Dir, in Google Analytics die passenden Ziele einzurichten, um Deine Ergebnisse zu messen und zu prüfen, welche Besuche auf welche Maßnahmen reagieren.

Genau wie eine Website ist ein Shop niemals fertig – aber wenn Du gute Grundlagen erschaffst, bringt er mehr Erfolg als Mühen.

12.10.2015 | 2
  1. Andrea | 28.10.2015 | 23:01

    Danke für diese Tipps. Als Konsumentin kann ich nur Amen sagen und als Shop-Betreiberin werde ich unseren Online-Laden anhand deiner Tipps mal auf Herz und Nieren prüfen.

    1. Carola @lexoffice | 29.10.2015 | 09:05

      Vielen Dank für das nette Feedback!