Pinterest Marketing

Das andere SEO: Pinterest als Trafficquelle

300 Millionen Anwender*innen, die fast nur fremde Inhalte teilen: Mit Pinterest Marketing lassen sich Website-Traffic und Umsatz erhöhen

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Pinterest ist anderslautenden Gerüchten zum Trotz kein soziales Netzwerk, sondern eine große visuelle Suchmaschine. Ein guter Pinterest Pin wiederum ist ein Social Media Posting, das noch lange nachhallt: Erfolgreiche Postings in dem visuellen Netzwerk werden oft nach Jahren noch “weitergepinnt” und bringen Traffic auf deine Website.

Hast du durch Corona viel zu tun? Dann ist Pinterest Marketing perfekt, um manche Themen zum Traffic-Selbstläufer zu machen. Hast du jetzt Leerlauf? Dann ist das dein Thema für die Zeit im HomeOffice.

Verstehen, wie die Pinterest-Zielgruppen ticken

Über 80% der Anwender*innen auf Pinterest erstellen keine eigenen Inhalte, sondern arbeiten nur mit Pinwänden , um sich Sammlungen anzulegen. Das sind die Pinterest-Boards, denen man als User*in folgen und in denen man stöbern kann. Der Fokus der visuellen Suchmaschine liegt auf dem Entdecken von Ideen und der genussvollen Planung des täglichen Lebens: Menschen suchen und „pinnen“ sich Rezepte, Einrichtungsideen, Lebenshilfe, lustige Sprüche und vieles mehr. Jeder mit App oder einem Konto kann sich Pinnwände zu verschiedenen Themen anlegen und den Boards anderer folgen.

Das Pinterest-Erfolgsgeheimnis: Spaß

Sowieso funktioniert Pinterest am besten mit der App und Pinterest Marketing funktioniert am besten, wenn du begriffen hast: Die Leute machen das zum Spaß, um eine Frage zu beantworten oder ein Problem zu lösen – aber immer mit Leichtigkeit und hübscher Optik.

Schicke Optik - woher nehmen?

Die meisten kleinen Shops haben kein Budget, um jeden einzelnen Pinterest-Pin durch professionelle Kreativdienstleister hübsch aufbereiten zu lassen. Dafür gibt es zum Glück Apps wie Canva, bei denen du für kleines Geld einen Premium Account nehmen kannst.

Damit kannst du deine Farben und ein Logo komfortabel hinterlegen, mit Hilfe schicker Vorlagen professionell aussehende Pins und sogar Videos mit eigenem Branding erstellen. Wenn die bei Canva hinterlegten Standard-Vorlagen nicht ausreichen, kannst du innerhalb deiner Branche googeln und auf dem amerikanischen Markt schnell und preiswert weitere Pin-Vorlagen einkaufen.

Was auf Pinterest (und Instagram) nicht funktioniert: Stockfotos verwenden. Sie können zwar als Grundlage für fantasievoll aufbereitete Pins genutzt werden, nicht aber als Selbstläufer wie im Header von Blogs.

In 15 Schritten zur Pinterest Strategie

1. Pinterest App installieren

Auch wenn sich am Desktop leichter planen lässt und manches einfacher ist, zum Beispiel Anmelden und Verifizieren eines Accounts, so brauchst du immer auch die Pinterest App, um deine Ergebnisse zu prüfen, mühelos zu pinnen und ein Gefühl für gute Pins zu kriegen, indem du selbst viel schaust.

2. Content strategisch planen

Mit einzelnen Bildern kommst du auf Pinterest nicht weit. Vielleicht kannst du deinen Instagram-Content zweitverwerten, vielleicht erstellst du neue Themen-Serien? Auf jeden Fall brauchst du viel Content und Bildformat in Hochkant oder als Quadrat.

4. Nutzen identifizieren

Mit welcher Botschaft geht welcher Content von dir zu welchem Zweck an welche Zielgruppe? Sobald du das festgelegt hast und deinen passenden Website-Content gefunden hast, kannst du passende Posts schreiben und die richtigen Hashtags auflisten.

4. Branding integrieren

Wenn du festgelegt hast, welchen Content du auf Pinterest bringen kannst, benötigst du eine wiedererkennbare Optik und Farbgebung. Du kannst beispielsweise immer dein Logo und deine Farben an der gleichen Stelle in die Bilder setzen.

5. Pinterest for Business

Als Nächstes musst du dein Unternehmensprofil einrichten und durch Einbindung eines Codes auf deiner Website verifizieren. Nur damit kannst du nämlich Erfolge auch messen, die Pinterest Analytics für optimierte Prozesse nutzen und die wichtigen “Rich Pins” verwenden.

6. Pinterest Rich Pins verstehen und einsetzen

Die so genannten Rich Pins für Rezepte, Produkte und Artikel zeigen zusätzliche Informationen direkt auf dem Pin an und sind damit eine wertvolle Ressource für mehr Aufmerksamkeit und damit mehr Traffic: https://business.pinterest.com/de/rich-pins

7. Usern das Pinnen abseits von Pinterest ermöglichen

Als Nächstes solltest du die Funktion mit Pin-Button in deinem eigenen Blog einbauen. Nur wenn die Leute auf deiner Website direkt auf „Merken“ gehen und den Pin mühelos von dort verteilen können, werden die Inhalte auch von dort aus geteilt.

8. Langfristige Content-Strategie ergänzen

Zusätzlich zur kampagnenbezogenen Content-Zusammenstellung am Anfang deiner Pinterest-Karriere solltest du langfristig für jeden einzelnen Inhalt auf Website oder Blog mindestens eine auf Pinterest optimierte Grafik oder ein Video erstellen.

9. Call-to-Actions integrieren

Deine Pins werden gefunden – aber wohin führen sie? Wenn du auf Mehrwert und Nutzen setzt, kannst du bei jedem einzelnen Pin frage: Für wen ist er weshalb interessant und wertvoll? Was wird diese Person bei mir tun können: Mein Produkt kaufen, meinen Newsletter abonnieren, mein E-Book downloaden?

10. Pin-Optimierung

Jeder einzelne Pin sollte immer relevante Keywords, passende Hashtags und einen klaren Call-to-Action bekommen, ergänzt um einen ansprechenden Text. Um in den Flow zu kommen, arbeitest du am besten mit Stapelverarbeitung und optimierst immer gleich zehn, zwanzig oder mehr.

11. Die Menge und die Masse macht’s

Profis pinnen fünf bis zehn frische Einträge oder mehr täglich. Wenn das für dich als Einsteiger überwältigend klingt, leg einen anderen fixen Rhythmus fest, den du nach und nach ausbaust: Jeden Tag einen, oder an drei Tagen fünf etc.

12. Keywordstrategie

Während du im Überschwang der ersten Pin-Planerei vielleicht noch intuitiv Begriffe als Keywords eingegeben hast, solltest du mit jeder Routine auch eine Keywordrecherche verknüpfen und zielgruppenrelevante Bezeichnungen finden, zum Beispiel mit https://neilpatel.com/de/ubersuggest/

13. Redaktionsplan fürs ganze Jahr

Begleitend zu deinen jeweils aktuellen Kampagnen und Posts solltet du unbedingt auch einen Redaktionsplan für Trends und jede für dich relevante Saison erstellen: du kennst deine wichtigsten Termine, Feiertage oder Fachmessen und solltest darauf mit den passenden Pins einsteigen.

14. Multiple Pins auf mehreren Boards

Du hast einen schönen Bild-Pin, der zu deiner Marke passt? Dann pack ihn zuerst auf die wichtigste Pinwand, notier ihn dir aber für später und integriere ihn mit anderen Keywords und einem abgewandelten Teaser auf weiteren deiner Boards.

15. Besucher von extern zu Pinterest schicken

Den Pinterest Button solltest du außerdem in den Footer von Mails und Newsletter, in die Navigation auf der Website und in die restliche Kommunitkation einbauen, damit man dich auch finden kann: So kommen noch weitere Besuchende zu denen, die deine Pins auf Pinterest finden.

Pinterest Academy: Mehr Pinterest Marketing Wissen

Wenn du deine Abläufe mit diesen 15 Steps für dich sortiert hast und mit einem verifizierten Account losgelegt hast, lege ich dir die Pinterest Academy ans Herz:

„In der Pinterest Academy geht es um Themen wie kreative Strategie, Kampagnenoptimierung und noch viel mehr. Du erhältst professionelle Tipps und Beispiele, mit denen du deinen Geschäftserfolg auf Pinterest noch weiter ausbauen kannst. Nach der Anmeldung kannst du von jedem Gerät aus auf die Kurse zugreifen. Du kannst jederzeit deine Kurse beginnen und sie nach Bedarf unterbrechen oder beenden. Jeder Kurs dauert 2–5 Minuten, und der gesamte Inhalt kann in weniger als einer Stunde abgeschlossen werden.“

Nichts vertieft Wissen so sehr wie Erfahrung, aber die neun Kurse der Pinterest Academy sind ein toller Start und eine gute Motivation. Viel Erfolg!

  • Foto: Adobe.com Stock nuttawutnuy
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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