Was ein Podcast fürs Kanzleimarketing tun kann

Was ein Podcast für Ihr Kanzleimarketing tun kann

Informationen im Audio-Format sind seit Jahren auf dem Vormarsch. Wann kann man auch Sie online sprechen hören?

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Stellen Sie sich vor, die Leute würden Ihr Blog immer unterwegs auf dem Arbeitsweg aufrufen. Besser noch, sie würden es per Push-Notification erfahren, wenn ein neuer Beitrag erschienen ist und sich über dieses Feature sogar freuen. Klingt unwahrscheinlich? Für Podcasts ist es normal.

Ein Podcast fürs Kanzleimarketing ist eine gute Idee

Podcasts sind hörbare Magazine, die von Personen oder zum Beispiel von einer Steuerkanzlei oder einer anderen Firma bereitgestellt und – wenn sie erfolgreich sind – von der Zielgruppe abonniert werden.

Die größten Vorteile des Podcasting-Formats

Sie funktionieren viel besser als Videos, weil man sie überall unterwegs hören kann, auch in Transportmitteln. Niemand muss ein zusätzliches Gerät kaufen, denn sie lassen sich im Browser auf dem PC aufrufen, aber vor allem mit jedem Smartphone und sind damit ein mobiles Format.

Beratende, Expert:innen und Coaches verbessern mit Hilfe von Podcasts sehr erfolgreich ihre Online-Sichtbarkeit.

Wenn Ihre Zielgruppe eine Podcasting App installiert hat, sind diese Menschen automatisch damit einverstanden, beim Erscheinen einer neuen Folge eine Benachrichtigung zu erhalten – und zwar eine, die nicht im Rauschen einer Timeline untergeht.

Im Gegensatz zu einer einzelnen Audiodatei, die man sich dann vielleicht einmal anhört wie beispielsweise eine Radioreportage, besteht ein Podcast aus einer ganzen Serie von Episoden.

Das ist auch einer der Gründe, warum so manche:r Steuerberater:in zögert, mit dem Podcasting zu beginnen:

  1. Woher die Zeit nehmen, das zu lernen?
  2. Woher die Zeit nehmen, das dann auch durchzuhalten?
  3. Wie lässt sich abschätzen, wie hoch der technische Aufwand dann wirklich ist?

Sie können es sich bereits denken, wenn wir über einen Podcast fürs Kanzleimarketing schreiben, haben wir auf diese Fragen bereits unsere Antworten gefunden.

1. Podcasting zu erlernen erfordert weniger Zeit, als Sie denken

Dank professioneller Podcast-Hosting-Plattformen müssen Sie sich schon ganz lange nicht mehr selbst um alle technischen Details kümmern. Sie können wie beim Webhosting Ihrer Kanzlei-Website auch einfach ein Hosting-Paket für den gehobenen Anspruch buchen und schon ist der Aufwand zwar noch da, aber ganz gut überschaubar und durch Service begleitet.

Schauen Sie sich ruhig die Listen mit Plattformvergleichen an, die sich online finden, aber recherchieren Sie bitte auch selbst. letscast fehlte zum Beispiel auf der besagten Liste.

2. Podcasting nur beginnen, wenn man auch durchhalten kann?

Es klingt nach ziemlich viel Stress, regelmäßig neue Folgen veröffentlichen zu müssen und das dann unter allen Bedingungen und in allen Stressphasen durchhalten zu „müssen“. Tatsächlich ist es empfehlenswert, mit einigen vorbereiteten Folgen zu starten und anschließend einen regelmäßigen Rhythmus einzuhalten. Den bestimmen aber nur Sie.

Außerdem sagt niemand, dass Sie bis ans Ende aller Zeiten dauerpodcasten müssen. Starten Sie doch einfach mit einem anlassbezogenen „Popup Podcast“ und planen Sie 10 Folgen fix ein. Das erleichtert Themenplanung und Abwicklung. Wenn es so gut läuft, dass Sie dann weitermachen wollen, freuen sich alle. So nehmen Sie sich selbst in der Startphase den Druck.

3. Der technische Aufwand ist so hoch wie Ihre Ansprüche

Mit einem guten Podcasting-Hoster werden Sie automatisch eine mobilfähige Landingpage und gut abrufbare Folgen mit einem modernen Player haben, das ist schon die wichtigste Basis. Ob Sie sich nun ein komplettes Studio einrichten müssen, wenn Sie erst mal das Podcasting-Format nur ausprobieren und eventuell noch bei anderen zu Gast sind? Vermutlich nicht.

Ein halbwegs gutes Mikrofon und eine Aufnahmesofotware sind ein brauchbarer Start. Der Rest ist ein Lernprozess und besteht erst einmal aus Ausprobieren, Verwerfen, neu Probieren. Auch für Mikros und Software gibt es fundierte Übersichtslisten zum Stöbern.

Social Audio für Ihr Steuerkanzlei-Marketing

Mit “Social Audio” werden alle Content-Formate online zusammengefasst, die auf Audio-Kommunikation basieren und Interaktion ermöglichen: Talkshow-Treffs auf Clubhouse und „Rooms“ auf Twitter, Podcasts mit Abo-Funktion und häufig Kommentaren in den Shownotes, hörbare Blogpostings und so weiter.

Weniger aufwändig zu erstellen als Video, flexibler und oft frischer als einfacher Text und dann auch noch ein mobiles Format, an dem jede:r sich mit wenig Ausstattung beteiligen kann:
Vielleicht ist das Social-Audio-Format auch für Sie genau das Erfolgsrezept im Marketing, nachdem Sie schon länger gesucht haben.

Das ehrwürdigste aller Social Audio Formate ist Podcasting, das es bereits seit über 21 Jahren gibt. Anfang des Jahrtausends kam es auf, erlebte dann einen ersten Boom um 2005 herum und durchläuft jetzt in den letzten beiden Jahren einen weiteren. Bedingt durch die Krise, in der immer mehr Menschen und Unternehmen sich digital aufgestellt haben.

Podcasting ist nicht mehr erklärungsbedürftig, nicht mehr aufwändig und nicht mehr teuer. Dafür suchen immer mehr Menschen sich immer mehr Podcasts für ein spannendes Abo.

Ob Sie Ihren Newsletter zum Hören anbieten, öffentliche Clubhouse-Fragestunden abhalten oder einen Kanzleipodcast veröffentlichen: Sie werden sich in bester Gesellschaft befinden. In unserer zum Beispiel.

lex' talk about tax

Wie fängt man nun am besten an mit dem Podcast fürs Kanzleimarketing?

Anfangen sollten Sie mit Ihrem Konzept. Denn das ist tatsächlich die eine große Herausforderung: Langfristig Themen finden, die über das Einladen von Personen mit Reichweite hinausgehen.

Viele Podcasts sind „promi-basiert“, aber auf Ihre Ziele wird es eher einzahlen, wenn sie sich auch am konkreten Nutzwert und an spannenden Insights immer wieder neuer Menschen orientieren.

Das ist aus vielen Gründen eine Herausforderung und daher sollten Sie Ihren Podcast auch nur dann beginnen, wenn Sie ein Konzept für ein Dutzend Folgen erstellen können und dann immer noch Ideen haben.

Nur so wird es dann auch Spaß machen (und man merkt es, wenn ein Podcast keinen Spaß macht).

Podcasting auch fürs Networking

Die Podcasting Community besteht aus netten und hilfsbereiten Menschen, die selbst auch immer auf der Suche nach Themen und Gästen sind. Fragen Sie an, wenn Sie sich jemanden als Gast wünschen. Fragen Sie auch an, wenn Sie sich einen Gastauftritt vorstellen könnten: Nur keine Scheu!

Wenn Sie dann angefangen haben, freuen wir uns über einen Link, denn auch wir sind immer sehr gespannt, was sich an neuen Podcasts auftut.

lex' talk about tax - der Podcast von lexoffice zur Zukunftskanzlei

Der Podcast greift die Themen der #Zukunftskanzlei auf: neue Arbeitsfelder für Steuerberater, Menschen aus der Branche mit ihren Erfahrungen, moderne digitale Technologien und konkrete Tipps, die schon heute umsetzbar sind. Deine Gastgeber, Carola Heine und Olaf Clüver aus dem lexoffice Team, sind für dich der Zukunft auf der Spur. Dazu bringen sie eigenen Themen ein und lassen im Gespräch mit Gästen die Sprühfunken fliegen. Sei dabei in der Runde, freue dich auf neue Einblicke und hole dir den Extra-Schub auf der Zukunftsgeraden.

Startklar? Dann heißt es wieder einmal „Auf in die Zukunft!“

FAQ:

Was ist Podcasting?

Ein Podcast ist ein Online-Magazin zum Hören mit vielen/mehreren Folgen, das man komfortabel abonnieren kann.

Ist eine regelmäßige online Radio-Sendung also ein Podcast?

Nein. Technische Besonderheiten und die Auffindbarkeit in Podcast-Verzeichnissen zeichnen Podcasts aus. Sie stehen nicht zum Download bereit, sie werden mit einer App abonniert.

Wo finde ich spannende Podcasts?

Außer unserem? In der Podcasting App auf dem Smartphone und bei Amazon oder in den Google Podcasts, per Empfehlung und Verlinkung in den sozialen Medien.

  • Foto: Adobe Stock Jacob Lund
Über die Autorin
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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