Start-up und Gründer PR für Einsteiger und warum Du damit anfangen solltest

Start-up und Gründer PR für Einsteiger und warum Du damit anfangen solltest

Kommunikation mit der Presse, der Zielgruppe und potenziellen Partnern oder Investoren ist die Grundlage erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit.

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Deine Zielgruppe kann nur von Dir kaufen, wenn sie von Deinem Service oder Produkt erfährt. Werbeanzeigen im Online-Marketing stellen aber nur eine der Möglichkeiten dar, die Du unbedingt nutzen solltest: Den meisten Erfolg hast Du, wenn Du mit Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bewirkst, dass man über Dich und Dein Angebot viel und häufig spricht.

PR für Einsteiger (und Fortgeschrittene) ist so wichtig, weil Du mit erfolgreicher Pressearbeit und deren Ergebnissen ganz andere Menschen viel wirkungsvoller erreichst als die durchschnittlichen Empfänger Deiner Werbebotschaften. Wie oft klickst Du eine Anzeige entnervt weg – es sei denn, Du hast vorher einen spannenden Artikel über das Produkt gelesen? Viel häufiger interessiert Dich ein Bericht oder eine Meinung, als dass Du eine Marketingkampagne wahrnimmst. So geht es vielen, und deswegen ist PR so wichtig für ein Start-up oder eine Gründungsidee.

Ob jemand „nur“ den Bericht über Dein Angebot findet und dann auf Deine Website gelangt oder ob das Interesse an Deinen Anzeigen steigt, weil darüber auch normal berichtet wird und Du auf diesem Weg auch User erreichst, die Werbeblocker verwenden: Ins Gespräch kommen ist das Erfolgsrezept.

PR für Einsteiger: Wer soll über Dich berichten?

In unserer Linktippsammlung für gute Pressemitteilungen findest Du Hinweise darauf, wie eine gute Pressemitteilung aufgebaut sein sollte. Doch wer soll über Dich berichten? Natürlich solltest Du auch die bekanntesten Presseportale online nutzen, um Deine Infos breit zu streuen. Aber es lohnt sich, zusätzlich zu überlegen:

Gibt es für Dein Start-up besonders spannende Events, Magazine oder Publikationen, Online-Portale passend zum Thema oder zur Branche? Ein Bericht in der passenden Branchenzeitung oder von Deiner regionalen Tageszeitung kann Dir das Vielfache einer Google-Adwords-Kampagne einbringen. Es lohnt sich, die für Dich interessantesten Nachrichtenquellen zu identifizieren, Ansprechpartner zu ermitteln und Deine Pressemitteilung sorgfältig genau an diese zu richten.

Bessere Erfolgsaussichten hast Du, wenn Du vorher ein paar Vorbereitungen getroffen hast:

Drei handfeste Tipps für Deine Startup-PR

1. Bring Deine Basics in Ordnung
2. Biete Präsenz in den sozialen Netzwerken
3. Pfleg Dein Netzwerk, aber richtig

Zur ausführlichen Version unserer Praxis-Tipps

Die gute Nachricht ist: PR für Einsteiger ist kein Hexenwerk, sondern ein erlernbares Handwerk. Die nicht ganz so gute Nachricht: Du musst am Ball bleiben und regelmäßig hochwertige Inhalte verbreiten. Es kann Monate oder Jahre dauern, bei den interessantesten Fachmagazinen als Quelle für eine verbreitenswerte Info wahrgenommen zu werden. Sogar wenn Du einen kompetenten Ansprechpartner ermittelt hast, mit dem Du einen guten und für beide Seiten nützlichen Kontakt aufbaust.

Weil der Erfolg nicht über Nacht kommen wird und damit Du nicht immer wieder von vorn anfängst, empfiehlt es sich, von Anfang an eine Struktur in Deine PR zu bringen: Eine feste Mail-Adresse, die von Anfang an für die Kontaktaufnahme angeboten wird und sich niemals ändert. Ein Archiv für alle Pressemitteilungen, die am besten auch noch für Textsuchmaschinen optimiert werden. Ein Adressverteiler von Presse- und Branchenkontakten, der separat sauber gepflegt wird. Ein Event-Kalender, in dem Du mit Deinem Team die wichtigsten Termine notierst, zu denen die Kontakte angesprochen werden können.

Das sind grundsätzliche Maßnahmen, die Dir auch dann noch nützlich sein werden, wenn Du eine PR-Agentur beauftragen kannst. Im Idealfall gibt es auf Deiner Website (und nicht auf der Deiner Agentur) nämlich auch einen Pressebereich, in dem Du Bildmaterial, Informationen und Kontaktdaten für Rückfragen anbietest: Dein Logo, Fotos vom Team, die wichtigsten Zahlen, die größten Meilensteine.

Influencer Marketing: Journalisten, Redakteure oder Blogger ansprechen?

Für Fachredaktionen ist es wichtig, anhand vollständiger Pressedaten prüfen zu können, in welchem Markt Du Dich seit wann bewegst und wie ein Bericht über Dein Geschäftsmodell ihrer Zielgruppe dient. Andere potenziell interessante Multiplikatoren wie beispielsweise die so genannten „Influencer“ in Social Media Netzwerken und Blogs, sind in der Regel eher an den emotionalen Auswirkungen interessiert: Ist es spannend, was Dein Team macht? Löst es ein Problem? Darf man kostenlos testen?

In Facebook-Gruppen wie Bloggerinnen und Blogger gesucht kannst Du auch mit kleinem Budget einen Testballon starten.

Wichtig ist wie bei Pressemitteilungen, Netzwerkkontakten und Branchengesprächen vor allem, dass Du ganz klar kommunizieren kannst, welches Problem Dein Angebot löst oder welchen Nutzen es bietet – dann klappt auch PR für Einsteiger.

  • Foto: © nd3000 – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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