5 Tipps für einen produktiven Tag

Produktiv durch den Tag mit diesen 5 Tipps

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Produktivität ist ein immer aktuelles Thema: Wie kann man ohne Überstunden ausreichend leistungsfähig oder kreativ sein und dabei noch genug verdienen? Bestseller wie „Die 4- Stunden-Woche“ beschäftigen sich damit, wie man mit möglichst wenig Arbeitszeit oder Schlaf auskommt und trotzdem noch gute Ergebnisse bringt.

Die Realität selbständiger Einzelunternehmer oder Freelancer sieht bekanntlich anders aus. Viele arbeiten 50 oder sogar noch viel mehr Stunden wöchentlich. Tatsächlich sind wir aber alle meistens nur einen Teil des Tages wirklich produktiv.

Die restliche Zeit wird sortiert, getrödelt, gesurft, das Internet zur Ablenkung genutzt und zwischen Projekten gewechselt. Fünf neue oder bewusst wiederbelebte Angewohnheiten können dieses Verhalten zwar nicht völlig abschaffen, aber immerhin relativieren.

1. Den Tag am Vorabend beginnen

Der beste Einstieg in den Arbeitstag ist einer, der keiner ist, weil keine weitere Vorarbeit erforderlich ist. Einfach am Arbeitsplatz eintreffen und sofort loslegen – das geht immer dann, wenn man die erste Aufgabe des nächsten Tages schon am Abend zuvor vorbereitet.

Ob der Posteingang geleert, die anstehenden Aufgaben ausgewählt oder die To-Do-Liste nach Prioritäten sortiert wird, man kommt viel schneller und vor allem gefühlt auch zufriedenstellender voran, wenn der Tag mitten in einem konkreten Projektschritt oder mit einem ganz leeren Posteingang begonnen wird.

2. Tägliche Routinen etablieren

Feste Gewohnheiten geben in stressigen Phasen Halt und helfen dabei, das Arbeitspensum zu strukturieren und auch unter Zeitdruck noch Dinge gut zu erledigen. Es gibt viele Möglichkeiten, den Arbeitstag in einen Zeitplan oder einen bestimmten Ablauf zu gießen und sich daran grob zu orientieren. Das müssen keine komplizierten Aktivitäten sein, einfache wohltuende Angewohnheiten genügen.

Der eine schwört auf grünen Smoothie vor dem Gang an den Schreibtisch oder auf frisch geschroteten warmen Getreidebrei zur ersten Welle im Posteingang. Der nächste zieht sich um Punkt 10.30 Uhr für fünfzehn Minuten mit einem frischen Kaffee an einen Nachdenkplatz zurück oder räumt vor jeder Mittagspause einmal das Chaos auf dem Schreibtisch auf.

Wer immer um die gleiche Zeit eine bestimmte Gewohnheit verfolgt, erschafft sich automatisch Erledigungsfenster. Denn wer stramm durcharbeitet, bis der Gang zum Postfach fällig ist oder es Zeit wird für den leckeren täglichen Bio-Apfel, der oder die ist automatisch weniger anfällig für das Herumtrödeln online oder mit dem Smartphone (zumindest, wenn er oder sie weniger anfällig sein möchte).

3. Entspannt Prioritäten setzen

Unter den vielen wartenden Aufgaben sind immer auch welche, die besonders lukrativ sind, besonders drängen oder einfach besonders nerven, wenn sie nicht erledigt werden – selbst wenn sie gar nicht die gefühlt wichtigsten sind.

Es macht nicht nur den Schreibtisch, sondern auch den Kopf frei, wenn man sich an jedem Vormittag und an jedem Nachmittag zuerst einen der größten Brocken herauspickt und diesen auf jeden Fall erledigt oder wenigstens einen Schritt weiterbringt, egal welche anderen Projekte noch warten.

Bonus dieser Vorgehensweise: Jeder Tag ist irgendwie erfolgreich.

4. Mini-Siesta lädt den Akku wieder auf

Gelegentliches Powernapping holt hochkonzentrierte Büroarbeiter in eine wohlverdiente Entspannungspause und lädt durch eine strategische Auszeit den „Akku“ besonders von Bildschirmarbeitern wieder auf.

Abschalten will gelernt sein und auch der Ort muss halbwegs passen. Aber wenn man erst einmal herausgefunden hat, wie erholsam ein bewusst kurzes Schläfchen sich auswirkt, findet sich immer eine Schreibtischecke, eine Küchenbank und ein Sofa (oder ein Plätzchen unterm Konferenztisch).

Vorzugsweise nach dem Mittagessen – typisch Siesta eben.

5. Bewegungspausen: Durchblutung und Sauerstoff

Das Gegenstück zum Powernapping ist eine Pause von fünf bis höchstens zehn Minuten, die sich aufgrund der begrenzten Zeit völlig problemlos in die Arbeitsabläufe des Morgens integrierten lässt. Beide lassen sich wunderbar kombinieren – Bewegung morgens, Siesta am frühen Nachmittag.

Auch das „7-Minuten-Training“ ist wie die 4-Stunden-Woche ein bekanntes Modethema, was in diesem Fall praktischerweise bedeutet: Es gibt Apps für Android und iOS, die mit einer siebenminütigen Sporteinheit täglich fit machen sollen.

Ob es tatsächlich wichtig ist, alle wesentlichen Muskelgruppen zu betätigen oder ob es bereits genügt, das Hirn mit einem frischem Sauerstoff-Schub zu versorgen? Wir wissen es nicht. Aber Bewegung erfrischt und belebt auf jeden Fall, macht den Kopf frei und gibt neuen Schwung.

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Termine, Probleme oder Schnupfen werden immer wieder verhindern, dass produktive Tage sich gemütlich planen lassen.

Wer das erkennt und einfach als gegeben akzeptiert, statt durch die Unterbrechung frustriert zu sein, steigt am nächsten Montag einfach wieder ein mit dem nächsten Versuch, die Woche leistungsfähiger zu verbringen.

Nicht jeden Tag. Aber mit etwas Übung immer öfter.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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