Top-Angewohnheiten zur Produktivitätsstraffung

Top-Angewohnheiten zur Produktivitätsstraffung

Die Zeit der guten Vorsätze naht mit großen Schritten. Produktiver sein und sich dabei wohlfühlen ist eines der großen Ziele, die Du wahrscheinlich auch im Repertoire hast.

Wie aber strafft man die eigene Produktivität, ohne nach kurzer Zeit doch wieder nachzulassen?

Gute Vorsätze allein helfen nicht, denn in der Regel sind sie viel zu vage. Um Deine persönlichen ‘Produktivitätsziele’ zu erreichen, musst Du sie Dir genauer anschauen – und straffen.

Deine Standards machst Du selbst

Bestimmt hast Du Dir – wie alle anderen Menschen auch – die gleichen Sachen schon oft vorgenommen.

Nur um dann nach einiger Zeit festzustellen, dass Du wieder in alte Gewohnheiten zurückgefallen bist.

Die sind zwar bequem wie eingetretene Schuhe, bringen Dich aber nicht gezielt voran. Woran liegt das?

Wir sind nicht exakt genug in den Dingen, die wir uns als Verbesserung vorstellen.

Zum Beispiel nehmen wir uns vor, mehr Wasser zu trinken. Wirklich klappen wird das aber nur, wenn wir immer eine Flasche dabei haben.

Am besten aber wird es gelingen, wenn Du Dir ein konkretes Ziel setzt. Statt “ich müsste dringend mehr trinken” zum Beispiel: “Ich will anderthalb Liter Wasser am Tag trinken”.

Noch weiter steigen die Erfolgsaussichten, wenn Du ganz konkret wirst und Dir morgens sagst: ‘Diese Flasche Wasser möchte ich bis achtzehn Uhr geleert haben.’

Es klingt banal, aber das Ziel zu konkretisieren ist der Schritt, der es für Dich erreichbar und zur Gewohnheit werden lässt.

Angewohnheiten, die zu mehr Produktivität führen

Ganz entschieden lässt Dein produktiver Alltag sich straffen, wenn Du die größten Zeitfresser und Ablenkfaktoren eindampfst.

Statt Dir zu sagen, dass Du keine Zeit bei Facebook verdaddeln willst, nimm Dir einfach konkrete Zeitfenster vor, in denen Du darfst:

Nach dem Erledigen der wichtigsten Tagesaufgaben wie dem Leeren der Mailbox, zum Beispiel.

Der Posteingang lässt sich nicht nur stumm schalten, damit Du nicht ständig aus der Konzentration gerissen wirst durch eintreffende Nachrichten.

So ein Mailprogramm kann man sogar schließen – und öffnet es erst wieder, wenn die anstehende Aufgabe erledigt ist.

Das sollte kein Vorsatz sein, sondern eine feste Regel: Ohne Ablenkung durch Mails und soziale Netzwerke konkret an einer Aufgabe arbeiten, dann der Sucht nach Input nachkommen und diese aber so dosieren, dass nicht zu viel Zeit verloren geht.

Da dreißig Minuten auf Facebook bekanntlich so schnell vergehen wie drei bei der Ablage oder fünf auf dem Trimmrad, empfehlen wir Dir zur Selbstkasteiung ein modernes und wirkungsvolles Werkzeug wie eine Eieruhr oder die Stoppuhr am Smartphone.

Auch die Smartphone-Nutzung lässt sich so dosieren, dass Du keine wertvolle Energie darauf verschwendest, ständig mal eben kurz darauf zu schauen: Schalte das Ding aus, wenn Du konzentriert arbeiten willst.

Das schont den Akku und die Nerven und Du wirst nicht abgelenkt.

Konkrete Vorsätze bringen Dich effektiver voran

Straffen und konkretisieren lässt sich im Grunde alles, wo Du persönlichen Verbesserungsbedarf siehst.

Besonders Selbstständige und hier nicht nur Existenzgründer und Startup-Betreiber, sondern alle Freiberufler, Freelancer und Kleinunternehmer, nehmen sich oft nur vor, mehr Rücklagen aufzubauen und etwas für die Vorsorge zu tun.

Statt eines vagen Vorsatzes solltest Du lieber eine Aufgabe daraus machen, monatlich Summe X weglegen oder einen Vorsorgevertrag abschließen, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Wir sagen, dass wir weniger in die Mailbox schauen wollen, mehr Wasser trinken, weniger Alkohol, Gesünder essen, Rücklagen aufbauen und vieles mehr.

Erst wenn Du Dich festlegst, was Du überhaupt damit meinst, wird es damit klappen.

Wie sieht es konkret aus, gesünder zu essen? Was bedeutet “mehr weglegen” in Zahlen? Wie viel Wasser ist genug?

Mach einen Pakt mit Dir selbst und aus den vagen Vorsätzen konkrete Pläne. Auch bei scheinbar banalen Dingen wie professionellerer Terminplanung, besseren To-Do-Listen, der Frequenz in der Du den Posteingang checkst oder auf den sozialen Netzwerken vorbeischaust.

Überleg Dir, was Du damit meinst, wenn Du etwas ändern willst. Schreib es auf, erzähl es anderen. Und dann setz es um.

Du wirst staunen, wie viel besser Du vorankommst und wie viel mehr Du erledigen kannst, wenn aus der vagen Erinnerung im Hinterkopf ein konkreter Step im Tagesplan wird.

09.12.2015