Schluss mit der Prokrastination: So trickst Du Dich selbst aus

Schluss mit der Prokrastination: So trickst Du Dich selbst aus

Prokrastinieren ist ein schickes Wort für Aufschieben. Wenn Du das Buchen von Belegen oder die Steuer nie vor Dir herschiebst, ist dieser Artikel nicht für Dich.

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Die bekannte und weit verbreitete Aufschieberitis ist ein Zustand, der gar nicht chronisch sein muss. Mit den richtigen Tools und einigen nützlichen Erkenntnissen kannst Du ändern, wie Du an leidige Aufgaben gehst, statt sie zu verdrängen (und später den Preis dafür zu zahlen).

Etwas später zu erledigen – es ist herrliche Freiheit, wenn man sich die Zeit selbst einteilen kann. Ein bisschen blöd ist das vielleicht, wenn da noch Fristen im Raum herumstehen, aber an Prokrastination hindert das nur selten. Schließlich kannst Du ja andere wichtige Dinge tun. Millionen von Küchen werden gewienert und Schränke aufgeräumt, wenn Abgabefristen für Diplomarbeiten, Aufträge oder Steuererklärungen nahen.

Spaß macht Prokrastination nur selten … bzw. eigentlich nie.

Mit chronischer Aufschieberitis bist Du also nicht allein, aber das ist ja trotzdem gar kein Grund dafür, sich immer weiter so zu quälen. Denn eine Qual ist es und eine Fehlerquelle obendrein, wenn wichtige Dinge „Last Minute“ erledigt werden oder knapp zu spät. Das Finanzamt versteht keinen Spaß, auch einen Tag zu spät zahlst Du einen Verspätungszuschlag. Kann man machen. Muss man aber nicht.

Weil wir uns gerne vor unangenehmen Aufgaben drücken, ist das oft belächelte Aufschieben so weit verbreitet. Oft wollte man eigentlich nur einen Kaffee holen und stellt plötzlich fest: Oh, das Bücherregal könnte eigentlich entstaubt werden … und vier Stunden später blitzt die Wohnung, aber im Kalender blinkt die drohende Frist immer noch. Denn wirklich helfen tut Prokrastination ja nicht.

Was Spaß macht, muss nicht durch Prokrastination verdrängt werden

Die einfachste und effizienteste Methode, etwas Nerviges zu erledigen, besteht darin, es weniger nervig zu machen. Delegieren zum Beispiel. Oder, in den meisten Fällen deutlich bezahlbarer: Apps und Tools verwenden, die es angenehm gestalten.

Doch das ist nicht der einzige Tipp, den wir für Euch haben. Jahrzehnte qualvoll erlittener Prokrastination haben dazu geführt, dass unsere hilfreichen Hinweise direkt aus der Praxis stammen und eigentlich ausgedruckt an die Pinwand gehören – zumindest diese fünf wesentlichen Tipps.

5 Anti-Prokrastination-Tipps

Prokrastinatin als Phänomen beherbergt viele Fallensteller, die sich mehr oder weniger kokett selbst einreden, dass sie unter Druck am besten funktionieren und die nahende Deadline eigentlich „brauchen“. Das ist kompletter Bullshit. Zwar geht diese Selbstannahme sanft die Kehle herunter und versüßt so manche harte Nachtschicht. Tatsächlich gibt es aber gar kein Ergebnis, das von vorheriger guter Planung und nachfolgender Korrektur und Überprüfung nicht doch sehr profitieren würde.

Auch die allergrößte Aufgabe lässt sich noch in Bröckchen unterteilen, die sich einzeln besser bewältigen lassen. Damit ist übrigens nicht die große jährliche Schreibtischreinigung und rituelle To-Do-Listen-Anfertigung gemeint, obwohl wir beides jetzt mal als Startschuss durchgehen lassen. Danach aber geht es ans Eingemachte und Schritt für Schritt durchs Konzept: Jeder Step ein Erfolg, denn vorankommen ist besser als Prokrastination.

Verführerisch ist auch das alte Spiel „ich sortiere alles ordentlich und schiebe dann die Stapel außer Sichtweite erst mal dahin“. Aus den Augen, aus dem Sinn gilt besonders für Schriftverkehr, noch zu buchende Buchhaltung und das Sortieren rechnungsschwangerer Eingangspost, wobei es da gewisse Schnittmengen gibt. Prokrastination kann teuer werden, vor allem aber nervt sie sogar die Täter*innen.

Am besten erzählst Du Deinem Umfeld, was Du vorhast – denn nun wirst Du gelegentlich gefragt werden, wie weit Du bist und auch das spornt ein bisschen an.

5 Praxistipps gegen Aufschieberitis

  1. Apps und Tools wie lexoffice verwenden, um digital optimal zu arbeiten
  2. Keine Ausrede: Niemand arbeitet wirklich besser unter Druck
  3. Vorhaben in viele gut machbare Einzelschritte unterteilen
  4. Aufgaben in Sichtweite behalten: Kein „aus den Augen, aus dem Sinn“
  5. Anderen von den eigenen Plänen erzählen ist Selbstkontrolle

Wenn die Arbeitsberge über Dir zusammenzuklappen drohen, hilft Priorisieren, nicht Prokrastinieren. Einmal durchsortiert und nach Dringlichkeit gewichtet, kannst Du mit dem ersten Punkt loslegen. Fällt die Konzentration schwer, ist wahrscheinlich eine Internetpause (ja, auf allen Geräten!) hilfreich.

Was machst Du, um der Prokrastination siegreich entgegen zu treten? Wir sind gespannt und freuen uns auf Kommentare.

  • Foto: © gpointstudio – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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