Quereinsteiger ja oder nein: Wann macht eine Gründung Sinn?

Quereinsteiger ja oder nein: Wann macht eine Gründung Sinn?

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Quereinsteiger sind jene Menschen, die ihrem Berufsleben eine unerwartete Wendung geben. Trifft das auf Dich und Deine Gründungsidee zu? Vielleicht hast Du eine konservative kaufmännische Lehre absolviert, möchtest jetzt aber ein Outdoor-Yogastudio gründen. Oder Du hast ein Studium abgeschlossen und dann festgestellt, dass Deine Interessen und Talente woanders liegen. Jetzt willst Du Dir ein Business aufbauen, indem Du in diese andere Branche wechselst: Das ist ein typischer Quereinstieg, mit allen Konsequenzen.

Alle Gründer sind stets irgendwie auch Quereinsteiger

Als Existenzgründer bist Du Neuankömmling und Quereinsteiger in der Welt der Unternehmer. Unabhängig von allen Qualifikationen musst Du zahlreiche neue Dinge lernen. Zum Beispiel, Dich selbst mit Hilfe von Lösungen wie lexoffice für Buchhaltung und als Rechnungsprogramm perfekt zu organisieren. Aber auch, Dich und Deine Idee zu vermarkten.

Auch wenn Du Dich in Deinem erlernten Beruf selbstständig machst, bist Du in administrativen, strategischen und organisatorischen Dingen dennoch immer jemand, der oder die sich erst zurechtfinden muss. Tatsächlich bezeichnet man als Quereinsteiger aber vor allem Personen, die von ihrer beruflich angestammten Branche in eine ganz andere wechseln.

Für Existenzgründer hat das noch einmal eine ganz andere Dimension. Angestellte müssen einen Chef finden, der ihnen den Quereinstieg zutraut. Start-upper und andere Gründer haben bei einem solchen Richtungswechsel erst mal nur sich selbst und müssen für ihre Geschäftsidee selbst einen verlässlichen Rahmen aufbauen. Das kann eine gewaltige Herausforderung sein.

Zahlreiche Gründe motivieren zum beruflichen Richtungswechsel

Wer in Deutschland keine übliche Berufsausbildung oder kein passendes Studium vorzuweisen hat, muss auf gesetzliche Vorgaben achten. Einige Berufe setzen bestimmte Qualifikationen voraus, manche Berufsbezeichnungen sind geschützt, andere erfordern das Einhalten bestimmter Regeln. Ein auf Gründer spezialisierter Steuerberater hilft Dir, bestehendes Recht zu achten, bei der Gründung die korrekte Geschäftsform zu wählen sowie alle Regeln einzuhalten.

Quereinsteiger lieben die Herausforderung, oft sind sie unzufrieden mit dem bisherigen beruflichen Weg. Sie suchen eine Möglichkeit, ihre vielen guten Ideen endlich ungehindert ausprobieren zu können. Manche machen ein Hobby zum Beruf und erfüllen sich auf diesem Wege einen Traum. Wer quer einsteigt, ist in der Regel hoch motiviert und sprudelt vor Kreativität, wie das eigene Business aufgebaut werden kann.

Vor- und Nachteile und Bedenkenswertes für Quereinsteiger

Wenn Du im Beruf branchenfremdes Wissen und Erfahrungen aus anderen Aufgabengebieten mitbringst, begünstigt dies immer die kreative Ideenfindung. Doch sind bei manchen Gründungsideen Deine Erfolgsaussichten tatsächlich viel höher, wenn umgekehrt Motivation und Idee neu sind … Du aber die Branche schon kennst.

Denn viele interessante Projekte lassen sich nur mit Fördermitteln oder -krediten umsetzen. Diese wiederum bekommst Du mit einem guten Konzept. Gute Konzepte schreibt jemand, der oder die weiß, wovon die Rede ist und überzeugen kann. Kaufmännische Kenntnisse sind dabei nur ein Aspekt.

Viele Menschen träumen beispielsweise von einem eigenen Restaurant oder Café, ohne je im Gastro-Bereich Erfahrungen gesammelt zu haben. Das sind Quereinsteiger, die nicht nur Buchhaltung, sondern auch Einkauf, detaillierte Finanzplanung und eigenes Personalwesen am Hals haben. Von einzuhaltenden Auflagen und der Finanzierung der Räumlichkeiten ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass sie vielleicht nur selbst von ihren eigenen Kochkünsten überzeugt sind.

Wenn Du also in eine völlig fremde Branche umsteigen willst, fang vor dem Aufbau des eigenen Geschäfts doch einfach mit einem Praktikum oder einer Fortbildung an. Lass Dich beraten, oder such Dir Partner. Erarbeite Dir Wettbewerbsanalysen, sammle Best Practice Beispiele. Sprich mit anderen, bau Dir ein Netzwerk auf. Mach Deinen Businessplan mit einem Profi und prüfe auch, welche Fördermittel Du garantiert bekommen kannst.

So steigerst Du Deine Chancen und erfährst parallel mehr über das Umfeld, in dem Du zukünftig arbeiten und auch leben willst. Denn Quereinsteiger sind wie andere Gründer zumindest in den ersten Jahren selten ohne Arbeit anzutreffen. Da ist es nur schlau, wenn Du Deine Erfolgsaussichten von Anfang an optimierst – dann macht auch ein Quereinstieg Sinn.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. […] hast? Ein regionaler Bezug kann ebenso eine optimale Voraussetzung sein wie der richtige Quereinstieg. Aber reden musst Du […]