Reistekostenreform 2014

Reisekostenreform 2014

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Ab Januar 2014 gelten einige neue Regelungen im Reisekostenrecht, die teilweise auch Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer betreffen können.

Ganze 52 Seiten umfasst das Grundsatzpapier mit allen Änderungen des Reisekostenrechts ab dem 1. Januar 2014 (Link). Einige Neuregelungen stellen auch Vereinfachungen dar, zum Beispiel die Anpassung der Verpflegungspauschale. Andere betreffen die Arbeitsstätte.

Erste Tätigkeitsstätte

Ab Januar heißt es steuerrechtlich betrachtet nicht mehr „regelmäßiger Arbeitsplatz“, sondern „erste Tätigkeitsstätte“: Kein kleiner Unterschied, denn dieser Begriff ist entscheidend für steuerfreie Erstattungen eines Arbeitgebers sowie den Abzug von Werbungskosten und Betriebsausgaben.

Die erste Tätigkeitsstätte (Grundlage § 9 Abs. 4 EStG (n.F.), siehe Link), ist eine so genannte ortsfeste betriebliche Einrichtung und nicht nur die erste, sondern auch die einzige Arbeitsstätte. Ein Home-Office eines Arbeitnehmers beispielsweise stellt keine betriebliche Einrichtung dar und kann infolgedessen nicht dessen erste Tätigkeitsstätte sein.

Für Selbstständige mit Firmen-PKW kann diese Regelung erhebliche Auswirkungen haben und Änderungen in Arbeitsverträgen und Reiserichtlinien bedeuten und sich auch auf die Aufzeichnungspflichten des ‚Reisenden‘ auswirken.

Zwei-Stufen-Staffelung bei Verpflegungspauschalen

Verpflegungspauschalen werden nun zweistufig gestaffelt statt wie bisher dreistufig: Statt 6/12/24 Euro sind es nun 12/24 Euro. Die maximale Höhe bleibt also erhalten, wird aber bei weniger Stunden Reisezeit erreicht.

Die niedrigere Pauschale von 12 Euro wird bereits ab einer Abwesenheit von 8 Stunden gewährt, vorher waren es 14 Stunden. Bei einer mehrtägigen Abwesenheit gilt die niedrigere Pauschale auch am An- und Abreisetag, egal wie lang die Abwesenheit tatsächlich ist. Um die Verpflegungspauschale von 24 Euro in Anspruch nehmen zu können, ist eine Abwesenheit von mindestens 24 Stunden Voraussetzung.

Unverändert bleibt: Zu den Reisekosten zählen Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand, Kosten für Übernachtungen und Reisenebenkosten, wenn diese durch eine beruflich bedingte Tätigkeit andernorts ausgelöst werden.

Über den Autor
Carola Heine
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