Risikofaktor: Schlechte Zahlungsmoral

Risikofaktor: Schlechte Zahlungsmoral

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Jeder Unternehmer kennt sie: Jene Kunden, die nicht oder spät zahlen, Rechnungen eigenmächtig kürzen oder einfach Teilbeträge überweisen und die vollständige Begleichung des Rechnungsbetrags herauszögern.

Zahlungsverzögerungen sind hier weit mehr als nur ein organisatorisches Ärgernis: Die allgemein schlechter werdende Zahlungsmoral gefährdet die Existenzgrundlage von immer mehr Selbstständigen.

Vor allem Handwerker, aber auch viele andere Unternehmer müssen oft wochenlang auf ihr Geld warten, einige sogar monatelang, weil Kunden buchstäblich jeder Größenordnung die Bezahlung von Rechnungen verzögern. Die Auswirkungen können dramatisch sein.

Einerseits können offene Rechnungen die Liquidität einer Firma bis hin zur Handlungsunfähigkeit einschränken, während der Unternehmer jedoch andererseits die eigenen Verbindlichkeiten nicht vernachlässigen darf, weil Mieten, Material- und Maschinenkosten, Versicherungen und Löhne gezahlt werden müssen.

Werden die Außenstände zu hoch, besteht dann Insolvenzgefahr. Bei einer Eigenkapitalquote von unter 10% können ausstehende Beträge sehr schnell zur Zahlungsunfähigkeit führen. Nicht selten geraten dann auch Zulieferer in Schwierigkeiten, wenn ein Unternehmer seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann.

Augen auf bei Kundenauswahl und Finanzplanung

Je größer der Auftrag und je mehr Ressourcen er binden wird, desto mehr Vorsicht ist also geboten. Eine Bonitätsprüfung hilft bei der Identifizierung riskanter Geschäftsbeziehungen, vertraglich geregelte Leistungen und Zahlungsbedingungen schaffen Rechtssicherheit.

Wichtig ist es auch, trotz Arbeitsbelastung stets den vollständigen Überblick über die Außenstände zu haben, um zeitnah nachhaken und gegebenenfalls Zahlungserinnerungen versenden zu können – dank guter Finanzplanung immer zu wissen, welche Beträge von welchem Kunden noch offen sind.

Professionelle und jederzeit mobil verfügbare Buchhaltungslösungen helfen Kleingewerblern, Freiberuflern und anderen Selbstständigen dabei, jederzeit Einblick zu erhalten.

Eine Erinnerung an eine noch ausstehende Zahlung lässt sich beispielsweise mit lexoffice mit nur einem Klick aus dem ursprünglichen Beleg generieren und anschließend versenden.

Auch Mahngebühren und begleitende Erläuterungen wie „Sollten Sie diese Rechnung zwischenzeitlich bereits beglichen haben, betrachten Sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos.“ können mit lexoffice unkompliziert ergänzt werden.

Risiko vermindern durch mobile EC- und Kartengeräte

Oft kann zwar besonders bei größeren Projekten durch eine Abschlagszahlung von 30-50% von vornherein das Risiko einer Zahlungsverzögerung vermieden oder zumindest verringert werden.

Doch nicht bei jedem Projekt ist vorher klar, wie hoch die Summe ausfallen wird und viele Beträge sind auch nicht so hoch, dass es sich lohnen würde, sie in mehreren Teilen abzurechnen.

Gerade bei kleinen bis mittleren Aufträgen können mobile EC- und Kartengeräte Dienstleistern hier eine komfortable und sichere Alternative bieten:

Vorkasse oder die Bezahlung direkt vor Ort verhindern es, dass fadenscheinige Ausreden vorgebracht oder pauschale Abzüge durch den Kunden vorgenommen werden können.

Was immer es rund um den Auftrag zu klären gibt, es wird sofort besprochen und nicht erst anhand der ersten oder zweiten Mahnung diskutiert – und Unternehmer können sicher sein, dank der mobilen Bezahloption nicht auf ihr Geld warten zu müssen.

Gegen die allgemein schlechter werdende Zahlungsmoral hilft das zwar nicht. Aber es erspart immerhin denjenigen Zeit, Geld und Nerven, die portable Kartengeräte einsetzen.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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