Routine ist Dein Freund

Arbeitsalltag: Routine ist Dein Freund

Freie Zeiteinteilung ist einer der größten Vorteile, die man als Selbstständige/r genießt. Freie Zeiteinteilung ist auch eines der größten Probleme, denn auch dann noch eine brauchbare Routine zu erzielen, wenn von keiner Seite Druck kommt, ist gar nicht immer so einfach.

Die Legende vom Ganztags-Schlafanzug

Wer im Home Office arbeitet, kennt die Vorurteile gegenüber von Selbstständigen, die zuhause werkeln: Den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen, dem Paketboten erst ab mittags öffnen und zwischen Pizzakartons durchwaten müssen, um das Telefon zu finden, wenn es denn wirklich mal klingelt.

Sicherlich hat jeder Freelancer daheim schon einmal die Gelegenheit genutzt, direkt vom Bett aus an den Rechner zu gehen, um wenigstens die wichtigste Mail schon einmal zu schreiben. Auch Jogginghosentage kommen vor. Nur zu oft sollten sie das nicht.

Es gibt aber ein sehr einfaches Mittel, um zu vermeiden, dass Du völlig versackst und irgendwann isoliert und frustriert vor den heimischen Bildschirmen hockst, aufgrund der eigenen Schlamperei in Stress gerätst und Dich obendrein noch schlecht fühlst in dem ganzen Chaos und Durcheinander: Routine ist Dein Freund.

Routine hält Deinen Alltag für Dich zusammen

Den meisten Menschen widerstrebt es, wenn sie Regeln einhalten sollen, auch wenn sie diese selbst aufgestellt haben. Es klingt langweilig, spießig und unflexibel, sich an Routinen zu orientieren, ist aber tatsächlich sehr hilfreich und unterstützt Dich dabei, auch an chaotischen Tagen produktiv zu sein. Notfalls auch im Schlafanzug.

Denn wenn Du Deinem Tag kein Gerüst mitgibst, vermischen sich alle anstehenden Aufgaben und private Interessen wie Kontakte und Haushaltsaufgaben miteinander und Du läufst Gefahr, bis in die Nacht hinein und an den Wochenenden zu arbeiten, weil Du keinen Plan aufgestellt hast, wann welche Aufgabe sinnvoll erledigt werden sollte.

Routinen zu etablieren ist sehr hilfreich, welche genau Dich voranbringen, hängt sehr von Deinem Persönlichkeitstyp ab.

Wenn Du gerne ein straffes Korsett an Aufgaben um Dich hast, bist Du mit einem Zeitplan und einer detaillierten Unterteilung des Tags in „Aufgabengebiete“ gut beraten:

Du könntest zum Beispiel jeweils einen ganzen Wochentag für administrative Aufgaben reservieren, jedem Projekt fixe Termine widmen, feste Uhrzeiten für den Tagesbeginn und die Pausen weglegen und so weiter.

Welches Deiner Ziele lässt sich durch eine entsprechende Routine noch besser erreichen?

Aber eine Routine kann auch ganz entspannt und soft sein: Jeden Arbeitstag damit beginnen, in Ruhe Deine Mailbox durchzuarbeiten – um den Posteingang dann erst wieder am frühen Nachmittag zu öffnen.

Oder eine halbe Stunde am Vormittag für eine bewusste Frühstückspause reservieren, oder für das Lesen der aktuellsten News oder einen Spaziergang: Wichtig ist, dass Du Dir ungefähr überlegst, welchen Umfang die neue Angewohnheit haben soll und sie immer um etwa die gleiche Zeit in Deinen Alltag einbaust.

Mit Hilfe von solchen selbst verordneten Verhaltensweisen vermeidest Du strukturloses Herumarbeiten, sobald es stressig wird und kannst Langzeitprojektziele beruflich und privat viel zuverlässiger erreichen.

Das Beste an Routinen ist, dass sie sich zwar wiederholen sollten – aber wenn Deine Ansprüche sich ändern oder der Bedarf schwankt, kannst Du sie jederzeit anpassen, bis sie wieder zu den gewünschten Strukturen passen.

23.05.2016