Scheitern: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Scheitern: Was macht die Selbständigkeit mit mir?

Zum #lebensgefühl_selbständig gehört unweigerlich dieser Moment, in dem dir ein Plan danebengeht. Oder zwei. Oder fünf. So geht's dann weiter!

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Als Selbständige:r bist du dein eigenes Vorschlagswesen und die Person, die über Weiterentwicklung und Wachstum entscheidet. Was aber nicht automatisch heißt, dass alles immer klappt. Dann bist du auch derjenige oder diejenige, die beim Scheitern die nächste Entscheidung treffen muss.

Dieser Text ist Teil unserer Evergreen Blogparade zum Thema „Was macht die Selbständigkeit mit mir?“, zu der wir dich herzlich einladen.

Scheitern kann man sich nicht immer schönreden

Sich etwas vornehmen, Vorfreude in sich tragen und dann feststellen: Oha, das war wohl nichts? Scheitern im Business erinnert mich an meinen kurzen Versuch mit einem Einrad vor langer Zeit. Es gab nämlich einen Sommer, da waren diese Räder in Mode und auch bezahlbar. Alle anderen fuhren scheinbar mühelos über Bürgersteige, Parkplätze und durch Wälder. Manche hielten an einer Laterne an, um abzusteigen, was die ganze Idee viel greifbarer zu machen schien.

Doch nach 30 Sekunden auf dem Einrad und 2 Sekunden nach dem ersten Loslassen der Wand, an der ich mich festgehalten hatte, war mir klar: Niemals wird das gehen. Mir fehlte zuviel Erfahrung mit Springen, Fallen und sich Auffangen und plötzlich war auch mein Kopf sehr, sehr nah an der Garagendecke und sehr weit weg vom Fußboden.

Ich kletterte vom Rad und dieses Experiment hatte sich erledigt. Das Thema „mit dem Einrad Richtung Sonnenuntergang“ konnte ich abhaken und wusste: Es war gut, dass ich es ausprobiert hatte. Denn Scheitern ist viel besser, als etwas gar nicht erst zu versuchen.

Blöd: Auch Aufgeben lässt sich nicht beschönigen

Während das Einrad und ich damals ganz klar nicht füreinander gemacht waren, weil ich die passenden Voraussetzungen nicht mitbrachte, ist das Treffen von Entscheidungen in geschäftlichen Situationen nicht ganz so einfach.

Schließlich hast du nicht nur Träume, sondern auch Zeit und Geld investiert – und wichtige Voraussetzungen lassen sich erlernen oder einkaufen. Anders als bei Angestellten nimmt dir auch niemand das Projekt weg, wenn es nur Ärger und Kosten macht, dir steht es also völlig frei, sehr lange und völlig entmutigt ergebnislos an Aufgaben zu schrauben.

Zum Beispiel

  • Dich immer wieder mühsam von Blogpost zu Blogpost quälen, weil „alle“ gesagt haben, Bloggen sei so wichtig für deine Sichtbarkeit
  • Tapfer immer neue Postings auf Instagram zu setzen, obwohl es dir dort nicht gefällt oder „irgendwelche“ Beiträge für LinkedIn zu schreiben.
  • Die Sache mit den Finanzen, den Rücklagen und der Zukunftsplanung inklusive Altersvorsorge immer nur so halb und halbherzig zu machen.

Was kannst du also tun, wenn Scheitern stattfindet, du aber nicht aufgeben willst? Du stellst dir selbst diese wichtige Frage, die in jedem Lebensbereich und bei jedem Vorhaben funktioniert:

Das hat nicht funktioniert.
Was kann ich als Nächstes versuchen?

Du startest am besten mit einem Zeitplan für die Umsetzung deiner Pläne, Projekte oder Produktidee. In diesem sollte auch ein Termin vorkommen, bis wann du Erfolge sehen willst – weil du dein Vorhaben sonst als gescheitert betrachten solltest. Aber Scheitern ist nicht das Ende:

Anstatt völlig aufzugeben und hinzuwerfen, kannst du dir immer sagen: So, das hat also nicht funktioniert – was kann ich als Nächstes versuchen?

Beispiel: Hilfe, meine Videos sind so schlecht!

Was kannst du machen, wenn deine Reels und Stories nicht funktionieren und du das Feedback bekommst, dass deine Videos einfach nicht gut genug sind für einen soliden wachsenden Erfolg?

3 Best Practices:

(1) Schau dir viele Videos von anderen an und notiere dir, welche erfolgreich sind und wie diese aufgebaut sind. Was machen sie anders als du? Was machen viele erfolgreiche Video Content Creator richtig?

(2) Frag erfolgreiche Reeler:innen und YouTube Kanal-Betreiber:innen um Rat. Jemand mit viel Erfahrung hat oft schon nach einem kurzen Blick den einen oder anderen knackigen hilfreichen Ratschlag für dich.

(3) Such dir eine oder einen Video-Coach und lass es dir beibringen, wie du bessere und richtig gute Videos machst.

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Scheitern sollte heißen: Erst mal herausfinden, was du jetzt als Nächstes versuchst

Dieser Ansatz funktioniert beim Bloggen, wenn du nicht in die Hufe kommen willst: Hol‘ dir von anderen Tipps, welche Apps und Tools sie für Redaktionsplanung, Ideen-Brainstorming und SEO nutzen.

Es klappt, wenn du unbedingt auf Instagram vertreten sein willst, weil du dann gleich Themen für mehrere Wochen vorplanen kannst, wenn du erst einmal eine Strategie und Inspiration gefunden hast.

Auch beim Thema Finanzen gibt es Apps und Unternehmenslösungen, die dir bei einer soliden Planung helfen, für ständigen Überblick sorgen und wie lexoffice die komfortable Arbeit mit dem/der Steuerberater:in ermöglichen.

Mach‘ dich schlau – und dann mach weiter.

„Was kann ich als Nächstes tun?“ wird nicht jedes Problem lösen können, ab und zu wirst du auf ein Einrad treffen. Aber immer wird dieser Ansatz dich in eine vielversprechende Richtung weisen, dir neue Türen und Ideen öffnen und sich garantiert sehr, sehr viel besser anfühlen als Selbstmitleid wegen Scheitern.

Wenn es nicht gerade um zirkuswürdige Freizeitbetätigungen wie das Einradfahren geht, sondern ums Geschäft, dann lässt sich das Scheitern auch jederzeit als wertvolle Erfahrung verpacken. Das wiederum finde ich aber nur gut, wenn du auch wirklich etwas mitgenommen hast, dasdir beim nächsten Anlauf nutzte.

Das passt dann auch zum strategischen Personal Branding, weil es dich als Mensch und Anbieter:in greifbarer macht, wenn man mehr über deinen Weg erfährt 🙂

An welchem Punkt hattest du das Gefühl zu scheitern? Was lief anders als erhofft, wo steckst du fest? Schreib es uns in die Kommentare, denn jetzt ist es an der Zeit, eine neue Perspektive einzunehmen, Ratschläge anzunehmen und etwas anderes zu versuchen.

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#lebensgefühl_selbständig
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