Trotz Stress: Schlafen – aber richtig

Trotz stressigem Arbeitsalltag: Schlafen – aber richtig

Müde zu werden, wenn es viel zu tun gibt und überhaupt Schlaf zu brauchen, wenn man eigentlich so viele andere Dinge erledigen möchte: Abschalten und den Arbeitsberg verlassen, um ins Bett zu gehen, fällt nicht immer leicht. Schlafen, aber richtig – wie geht das?

Lange Tage und kurze Nächte zeichnen das Unternehmerdasein nicht nur in der Gründungsphase aus. Urlaub ist für die meisten Selbstständigen fast ein Fremdwort. Die Arbeit völlig hinter sich zu lassen ist nur selten möglich, in vielen Fällen bedeutet eine Reise einfach, den Arbeitsort zu verlagern und sich die Stunden anders einzuteilen.

Die ständige Erreichbarkeit über das Internet, per Mail und Smartphone ist ebenfalls ein Faktor. Wenn die Arbeit buchstäblich überall ist, wird ausreichend Schlaf zum Erfolgsfaktor für Work-Life-Balance und Arbeitsergebnisse.

Doch wann dieser Schlaf stattfinden sollte und wie viel genug ist, das kann für jeden Unternehmer sehr individuell ausfallen.

Der frühe Vogel kriegt den Wurm – die zweite Maus den Käse

Wer in der Nachtschicht zur Hochform aufläuft, vor 11 Uhr morgens aber keine vollständigen Sätze spricht, sollte gar nicht erst versuchen, sich selbst zum effizienten Morgenmenschen umzuplanen. So holst Du nicht mehr aus dem Tag heraus, sondern weniger.

Ebenso sollten leistungsfähige Frühaufsteher dies dann auch wirklich tun und lieber für einen frühen Feierabend sorgen, als gegen den eigenen Rhythmus zu leben.

Selbstständige Unternehmer haben den großen Vorteil freier Zeiteinteilung und können im Gegensatz zu Angestellten in Ruhe herausfinden, welche Zeiten ihre produktiven sind und den Tag entsprechend planen.

Wichtig ist, dass Du Deine eigene Routine findest und diese dann auch einhältst, statt Deinem Körper jeden Tag wechselnde Ruhezeiten vorzusetzen. Du solltest außerdem darauf verzichten, Dich im Zweifelsfall mit Hilfe anregender Getränke oder anderer Substanzen fit zu machen, um Dich an Zeiten zu gewöhnen, die Dir nicht wirklich liegen.

Viel besser funktioniert es, die perfekte Zeit für die eigene Produktivität herauszufinden, den Schlafbedarf für ein ausgeruhtes Hirn zu ermitteln und dann entsprechend zu planen, und zwar regelmäßig an jedem Arbeitstag ohne Ausnahmen.

Schlafen, aber richtig: Den eigenen Rhythmus finden

Tatsächlich ist es verführerisch, einfach so zu schlafen oder nicht zu schlafen, wie die anstehenden Aufgaben es scheinbar erfordern und sich im Zweifelsfall mit Kaffee oder anderen anregenden Getränken wach zu halten.

Je öfter Du jedoch ein anregendes Mittel einsetzt, um ausreichend hellwach zu sein, desto mehr gewöhnt Dein Körper sich daran und irgendwann geht nichts mehr ohne eine solche Stimulation.

Außerdem lässt Schlaf sich nicht völlig vertagen oder durch eine Cola im richtigen Moment ersetzen. Früher oder später holt er Dich ein und dann bist Du doppelt gerädert, wenn Du ihn vorher zu lange mit Hilfe von an- und aufregenden Getränken vor Dir hergeschoben hast.

Statt gegen Deinen Rhythmus zu leben oder Dich mit Kaffee auf den Schienen zu halten, empfehlen wir zwei-, dreimal wöchentlich einen kurzen Powernap.

Powernapping, das Nickerchen zwischendurch für mehr Schwungkraft im Anschluss

Um die Mittagszeit kämpfen die meisten Menschen am Arbeitsplatz mit einem Leistungstief, mangelnder Konzentrationsfähigkeit und beginnender Müdigkeit.

In solchen stressigen Phasen, die von dem Gefühl begleitet werden, dass man sich im Grunde nicht mal Essenspausen leisten kann, wenn der Arbeitsberg irgendwie abgetragen werden soll, profitierst Du von einem 20 oder 30 Minuten langen Powernap

Es lohnt sich, den eigenen Schlafgewohnheiten auf die Spur zu kommen und sie gegebenenfalls ein bisschen anzupassen, so dass Arbeit und Schlaf sich ergänzen. Das hebt nicht nur die Produktivität, sondern auch die Laune – ein ausgeruhtes Hirn macht einfach viel mehr Spaß.

27.07.2016