Selbstbewusst auftreten: In der schönen nicht mehr ganz neuen Medienwelt wimmelt es nur so von erfolgreich wirkenden Menschen. Du kannst dazugehören!

Fake it ′til you make it – selbstbewusst auftreten im Geschäftsalltag

In der schönen nicht mehr ganz neuen Medienwelt wimmelt es nur so von erfolgreich wirkenden Menschen. Du kannst dazugehören!

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Selbstvertrauen ist die eine gar nicht so geheime Zutat, die in vielen Lebensbereichen zum Erfolg führt – deren Fehlen jedoch eine unsichtbare Wand zwischen Dir und vielen zwischenmenschlichen und beruflichen Möglichkeiten hochziehen kann.

Wer selbstbewusst auftritt, profitiert von allen Vorteilen einer guten Ausstrahlung: Erfolgreich wirkende Menschen sind erfolgreich im Erfolg haben, so blöd das klingt. Einigen scheint alles zuzufliegen und sie werden überall empfohlen. Mal ganz unter uns: Fragst Du Dich nicht auch gelegentlich … wie machen die das? Sind die irgendwie anders?

Nein. Aber sie haben andere Methoden und Routinen für sich entwickelt. Sie haben daran gearbeitet, sich selbst den Erfolg zuzutrauen.

Selbstbewusst auftreten ist ein Lernprozess

In unseren Timelines wimmelt es nur so von erfolgreich wirkenden Menschen, perfekten Fotos und in Szene gesetzten Erfolgserlebnissen von anderen Anbietern. Die meisten von uns kennen also das Gefühl, dass alle anderen besser vernetzt und ausgelastet sind. Wie gut wir damit umgehen, ist leider auch tagesformabhängig.

An manchen Tagen bin ich stolz, mein klingelndes Telefon auf Anhieb zu finden und kann es als durchschlagenden Erfolg verzeichnen, wenn Mann und Kind geduscht und gefüttert halbwegs pünktlich zu den jeweiligen Aufbewahrungsorten unterwegs sind. Natürlich ist das immer auch genau so ein Moment, in dem die Timeline mir einen Artikel über eine gleichaltrige, alleinerziehende und unternehmerisch sehr erfolgreiche Mutter von fünf Kindern serviert. Eine, die gerade sieben nachhaltige Start-ups parallel gründet, drei bis zwölf Bestseller im Monat schreibt, Instagram Superstar ist und nebenbei modelt, um sich eine Pilotinnenausbildung zu finanzieren. (Wahrscheinlich räumen die fünf Kinder sogar ohne Geschrei ihre Zimmer auf.)

Während ich diese unnötige virtuelle Begegnung noch verdaue und mich mit einem Kaffee tröste, kommt meist auch mindestens eine spannende Ausschreibung vorbei. Selbstständige Dienstleister*innen kennen den Moment, in dem man sich hinsetzt und das „Anzeigensprech“ dechiffriert, um erst mal zu schauen: Was möchten die zwischen diesen ganzen teils erfundenen Fachbegriffen eigentlich wirklich – kann ich das liefern? Da ist er dann wieder, dieser Moment: Vermutlich kann ich das, es ist eine ganz neue Aufgabe – aber auf halbwegs vertrautem Gebiet.

Fake it ′til you make it: Andere kochen auch mit Wasser

Als frische Gründerin sah ich an so einer Ausschreibung nur das, was ich nicht konnte und war in der Lage, mich selbst innerhalb von Sekunden davon zu überzeugen, den Anforderungen bestimmt nicht zu genügen. Eine verständliche Reaktion, wenn man gute Arbeit leisten möchte, empfohlen werden will und genau diese Situation noch nicht Hunderte von Malen erlebt hat.

Das Problem ist aber: Wenn Du Dich in so einem Moment nicht durchbeisst und souverän anfragst, bekommst Du gar nicht die Gelegenheit, Erfahrungen mit Ausschreibungen und Jobs zu sammeln. Du findest nicht heraus, was Du alles kannst und was Du alles lernen kannst.

Selbstbewusst Aufträge annehmen

1. Vergleiche halten Dich nur auf, mach Dein Ding. Irgendwer ist immer bekannter, besser, jünger, erfolgreicher, dünner oder lauter als Du.
2. Alle kochen immer nur mit Wasser. Kein Kalenderspruch ist so wahr wie dieser: Du kannst das auch, was andere können. Hau rein.
3. Learning by doing ist normal und keine Hochstapelei. Der Auftrag passt halbwegs gut? Prima, den Rest wirst du schon erlernen.

Es ist normal, sich nach der Decke zu strecken und bei jedem Auftrag dazuzulernen. Buchstäblich alles in jeder Branche ist ein Lernprozess, sobald es sich um einen interessanten Job handelt. Hinfallen, hochkrabbeln, weiterlernen – alles ganz normal.

Statt zu überlegen, was Du alles nicht kannst, konzentrier Dich lieber auf das, was Du bereits im Griff hast und auf das, was Du erreichen möchtest.

Wenn in Deiner Timeline einer der Superstars Deiner Branche oder Deines Berufsfelds vorbeischwebt und Dir ins Auge fällt und Dich gedanklich beschäftigt, gibt es keinen Grund für Neid. Pick Dir einfach genau das heraus, was Du auch gerne haben, machen oder tun würdest, statt ihm oder ihr die ganze Show abzukaufen und nachzueifern. Es wäre ja schade, wenn Du am Ende mehr Zeit für einen wirkungsvollen Auftritt benötigen würdest, als Dir für Aufträge bleibt 😉

An dem einen Aspekt, der Dich wirklich interessiert und reizen würde, kannst Du dann konkret arbeiten. Nicht konkurrierend oder gar abkupfernd – sondern weil es Spaß macht, sich neue Dinge und damit automatisch mehr Selbstbewusstsein anzueignen. Das ist es, was die Menschen meinen, wenn sie sagen „eine inspirierende Persönlichkeit“: Sie nehmen sich das Gute aus einer Begegnung mit.

Selbstbewusst auftreten gehört dazu: Stell Dir vor, wie Du sein willst, und dann sei so. Das klingt viel theoretischer als es ist. So wie Du eine gute Freundin oder einen Freund aufmuntern und aufbauen würdest, so kannst Du auch Dir selbst beibringen, auf Deine Selbstanrede und die Körpersprache zu achten, um Dich aufrechter und besser zu fühlen alleine und bei anderen. Du kannst auch lernen, den Perfektionsanspruch sacken zu lassen, um einfach mal voranzukommen: Es ist keine Hochstapelei, wenn Du im Job dazulernst, sondern das Normalste auf der Welt. Kein theoretisches Wissen kann praktische Erfahrungen ersetzen.

So werden Expert*innen geboren: Sie lernen, machen Erfahrungen und Fehler, lernen weiter, trauen sich was, machen Erfahrungen und Fehler, machen weiter.

  • Foto: © REDPIXEL – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. George A. Rauscher | 06.11.2018 | 13:38

    Guter Artikel, diesen kann ich so unterschreiben :XD

    1. Carola Heine | 07.11.2018 | 09:13

      Vielen Dank, das freut mich 🙂
      Herzliche Grüße
      Carola Heine für lexoffice