SEO-Check für Online-Shops

SEO-Check für Online-Shops

Suchmaschinenoptimierung für Online-Shops ist wesentlich aufwändiger als SEO für eine „normale“ Website oder gar eine Präsenz im Onepager-Format. Das liegt nicht nur daran, dass die technische Grundlage des Shops mitspielen und geeignet sein muss – es gibt zusätzlich ganz viele Details, die einen wesentlichen Unterschied machen können.

Wir haben für Euch einen pragmatischen SEO-Check zusammengestellt, mit dem Gründer die wichtigsten Punkte für ein optimales Ranking schnell und einfach checken können. Denn leider ist es nicht damit getan, möglichst zahlreiche Artikel in den Shop zu stellen und dann darauf zu hoffen, dass Google dann die vielen Seiten wohlwollend indexiert.

Optimierung ist viel komplexer und für jedes interessante Thema ist eine starke Konkurrenz in den Rankings vorhanden. Doch es gibt ein paar wesentliche Faktoren, die immer einen Unterschied machen, vor allem wenn man nicht auf sie achtet – daher haben wir sie für Euch als kompakte Check-Liste zusammengestellt.

Auf diese drei Punkte solltest Du unbedingt achten, damit Dein Online-Shop erfolgreich auffindbar ist über Google und andere Suchmaschinen:

1. SEO-Check für Online-Shops: Content-Dichte und Einzigartigkeit

Ohne Content – Text und sorgfältig benannte und beschriftete Fotos, Grafiken und Videos – keine Auffindbarkeit in Google. Um es unmissverständlich zusammenzufassen:

  • 1. Gefunden werden kann nur, was auch wirklich wörtlich so auf der Website steht.
  • 2. Gesucht wird oft nach anderen Begriffen als man selbst verwendet, vielfältige Beschreibungen helfen.
  • 3. Google achtet auf Qualität der Darstellung, das sollte jeder Shopbetreiber auch.

Qualität der Darstellung bedeutet, dass Texte in Artikelbeschreibungen nicht zu kurz sein dürfen und vor allem keine Wiederholungen enthalten sollten. Der Content im Shop muss unterschiedliche Bezeichnungen und Formulierungen berücksichtigen und sorgfältig aufbereitet sein. Das kann auch bedeuten, dass sämtliche Artikel eines Shops überarbeitete Produktbeschreibungen bekommen müssen, um Text aufzufüllen und Mehrwert zu bieten für Kunden und Suchmaschinen.

Außerdem ist es wesentlich, dass “Canonical Tags” eingesetzt werden: Befehle, die im Quelltext der Website verankern, welche Information von vielen Versionen die eine relevante ist. Oft sind in E-Shops dieselben Inhalte über mehrere URLs abrufbar, die Canonical Tags helfen dabei, dass nur die wichtigste Eingangsseite von Google indexiert wird.

Auch wenn es ein Produkt in verschiedenen Farben und Größen gibt und die Artikelbeschreibungen sich endlos wiederholen, sollte die Shop-Software nicht ein paar Dutzend Seiten mit gleichlautenden Artikelbeschreibungen erzeugen. Mit dem Canonical Tag wird Duplicate Content vermieden.

Qualitativ hochwertige Inhalte sind eigene, selbst erstellte Texte und Bilder für die Produktbeschreibungen. Es ist zwar schnell und einfach, die vorgefertigten Artikeltexte und Textbausteine der Hersteller einfach zu kopieren, doch macht es sämtliche SEO-Maßnahmen zunichte, wenn man mit Beschreibungen online geht, die bereits auf Dutzenden oder Hunderten anderer Seiten stehen.

2. SEO-Check für Strukturen und Seitenarchitektur

Sowohl Suchmaschinen als auch potenzielle Käufer müssen sich ohne Umwege in Deinem Shop zurechtfinden können, dafür ist eine clever aufgebaute Seitenarchitektur Voraussetzung:

  • 1. Klare, übersichtliche und einleuchtend beschriftete Navigation
  • 2. Flache Hierarchien in den Ordnerstrukturen, jede Unterseite muss mit wenigen Klicks erreichbar sein
  • 3. Gut durchdachte interne und externe Verlinkungen und ein Nofollow-Konzept

Ein Link-Konzept berücksichtigt nicht nur, dass im Shop verlinkte Seiten keine Einbahnstraßen sind, sondern immer klug beschriftete Links auch zurück und auf andere Informationen führen, wenn ein potenzieller Käufer (oder Google) auf einer Unterseite angekommen ist. Es legt auch fest, welche Seiten nicht im Google-Index auftauchen sollen, weil sie nicht relevant sind. Diese werden mit “noindex” in den Meta-Daten so eingestellt, dass sie nicht im Google-Index auftauchen.

Mit Hilfe der robots.txt lassen sich ganze Seitenbereiche für die Erfassung sperren, aber sie werden trotzdem indexiert und um Funktionsseiten wie Druckversionen oder gar den Warenkorb nicht im Google-Index zu haben, verwendet man das Meta-Tag „noindex“ im Quelltext.

Nofollow-Links wiederum werden eingesetzt für Verlinkungen auf externe Seiten, nicht jedoch für Links auf Seiten innerhalb des eigenen Shops, die nicht indexiert werden sollen. Mit nofollow sorgst Du dafür, dass der Google-Bot auf Deiner Site bleibt.

Gut ‚crawlbare‘ Strukturen bedeutet auch, dass Weiterleitungen (301- und 302-Redirects) auf Weiterlungen vermieden werden und bei nicht auffindbaren Seiten 404er Fehlermeldungen vermieden werden, indem eben solche Weiterleitungen auf relevante Inhalte eingerichtet werden.

Wichtig ist dann noch eine stets aktuelle Sitemap, die nach dem Aktualisieren jeweils bei den Google Webmastertools eingereicht wird, damit die neueste Version indexiert wird.

3. SEO-Check für Ladezeiten und Server-Performance

Wie schnell eine Shopseite im Browser lädt, ist ebenso wie die Darstellung im „Mobile Web“ ein wichtiger Faktor fürs Ranking. Weil es nämlich für die Besucher Deines Shops von Interesse ist, dass sie keinen Frust erleiden und lange warten müssen – sonst klicken sie nämlich sofort wieder weg, was sich wiederum auch aufs Ranking auswirkt.

  • 1. Bilder und Produktdarstellungen von Text bis Video müssen schnell und problemlos geladen werden.
  • 2. Sämtliche Darstellungen sollten auf Mobilgeräten mit unterschiedlichen Browsern reibungslos funktionieren.
  • 3. Caching für kürzere Ladezeiten funktioniert am besten, wenn der Server ebenfalls gute Qualität liefert.

Wenn Caching bei der Shopsoftware eingestellt wird, liegt auf dem Server eine zwischengespeicherte Version der Einzelseite, so dass diese aufgerufen wird, wenn ein Besucher kommt – statt dass jede Seite jeweils ganz neu aus der Datenbank generiert wird und entsprechende Last auf dem Server erzeugt.

Caching sollte also eingeschaltet sein, aber der Server selbst muss auch die entsprechende Leistung liefern können. Zur Messung der Geschwindigkeit einer Seite können unterschiedliche Tools genutzt werden.

Wenn ein Online-Shop nicht für mobile Geräte optimiert ist, wirkt sich das auch auf das Ranking in der Desktop-Suche aus. Auch hier lassen sich die Optimierungs-Tools für Ladezeiten einsetzen, wichtig ist aber auch die unkomplizierte Darstellung der Shop-Navigation auf Smartphones und Tablets.

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Vor den unzähligen Details, die sich bei der Optimierung von Shops beachten lassen, stehst Du als frischer Shop-Betreiber nicht alleine – Du kannst Profis mit der Optimierung von Texten und Strukturen beauftragen, aber auch mit so genannten SEO-Toolboxes arbeiten, um Dir Berichte über die Fehler und Chancen Deines Shops ausgeben zu lassen.

Beliebte Toolboxen sind Sixstrix, Onpage.org und XOVI.

08.04.2016