SEO for Voice und Ausgezeichnet bewertet - wie Kundenstimmen angezeigt werden dürfen

SEO for Voice: Wie du für Sprachsuche optimierst

Wir zeigen dir, worauf du achten musst, damit deine Website oder Landingpage auch mit der Suche über Spracheingaben gut gefunden werden

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Viele Gerüchte ranken sich um die Bedingungen, die eine Website erfüllen muss, damit sie per Spracheingabe mit Assistenzfunktionen gefunden wird – von der falschen Annahme, dass für Voice-Suche neue bzw. zusätzliche Seiten geschaffen werden müssen bis zu der ebenso irrigen Vermutung, dass im Grunde gar nichts geändert werden muss, weil Suchmaschinen die vorhandenen Daten schon irgendwie auswerten werden.

Du hast es selbst schon bemerkt: Immer häufiger „sprechen“ wir mit Maschinen, die uns online bei der Suche nach Informationen unterstützen. Häufig sind diese in der Lage, bestehende Informationen vernünftig auszuwerten und anzuzeigen und deswegen liegt die Vermutung nahe, dass man sich um Seo for Voice nicht explizit kümmern muss, weil die Datenkraken des Webs die Erfassung von Informationen schon hinbekommen werden.

Tatsächlich aber zeigen Suchmaschinen die Daten an, die sie mühelos als die relevanten erkennen. Bei der Sprachsuche sind es drei unterschiedliche Sorten ‚Content‘, die als besonders nützlich für dich als Suchenden wahrgenommen und oben in den Ergebnissen angezeigt werden:

  • Informationen mit Mehrwert wie Anleitungen und Sachinformationen
  • Informationen mit Verkaufsabsicht wie Produktinformationen, Warentests, Präsentationsvideos, Produktvergleichen und Rezensionen
  • Informationen mit der Funktion von Wegweisern wie Filialfinder oder Kundenservice-Kontaktinfos wie Hotline-Nummern

Bis zu 30mal mehr als bei der Desktop Suche geht es bei mobiler Voice-Search laut Google um „Action Queries“ wie die Frage nach Öffnungszeiten oder konkrete How-to-Anfragen.

Wenn du für dein Business diese Art von Informationen erfolgreich anbieten musst, ist Optimierung für Sprachsuche also schon deswegen wichtig für dich, weil vermutlich alle deine wichtigen Konkurrenten sich früher oder später darum kümmern werden und dich weit überrunden könnten, wenn du es nicht tust:

‚Herkömmliche‘ Suchmaschinenoptimierung geht davon aus, dass ein guter Platz in einer Liste von bis zu 10 Ergebnissen plus Anzeigen erzielt werden sollte. Mobile SEO basiert darauf, dass eine Seite auch über Anwendungen auf Mobilgeräten gut gefunden werden sollte … aber „Voice“ heißt: Plötzlich gibt es nur noch ein einziges Ergebnis, das zählt – nämlich das, was im Idealfall von der Voice Assistant Funktion vorgelesen wird.

Nicht immer wird ein Ergebnis „abgelesen“, für viele Suchanfragen werden einfach die gewohnten Suchergebnislisten ausgegeben. Aber es ist selbsterklärend, was für einen Vorteil es für dich bedeutet, wenn deine Seite so mit den Maschinen spricht, dass dein Text „vorgetragen“ wird.

Optimierung SEO for Voice: Darauf solltest du achten

Wichtiger als je zuvor sind für Deine Webangebote niedrige Ladezeiten. Mit der Unterstützung von Google Pagespeed Insights kannst du konkret an der Verbesserung deiner Seiten arbeiten.

Sind deine Keywords ausreichend auf Voice vorbereitet?

Ebenso relevant ist die Optimierung deiner Texte: Für SEO for Voice bedarf die Keyword-Strategie einer Anpassung – denn Menschen suchen ganz anders, wenn sie sprechen als wenn sie schreiben … und wenn du einmal darauf achtest, wie die Ergebnisse aussehen, fallen dir schnell mehrere Dinge auf:

Die Antworten sind gar nicht so lang, oft sind es nur 30-40 Wörter. Gefunden werden klare und gut verständliche Ansagen in eher einfacher Sprache, selten bis nie wird verschwurbeltes Expertensprech als Ergebnis ausgegeben. Außerdem reicht es nicht mehr, Keywords zu listen: Du musst stattdessen überlegen, welche Fragestellungen die User*innen auf deinen Content führen.

Ein Beispiel: Wo jemand in die Desktop-Suche einfach nur eintippt „Buchhaltungslösung“, wird er oder sie die Sprachassistenzfunktion vermutlich eher fragen „Was ist die beste Buchhaltungslösung für Selbständige?“ Basierend auf solchen Überlegungen solltest du deiner Keyword-Strategie und der Verwendung von Longtail-Keywords und Catchphrases auf deiner Site eine Überarbeitung verpassen.

Ein nützliches Tool hierfür findest du direkt in Google: Hast du schon einmal darauf geachtet, dass unter deinen Suchergebnissen eingeblendet wird „ähnliche Suchanfragen“? Forsche mit der mobilen Suche auf dem Smartphone per Voice nach deinen Keywords, und Google zeigt dir zeitsparend an, welche weiteren Kombinationen sinnvoll sind.

Keywords in die Content Strategie einfließen lassen

Jetzt musst du noch darauf achten, an welcher Stelle deine Inhalte die Zielgruppe „abholen“ und ob die angebotene Information so aufbereitet wurde, dass sie dazu passt und deswegen gut gefunden werden wird. Das klingt sehr abstrakt, ist es aber nicht.

Um zurück zu unserem Beispiel mit den Fragen nach einer Buchhaltungslösung zu gehen: User*innen sprechen mit dem Voice Assistant vielleicht über die Frage:

„Was ist die beste Buchhaltungslösung?“ Dann würden Infos über gewonnene Awards (mit Zitaten „Wir wurden als beste Buchhaltunglösung ausgezeichnet“) und gute Erfahrungsberichte und Rezensionen passen, denen Lesende und Suchmaschinen entnehmen können, dass die aussagekräftige Info hier zur Verfügung gestellt wird.

Eventuell fragen User*innen mit der Sprachsuche aber auch „kann ich mit Buchhaltungssoftware auch Rechnungen schreiben“, „mit welcher Lösung kann ich Belege mit dem Handy erfassen“ oder „was kostet eine digitale Buchhaltungslösung“, „was tun wenn Beleg-Upload mit Buchhaltungslösung XYZ klemmt“ und so weiter.

Wenn deine Seite die passenden Antworten auf solche ganz konkrete Fragen anbietet, wird sie zu diesen dann auch eher gefunden als eine Webpage, die nur grob über das Thema informiert, ohne auf Details einzugehen. Natürlich hilft es dir nicht, die häufigsten Fragen an sich zu kennen, die Antwort muss ebenso wie die Frage zu deinem Angbot passen: Nicht um jeden Preis möglichst viele Suchende sollen zu dir gelangen, sondern die richtigen.

Künstliche Intelligenz wertet zwar aus, wie hochwertig Informationen sind und ob sie zu einer Frage passen, trotzdem gilt auch hier die First Rule of SEO: Gefunden werden kannst du nur mit Themen, über die du auch schreibst, deren Keywords du wörtlich verwendest.

SEO for Voice: 5 wesentliche Maßnahmen

1. Dafür sorgen, dass alle deine Websites niedrige Ladezeiten haben.
2. Keyword-Strategie erweitern und überarbeiten.
3. Die richtigen Fragen identifizieren und beantworten.
4. Basics überarbeiten: Sitemap, sichere Übertragung, brauchbare Navigation.
5. Last, but not least: Die Site muss mobiltauglich sein.

Die Basics müssen stimmen

Wenn deine Seite keine Sitemap hat, ist jetzt der Moment gekommen, sie zu integrieren. Das gilt ebenfalls für sichere Übertragung bzw. die Implementierung von Standards und SSL-Zertifikaten, die deine Glaubwürdigkeit auch gegenüber Suchmaschinen verbessern.

Nicht zuletzt aber sollte deine Landingpage oder Blogsite, Business Webseite oder dein Shop unbedingt „mobile friendly“ sein: Denn nur wenn die Seiten auf Smartphones vernünftig angezeigt werden, hast du mit SEO for Voice auch eine Chance.

  • Foto: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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