SEO für Gründer: Was ist WDF*IDF

SEO für Gründer: Was ist WDF*IDF?

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Viele Jahre lang ging es beim Thema Webtext-Optimierung um das Prinzip der passenden Keyword-Dichte:

Wer den „korrekten“ prozentualen Anteil heiß umkämpfter Suchbegriffe in einen Text einbauen konnte, rechnete sich besonders gute Chancen aus.

So weit, so einfach nachvollziehbar.

Doch auch Suchmaschinenoptimierung durchläuft wie der Google-Algorithmus eine ständige Weiterentwicklung und statt 4-5% Keyword-Dichte heißt die populärste Zauberformel für optimal aufbereiteten Webtext jetzt „WDF*IDF“.

Nicht mehr nur den eigenen Text analysieren – sondern auch die besten Ergebnisse der Wettbewerber in den Rankings.

WDF: „whithin document frequency“

Mit einer WDF*IDF Analyse ermittelt man, wie häufig ein Keyword oder eine Keyword-Kombination in einem Dokument vorkommt – man versucht nachzusehen, wie wichtig ein Begriff ist, wenn man alle erreichbaren Webseiten mit in die Kalkulation einbezieht.

Aber nicht wie bei der Keyword-Dichte einfach als prozentualer Anteil, sondern in Relation zur Verwendung anderer Begriffe in einem Artikel, einem Dokument oder einer Internetseite: WDF, within document frequency.

Eine auf diese ermittelten Daten angewandte Formel verhindert, dass häufige Verwendung eines Begriffs automatisch ein besseres Ergebnis erzielt. Der zweite bei dieser Analyse einbezogene Wert ist IDF, die inverse document frequency.

IDF: „inverse document frequency“

Wie relevant ein Text im Hinblick auf ein bestimmtes Keyword ist, wird mit dem IDF-Wert ermittelt.

Hier geht es darum, wie häufig bestimmte Keywords in Dokumenten/Artikeln zu finden sind.

Die Anzahl der bekannten Dokumente wird ins Verhältnis dazu gesetzt, wie häufig die Keywords in einem Artikel auftreten. Mit den bekannten Dokumenten sind nicht nur die eigenen gemeint, sondern alle online zugänglichen, die analysiert werden können.

Beide Formeln in Kombination ergeben dann die WDF*IDF-Analyse, deren Ziel es ist, die Webtexte und Artikel auf einer Website möglichst einzigartig zu gestalten, damit Google und andere Suchmaschinen dieses Dokument aufgrund der Einzigartigkeit möglichst weit oben in die Rankings einordnen.

WDF*IDF-optimierte Texte – sinnvoll oder nicht?

Beim Thema WDF*IDF scheiden sich die Geister unter Anwendern und Optimierern:

Die einen sind froh, mit einer nachvollziehbaren Formel Texte suchmaschinenoptimieren zu können, seitdem klar geworden ist, dass einfache Keyword-Density nicht mehr genügt.

Denn Google hat mehr und mehr Möglichkeiten, nicht nur die Anzahl der Keywords zu ermitteln, sondern auch deren Relevanz.

Andere Optimierer setzen auf rundum hochwertige und brauchbare Texte für Menschen und argumentieren, dass man WDF*IDF nicht braucht, wenn man guten Webtext für die richtige Zielgruppe schreibt.

Es ist nämlich umstritten, ob man mit dem Einhalten dieser Formeln das eigene Ranking wirklich verbessert: Wir wissen gar nicht, ob erfolgreiche Wettbewerber besseres Ranking haben, weil die Begriffskombinationen in sich stimmig sind und der Formel entsprechen.

Nicht umstritten ist, dass andere Onpage-Faktoren wie Ladezeiten, saubere Strukturen wichtige Voraussetzungen für gutes Ranking sind, ebenso wie natürlich einzigartiger Content – aber braucht man dazu Formeln?

Web-basierte Tools erleichtern die WDF*IDF Analyse

Wer sich mit WDF*IDF Analysen beschäftigen möchte, kann eine Vielzahl von kostenlosen Tools wie das WDFIDF-Tool nutzen.

Schaden wird es kaum, auf intelligente Term-Wichtung innerhalb der eigenen Webdokumente zu achten.

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Mehr über WDF*IDF-Analysen:

Abwägungen und Formeln:
http://de.onpage.org/wiki/WDF*IDF

Content Relevance Rank
http://www.content.de/wdf-idf-optimierte-texte

SEO WDF*IDF Texte im Auftrag schreiben
http://blog.content.de/2013/03/27/wdf-idf-seo-texte-schreiben/

WDF*IDF in der Praxis
http://www.taiber-unternehmensberatung.de/wdf-idf-analyse-tool-fuer-texte-und-wordpress/

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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