SEO mit kleinem Budget - so geht's wirklich

SEO mit kleinem Budget – so geht’s wirklich

Ein Ziel, das Unternehmen aller Größenordnungen vereint: In Google gut gefunden werden. Handfeste Praxistipps im lexoffice Blog.

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Wie Du den Content Boost für einzelne Artikel einschaltest, haben wir bereits gezeigt. Welche Basics die gesamten Rankings Deiner WordPress-Installation voranbringen, erklären wir Dir jetzt – denn mit WordPress arbeiten die meisten Gründer und Start-ups.

SEO mit kleinem Budget ist eine Aufgabe, vor der alle Selbstständigen stehen. Denn die Lösung für gute Auffindbarkeit kann nicht immer eine SEO-Agentur sein: Weil Existenzgründer*innen und Start-ups selten über das Budget verfügen, eine professionelle Agentur zu beauftragen, haben wir uns erneut das wichtige Thema Optimierung vorgeknüpft, diesmal mit noch mehr Praxisnähe.

Wenn Du diesen Artikel liest, um zu schauen, ob Du neue SEO-Tipps findest, bist Du mit hoher Wahrscheinlichkeit Besitzer*in eines mit WordPress betriebenen Blogs. Die populäre CMS-Software in Kombination mit dem YOAST-Optimierungsplugin für Suchmaschinenoptimierung ist weit verbreitet und die meisten Inhalte online werden mit Hilfe der kleinen „Ampel“ von Yoast erstellt, deren Anforderungen brav so lange durchgearbeitet werden, bis das Häkchen von rot über orange auf grün gewechselt ist.

Was die SEO Ampel Dir nicht sagt

Während die Ampel-Funktion ein nettes Feature ist, um zu überprüfen, ob Du an den markanten Punkten im Seitenskelett das gewünschte Keyword sinnvoll verankert hat, sagt sie Dir aber auch ein paar Sachen nicht:

Nämlich, ob Du überhaupt ein sinnvolles Keyword oder „Long Tail Keyword“ gewählt hast – eines, das zum Thema passt und auch tatsächlich über ein monatliches Suchvolumen ausreichender Größe verfügt. Oder ob der Text inhaltlich gut ist und Deinen Lesern Mehrwert bringt. Wenn der Text nicht gut ist, wird er weder ganz gelesen noch anderswo empfohlen und es wirkt sich sogar aufs Ranking aus, ob ein gefundener Text tatsächlich bis zum Ende angeschaut wird oder nicht.

Außerdem nimmt die Ampel-Funktion Dir das Mitdenken kein bisschen mehr ab als technisch unbedingt nötig. Immerhin weist das Feature darauf hin, dass Du pro Domain jedes Keyword oder jede Keyword-Kombi nur einmal sinnvoll optimiert aufbauen kannst als Haupt-Keyword einer Einzelseite. Wenn Du mehrere Posts oder Seiten brauchst, die das gleiche Keyword pushen, kannibalisierst Du Deine eigenen Ergebnisse und Suchmaschinen picken sich selbst was raus, das bevorzugt angezeigt wird.

Anders ausgedrückt: Es kann zu einem guten Keyword nur eine einzige gute Seite auf Deiner Domain geben, und das schließt Blogposts mit ein.

Aber es gibt noch mehr Details, die Deinem Ranking auf die Sprünge helfen, wenn Du sie regelmäßig beachtest.

Was die Ampelfunktion Dir nicht verrät

1. Ob Dein Keyword überhaupt strategisch Sinn ergibt.
2. Ob sich Dein Text gut liest und Mehrwert liefert.
3. Ob Du überall da mitdenkst, wo es Dir mehr bringt.

Noch ein Wort der Warnung: Einige der folgenden Optimierungshinweise könnten zu spontanem Aufräumdrang im Blog oder auf der Website führen. Du solltest aber nicht einfach spontan ändern, was bereits länger online steht, auch das ist ein SEO-Grundsatz.

Texte müssen deutlich besser werden und nicht nur irgendwie anders, Einzelseitenadressen oder auch URLs müssen technisch umgeleitet werden bei allen sie betreffenden Änderungen und grundsätzlich gilt: Es wirkt sich positiv aus, wenn ein Inhalt lange in derselben Form und Struktur online steht, das wirkt sozusagen „glaubwürdiger“ als schnell zusammengehackte spammige Landingpages.

SEO mit kleinem Budget heißt: Gut sein in allen Basics

Wenn Du SEO mit kleinem Budget betreibst, müssen alle Grundlagen passen. Das beginnt mit einzigartigen Inhalten. Selbst wenn Du über Themen schreibst, über die alle immer schreiben, solltest Du einen Text entwickeln, der neue Aspekte nach vorne holt und eigenen Nutzen mitbringt. „Unique Content“ ist sehr wichtig, sowohl für Deine erhoffte Fanbase wie für die Suchmaschinen des Internets.

Mit der Google Search Console kannst Du Dir bei den Rankings ansehen, wo einzelne Unterseiten zu finden sind und wie oft sie angeklickt werden und dann am Boost arbeiten. Vor allem Unterseiten, die fast schon ein gutes Ranking haben, sollten unbedingt optimiert werden!

Außerdem solltest Du bedenken und berücksichtigen, dass SEO längst nicht mehr nur Google Desktop betrifft. Innerhalb sozialer Netze, mobil, vorinstalliert oder in Apps – Suchvorgänge finden überall statt und je nach Thema musst Du ermitteln, welche Suchmaschinen Deine Zielgruppe wo tatsächlich nutzt. Auch ohne solche Forschung können wir Dir aber sagen, dass die Suche auf dem Smartphone und per Voice ständig wichtiger wird, ebenso wie Instagram und Youtube zu eigenen Suchmaschinen für Themen und Tags werden und Du den Anschluss nicht verlieren solltest.

Darauf solltest Du achten beim SEO mit kleinem Budget

  • jedes Keyword kann nur einmal prominent optimiert werden
  • kurze und sinnvolle URLs mit wenigen Ebenen sind ergiebiger
  • Einzelseiten-Adressänderungen nur mit Umleitung
  • Einzigen Unique Content mit Canonical Tag bieten
  • Ladezeiten und „responsive“ Design fürs mobile Web sind wichtig!

SEO mit kleinem Budget: Regelmäßig auf Fitness prüfen

Wie fit ist Deine Website? Laufen Fehler ins Leere, sind die Ladezeiten noch gut, finden Besucher auf Anhieb, was sie suchen? SEO mit kleinem Budget ist ebenso wie Suchmaschinenoptimierung im Auftrag ein durchlaufender Prozess. Jedes neue Plugin, jede Änderung an Deiner Website kann Dich voran bringen – oder fehleranfällig sein und sogar schaden.

Der Ladezeitencheck mit Schwerpunkt auf einer sinnvollen mobilen Darstellung für die User ist Pflicht. Am besten monatlich, mindestens vierteljährlich solltest Du analyisieren und überwachen, ob alles noch so ist wie gewünscht.

Metadaten sind nicht gleich Metadaten: Social funktioniert anders

Es hat sich gründlich herumgesprochen, dass der Title einer Seite und die Meta-Description, die in den Suchmaschinenergebnissen eingeblendet werden, wichtig sind und das Keyword enthalten sollten. Ebenso wichtig ist es aber auch, die Open Graph Beschreibung für Facebook und Co einzutragen, die aber nicht auf Keyword optimiert sein muss – sondern auf Conversion, sie soll dringend zum Anklicken des gesamten Inhalts verführen. Statt einfach in beide Felder den gleichen Text einzutragen, kannst Du hier mit der Zielgruppenansprache experimentieren.

Landingpages statt Blogposts

Auf einer optimalen Website ist jede einzelne Unterseite eine Landingpage. In der Praxis sieht es schon aus Zeitnot oft anders aus. Sollte Dein SEO mit kleinem Budget aber gezielt vorangebracht werden, um für ein Produkt oder Event zu werben, empfiehlt sich eine durchoptimierte Landingpage, die auch alleinstehend funktioniert (und für die man dann auch besser Werbung schalten kann als für einzelne Posts).

Das bestmögliche Ergebnis für Deine Besucher*innen zu bieten in Bezug auf Inhalte, Bedienbarkeit, mobile und Ladezeiten bedeutet auch, die besten Voraussetzungen für Google und die anderen Suchmaschinen mitzubringen.

Deswegen solltest Du regelmäßig auch schauen, was der Wettbewerb macht und auf welche Inhalte und Darreichungsformen positiv reagiert wird. Vielleicht ist es Zeit für Podcasts, Videos oder weitere Social Media Plattformen. SEO heißt: Das anbieten, was gefragt wird – und zwar so, wie User*innen es mögen und nicht so, wie Du es Dir im Alleingang überlegst.

Wenn Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst ….

… beginnst Du am besten damit, Deine Ergebnisse strategisch auszuwerten. Sobald Du einen Ladezeiten-Check, eine Website-Analyse oder eine Heatmap für Deine Site betrachtest, ergibt sich eine To-Do-Liste der ersten Schritte ganz von selbst. Am besten setzt Du also alle drei für die nächste Zeit in den Terminkalender.

  • Foto: © tortoon – stock.adobe.com
Über den Autor
Carola Heine
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