Ranking-Faktor Ladezeit

SEO-Tipps für Gründer: Rankingfaktor Ladezeit

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Zu den vielen Faktoren, die eine gute Auffindbarkeit in Suchmaschinen begünstigen, gehört auch die Ladezeit deiner Website.

Nicht nur, weil deine Besucher schnell weitersurfen werden, wenn es zu lange dauert, bis sich die Internetseite im Browser aufbaut – auch die offizielle Aussage von Google.com lautet, dass sich eine gute Ladezeit positiv auf das Ranking auswirkt.

Ein Video von Google-Mitarbeiter Matt Cutts dazu, wie Google Ladezeiten analysiert und bewertet:

Verschiedene Einflüsse auf die Ladezeit einer Website

Viele Faktoren können sich auf die Ladezeit deiner Internetseite auswirken, keinen einzigen solltest du vernachlässigen und beim Erstellen neuer Inhalte jeweils darauf achten, ob der neue Beitrag sich gut und schnell im Browser aufrufen lässt.

Dabei solltest du immer auch bedenken, dass nicht jeder User aus deiner Zielgruppe mit einem modernen Rechner oder einer sehr schnellen Internetverbindung online geht.

Skripte und Plugins sollten immer nur dann geladen werden, wenn sie auch benötigt werden. WordPress-Anwender können ein Plugin wie WP Minify nutzen, um CSS- und JS-Dateien zu komprimieren. Plugins solltest du immer nur dann einsetzen, wenn es wirklich nötig ist – zugunsten von Ladezeiten solltest du auf Spielereien verzichten, die für das Lesen deiner Inhalte nicht wirklich gebraucht werden.

Datenbanken wollen gehegt und gepflegt werden. Neben regelmäßigen Backups solltest du ab und zu aufräumen und komprimieren, in WordPress zum Beispiel mit WP-Optimize. Ganz wichtig ist auch das Caching – mit aktiviertem Cache wird die Datenbank entlastet und die Seite im Browser des Users schneller geladen.

Auch die Bildergröße kann ein Faktor sein: Es genügt nicht, Größenangaben in den Quellcode zu setzen, um die Ansicht eines hoch auflösenden Fotos zu „verkleinern“. Das Bild bleibt ja weiterhin so mächtig und benötigt viel Zeit, um vollständig geladen zu werden. Mit Tools wie GIMP lässt sich jedes Bild so zuschneiden, dass es die passende Größe zum Blog-Layout hat, aber eben auch nicht mehr.

Bei der Anmietung von Webspace solltest du dann wieder lieber klotzen als kleckern, denn die preiswertesten Hosting-Accounts für Webseiten und Blogs haben oft Leistungsschwächen, weil jedes Projekt sich den Platz mit hunderten von anderen teilt. Spätestens wenn dir ein Tool wie LiveWatch mitteilt, dass deine Site häufige „Downtimes“ (Ausfälle) hat, wird es Zeit für den Wechsel in ein hochwertigeres Paket oder auf einen eigenen Server.

Ladezeiten checken mit kostenlosen Webtools

Mit Google Analytics kannst du das Verhalten deiner Website im Bereich Geschwindigkeit prüfen. Weil die Auswertung nach Browser-Typen aufgeteilt ist, lassen sich hier auch technische Probleme mit einzelnen Web-Browsern erkennen.

Außerdem zeigt Google Analytics dir an, welche Seiten langsam sind, so dass du konkret an der Optimierung arbeiten kannst: Bilder und Inhalte minimieren, CSS und JS auslagern, Caching einschalten – das Google-Tool gibt dir sogar gleich die passenden Tipps und macht Vorschläge, wie sich der Page Speed steigern lässt.

Einen schnellen Blick auf die Geschwindigkeit deiner Website kannst du auch ohne Google Analytics mit Hilfe der „Page Speed Insights“ werfen.

Unter Page-Speed.net findest du Tutorials für die Optimierung von unter anderem WordPress und die Redaktionssysteme Redaxo und Contao.

Auch Tools wie der Web Page Analyzer prüfen erst deine Seite und geben dann eine Liste an Empfehlungen aus, die sich systematisch durcharbeiten lässt, um die Ladezeiten zu verbessern.

Die Hinweise auf die richtigen Vorgehensweisen, Dateigrößen und Formate helfen dir dabei, bei der Erstellung der nächsten Inhalte von Anfang an auf solche Details zu achten.

Der Aufwand lohnt

Die Mühe lohnt sich, denn eine Website, die schnell und zufriedenstellend lädt, informiert deine Besucher ohne Frust und Wartezeiten und ist damit auch immer ein Image-Faktor.

Neben der Nutzerfreundlichkeit wird das Ranking in der organischen Suche beeinflusst: Lauter gute Gründe also, die Ladezeit deiner Website regelmäßig zu checken.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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