Social-Media-Redaktionspläne

Social-Media-Redaktionspläne

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Gerade für kleine Unternehmen und Einzelkämpfer bietet Online-Marketing für die eigenen Dienstleistungen eine Möglichkeit mit guten Chancen auf erhöhte Wahrnehmung, Aufbau einer Marke und Suchmaschinenoptimierung.

Doch oft hört man von Selbstständigen oder kleineren Firmen vor allem eins: „Dafür haben wir keine Zeit!“

Ein Blog befüllen, die Artikel bei Facebook, Twitter und auf Google+ verteilen und dann noch auf Kommentare und Kundenfeedback eingehen ist zwar technisch nicht schwierig, doch wenn man darauf wartet, dass sich die Zeit dafür irgendwann eher zufällig findet, geht das Vorhaben meistens tatsächlich unter. Abhilfe schafft ein Redaktionsplan.

Social Media Aktivitäten besser und strategisch planen

Dabei ist es so wichtig, online präsent zu sein, dass kein Unternehmer und keine Firma darauf verzichten können.

Buchstäblich jede Zielgruppe ist heute online vertreten und kann mit Social Media Aktivitäten genau dort „abgeholt“ werden, wo diese User sich bereits freiwillig aufhalten – ein großer Vorteil gegenüber vielen herkömmlichen Werbemaßnahmen.

Ansprechende Inhalte – und zwar regelmäßig – bringen Mehrwert für Kunden und Interessenten und sorgen dafür, mit den richtigen Angeboten wahrgenommen zu werden.

Damit nicht jeden Tag aufs Neue Stress dadurch entsteht, zielgerichteten Content zu erschaffen, hilft ein Redaktionsplan bei der Strukturierung der Aktivitäten.

Vorteile von Redaktionsplänen:

  • Überblick über geplante und vergangene Aktivitäten
  • zeitsparende Strukturierung und Organisation
  • klare Regelung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten
  • Abgleich mit Zielen, Keywords, Marketingmaßnahmen
  • bereits eine Tabelle genügt

Der größte Vorteil aber ist, dass die Planung kompakt und gesammelt stattfindet, man sich also nicht dauernd mit den anstehenden Aufgaben beschäftigen und immer wieder neu planen muss, was für den nächsten Tag oder die nächste Woche anliegt.

Social Media Redaktionspläne sind zwar immer in Bewegung: Jeden Tag kann eine News auftauchen oder sich die Notwendigkeit ergeben, ein weiteres Thema aufzugreifen. Doch ein solides Grundgerüst bietet auch dafür Raum.

Als lebendiges Planungsinstrument legt man den Plan am besten online ab und bestimmt, wer in welcher Form darauf zugreifen und Vorschläge oder Änderungen eintragen darf. Wer sein Format gefunden hat, profitiert von Organisations-Tools wie Trello, doch für den Einstieg genügt ein Tabellendatenblatt.

Redaktionspläne für Einsteiger und Startups: So geht’s

Wer sich noch nie mit der Planung von Inhalten beschäftigt hat, legt sich am besten zwölf Monatsblätter für das nächste Jahr an: Ein Google Drive Dokument mit einem Tabellenblatt pro Monat bietet sich an.

Wenn ein Monat um ist, wird ein weiterer angehängt. So hat man immer einen Jahresplan vor der Nase, in dem Themen vor und zurück verschoben werden können.

Erst werden alle Termine eingetragen, die im Laufe des Jahres irgendwie relevant sind: Feiertage wie Weihnachten (die Planung für größere weihnachtliche Aktivitäten beginnt in vielen Firmen spätestens im August), Ostern und Neujahr – aber auch Branchen-Events und Notizen darüber, wer wann im Urlaub sein wird.

Einführungen von Produkten, Marketing-Events, Jubiläen, anstehende Gesetzesänderungen rund die eigene Branche, Werbeaktionen … jedes Ereignis gehört in den Plan.

Angaben, die in jeden Redaktionsplan gehören – oder ihn sinnvoll ergänzen

Auf jedes Monatsblatt gehören die Kalendertage und einige weitere Angaben, um aus einfachen Notizen von Themen und Ideen eine strukturierte Planung zu machen:

  • Datum: Wann soll der Artikel online gehen
  • Titel: So wird der Beitrag heißen
  • Thema: Darum wird es in groben Zügen gehen
  • Format: Artikel, Fachbeitrag, Interview, Video oder?
  • Kanäle: Auf welchen Kommunikationskanälen wird der Text erscheinen/beworben werden? (Blog, Facebook, Twitter, Google+, XING, Linkedin)

Wer die Optimierung von Texten aufgrund bestimmter Keywords schon im Vorfeld plant, möchte wahrscheinlich je eine Spalte für

  • Kategorien
  • Tags/Keywords,
  • Meta-Description

und sogar den Seiten-Title ergänzen.

Eine Spalte für Bemerkungen schadet ebenfalls nie, aber es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, einen Social Media Redaktionsplan zu ergänzen. Übersichtlichkeit ist allerdings auch wichtig!

Vorschläge für weitere optionale Felder im Redaktionsplan:

  • Abgabe: Bis wann soll der Artikel erstellt/freigegeben sein
  • Bilder: Angaben zur Bebilderung von Dateiname bis Beschriftung
  • Zielgruppe: An wen richtet sich der Artikel gezielt?
  • Workflow: Wer macht wann was von Erstellen, Editieren, Freigabe bis Publikation wo
  • Status: Wie viel Vorarbeit steht schon, wann erfolgt der nächste Schritt?

Sinnvoll ist immer das, was zu den Arbeitsabläufen der Personen passt, die mit Blog und Social Media Kanälen arbeiten. Steht das Gerüst für den Plan, fehlt noch das Eintragen der Themen, zum Beispiel für die nächsten vier Wochen.

Infografiken, Interviews, Checklisten, Tipps, Glossen, kritische Betrachtungen, ein Video oder ein Fachartikel? Mit einer guten Mischung spannender Themen macht man nichts falsch.

Wenn Themen zu lang sind, um in einem Beitrag abgehandelt zu werden, bietet dies die Gelegenheit, einen Zweiteiler daraus zu machen.

Social Media Beiträge planen – und den Kopf wieder frei haben

Die grundlegende Frage lautet immer: Ist diese Information interessant für meine Zielgruppe?

Ist die Antwort Ja, gehört das Thema in den aktuellen Redaktionsplan, entweder für einen Artikel an einem bestimmten Tag oder in die Ideensammlung.

Wer das ständige schlechte Gewissen, doch endlich mehr veröffentlichen zu müssen, gegen die gezielte Arbeit an einem Redaktionsplan und dessen Umsetzung tauscht, macht den Kopf frei für andere Dinge.

Durch den Überblick und die sorgfältige Planung werden trotzdem mehr, bessere und regelmäßige Artikel erzielt, was sich in der Sichtbarkeit in Suchmaschinen und Wahrnehmung bei Kunden deutlich bemerkbar macht.

Zum Glück gilt für Redaktionspläne, was sonst selten zutrifft: Aller Anfang ist leicht. Eine Tabelle bei Google Drive genügt schon, damit ein Team mit der Zusammenarbeit beginnen kann.

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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  1. […] kannst in Deinen Social-Media-Redaktionsplan auch Wiederholungen eintragen, wenn Dein Blog bekannter geworden […]

  2. […] einem einfachen Social-Media-Redaktionsplan und der Hilfe eines Dashboards kannst Du eine Liste von Themen anlegen, die Du zu bestimmten […]

  3. […] schon wieder“ denkst Du aber wahrscheinlich auch, wenn Du das nächste Mal vor Deinem Social-Media-Redaktionsplan sitzt und überlegst, wie Du Dein Blog clever füllen […]

  4. […] lebendiger und interessanter Redaktionsplan ist übrigens noch keine […]

  5. […] sich auch nach der Eröffnung auf dem Kanal regelmäßig etwas tun, und so bietet es sich an, den Video-Content mit in den Redaktionsplan zu setzen und darauf zu achten, dass Beiträge zu allen wichtigen Themen erstellt […]