Social Media Tipps

Social Media Tipps für Marketing in der Corona-Krise

Sichtbar sein und mit einem Angebot wahrgenommen werden ist aktuell so wichtig wie noch nie. Unsere Social Media Tipps für herausfordernde Zeiten

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Seit Wochen leben wir im Covid-19 Ausnahmezustand und die Nerven liegen blank. Bei den einen, weil die Aufträge weggebrochen sind, bei anderen vor Überarbeitung. Bei vielen auch schlicht und ergreifend, weil sie Angst haben. Jetzt kannst du viel falsch machen, wenn du online sichtbarer wirst – aber mit unseren Social Media Tipps für die Corona-Krise auch ganz vieles richtig.

Ein steht fest: Noch nie zuvor waren so viele potenzielle Kunden und Zielgruppen online in den Social Media Netzwerken unterwegs. Das ist die Chance für dich und dein Business, als Service oder Unterstützung wahrgenommen zu werden.

Jetzt kannst du dich als Dienstleister*in zeigen oder Hilfen anzubieten, so diese gerade dringend benötigt werden. Doch wo besonders viele Möglichkeiten sind, gibt es auch gehäufte Fettnäpchen.

Strategische Planung (und Vorsicht) führen zum Sichtbarkeitserfolg

Achte dabei unbedingt besonders auf deine Wortwahl, aber auch auf die Art der Inhalte, die du in den sozialen Medien verteilst. Wenn du bisher keine politischen Themen öffentlich aufgegriffen hast, ist jetzt beispielsweise der falsche Moment, mit einer starken Meinung einzusteigen.

Einmal, weil wohl niemand potenziellen Dienstleistern folgt, um ihre Ansichten zu Politik zu hören. Aber auch, weil Online-Kommunikation eine ewige Quelle der Missverständnisse ist und alle Corona-Themen sich anfühlen wie der glimmende Deckel auf dem Pulverfass.

Diese Diskussionen haben auf deinem geschäftlichen Auftritt nichts zu suchen. Konzentrier‘ dich stattdessen darauf, als Anbieter*in authentisch zu sein und für deine eigene »Marke« zu stehen. Das heißt nicht, dass du das Corona-Thema ausklammern sollst. Aber das Wie ist jetzt sehr entscheidend.

Überlegte Kommunikation statt eskalierter Diskussion

Für viele von uns ist es eine Qual, mit Existenzängsten daheim zu sitzen. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit solchen Sorgen noch die Glückspilze in der Corona-Krise sind. Andere werden für ihre Lieben um ein verfügbares Krankenhausbett bangen oder in kalter Angst um nahestehende Risikopatienten leben, noch zusätzlich zu den Ängsten um Jobs und Einkünfte.

Das alles sind gute Gründe für Firmen und Selbständige aller Größenordnungen, nun besonders einfühlsam vorzugehen. Da du nun sichtbarer werden solltest, haben wir einige Social Media Tipps für dich. Fangen wir an mit Dingen, die du jetzt vermeiden solltest.

So nicht: Die Don'ts in der Corona-Krise

Vermeiden solltest du unbedingt aggressive, verzweifelte, negative oder spöttische Posts, die sich mit der Krise beschäftigen.

Außerdem ist es keine schlaue Idee, wenn du es online (zum Beispiel auf Instagram) dokumentierst, wie du dich gegen Verhaltensregeln, Hygienevorschriften und Kontaktsperren hinwegsetzt, falls du das tun solltest. Der Grund? Respekt gegenüber denjenigen, denen die Einhaltung dieser Regeln etwas bedeutet, zum Beispiel als Risikopatienten.

Noch etwas, das du lassen solltest: Die „trending Hashtags“ zu den aktuellen Krisenmeldungen zu nutzen, um dein Angebot zu pushen. Auch wenn es inhaltlich um die Krise geht, ist es geschmacklos, mehr als einen relevanten Tag zur Zuordnung zu wählen. Die Unternehmen, die mit 10 oder mehr Covid-Hashtags arbeiten, hinterlassen ein übles Gschmäckle.

Social Media Tipps – 7 Ideen für deine Postings

Damit du dich in diesem Minenfeld aus Meinungen und potenziellen Fettnäpfchen bewegen und trotzdem regelmäßig posten kannst, haben wir 7 Ideen für Social Media Postings. Eigentlich sind es viel mehr als nur sieben, denn du kannst eine Woche später die Reaktionen aufgreifen und mit dem jeweiligen Thema in die nächste Runde starten: »Letzten Montag fragte ich euch … daraufhin habt Ihr mich darauf aufmerksam gemacht, dass …«

Wichtig ist, dass du authentisch bleibst und Dinge postest, die auch ohne Krise zu deinem unternehmerischen Profil passen würden von Anmutung und Aussage her. Wenn du bisher knallharte Marketingtipps gegeben hast, wird es alle nur verstören, solltest du auf einmal eine verschüttete Esoterik-Ader freilegen. Und umgekehrt.

1. Das Offensichtliche: Corona-Fragen

Was hat sich für deine Zielgruppe verändert, was vermissen sie, was kochen sie, wie bringen sie die Zeit um? Es ist fast unmöglich, einer auf den Punkt gestellten Corona-Frage zu widerstehen, wir alle haben in Ausnahmesituationen ein natürliches Mitteilungsbedürfnis.

2. Das Geschäftliche: Zusammenarbeit in der Krise

Wie sieht es aus, wenn jemand jetzt mit dir arbeiten will? Was ist anders, was bleibt? Wie ist der Ablauf, welche Möglichkeiten gibt es, wie sieht eine langfristige Zusammenarbeit aus, wie eine spontane? Von Hygieneschutz bis Datentransfer hast du viele Themen.

3. Das Nützliche

Niemand kennt deine unmittelbare Zielgruppe besser als du, deshalb weißt du auch sofort, was nun in der Krise nützlich ist: Welche Beratungsmöglichkeiten, welche Informationen, welche Werkzeuge und welche Fortbildungen. Du kannst ein wertvoller Infoquell werden (und bleiben).

4. Wohldosierte Nostalgie

Ein Rückblick auf die Zeit vor dem Neuen Normal gibt Einblicke in den Werdegang deines Unternehmens oder deiner Selbständigkeit. Du kannst eine Erinnerung aufgreifen und an deren Beispiel die Entwicklung inklusive Strategie zur Bewältigung der Krise für die Leser greifbar machen.

5. Deine Insights

Für jeden von uns hat sich etwas verändert und jede*r geht ein bisschen anders damit um, auch jede Firma. Du könntest eine Serie von Postings planen, in denen du sorgfältig gewählte Einblicke in positive Bewältigungsstrategien für die Krise gibst.

6. Memes oder humorvolle Posts, auch von anderen

Krisen bringen schwarzen Humor nach vorne, viele großartige Cartoonisten, Comedy-Künstler und Musiker verarbeiten Corona auf ihre Weise. Schau dich unter treffenden, aber nicht zu politischen oder verletzenden Krisen-Scherzen um, die du auf deiner Timeline teilen kannst.

7. Mutmacher-Zitat oder positiver Gedanke

Du hast sie wahrscheinlich schon überall online gesehen: Motivational Quotes, die nach vorne holen, wie gut wir es in dieser Krise haben verglichen mit möglichen anderen Katastrophen. Wie hältst du dich und deinen Mut am Laufen, was motiviert dich jetzt? Teile es mit den anderen.

Social Media Tipps sind je besser, je individueller du sie zusammenstellst

Nicht jeder Social Media Tipp für ein Posting passt auf jede Firma. Die einen können ungehemmt systemrelevanten Helfer*innen danken und dafür Applaus ernten. Bei den anderen passt es nicht und es erntet Gegenwind. Das gilt für alle Themen. Nur du weißt – basierend auf Verstand, Erfahrung und Bauchgefühl – was gut passt und dich auf die richtige Art sichtbar werden lässt.

Viel Erfolg und bleib‘ gesund!

  • Foto: Adobe.com Stock Day Of Victory Stu.
Über den Autor
Carola Heine
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