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Online-Marketing: Trockene Fakten spannend bloggen

Nicht jedes Posting im Blog kann von aufregenden neuen Angeboten handeln: Covid-19 sorgt für zusätzlichen Informationsbedarf bei deiner Zielgruppe. Spannend bloggen - unsere Tipps für spröde Themen.

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Jede aktive Internetseite braucht ein Blog: Es ist einfach so praktisch, schnell und unkompliziert Inhalte online zu stellen und anschließend ebenso komfortabel in den sozialen Medien teilen zu können. Doch die Corona-Krise löst auch Blogposts aus, die dich inhaltlich vor Herausforderungen stellen. Sicherheitsregeln, Einschränkungen, knappe Ressourcen oder gar langfristige Engpässe: Wir geben dir praxistaugliche Tipps, wie du auch über trockene oder negative Themen lesenswert und spannend bloggen kannst.

In jedem Posting steckt Arbeit. Du möchtest, dass sie alle gelesen werden, sonst würdest du sie ja nicht schreiben oder in Auftrag geben. Doch wenn du ehrlich bist, dann weißt du auch: Niemand liest gerne das kompakte „Kleingedruckte“, Verhaltensregeln oder Sicherheitswarnungen oder gar ein mächtiges Handbuch. Spannend bloggen ist die Lösung, damit deine Infos bei deiner Zielgruppe landen.

Spannend bloggen: 5 goldene Tipps für trockene Themen

Die folgenden Ansätze werden dir helfen, spröde Inhalte zu knacken, damit sie die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Wichtig ist: Du holst nicht deine Zielgruppe dort ab, wo sie steht, um sie über dein Thema zu informieren. Das „Mindset“ ist anders herum: Du gehst stattdessen selbst hin: Versetz‘ dich in die Lage der Menschen, denen du deine Information bringen möchtest. Wie weckst du das Interesse?

1. Die Perspektive der Lesenden einnehmen

Statt zu schreiben „Leider müssen wir Sie jetzt bitten, in unseren Räumen den gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten, wenn wir Sie beraten“, solltest du ins Persönliche wechseln.

„Ihre Sorgen und Ängste nehmen wir sehr ernst. Wir haben uns daher überlegt, wie wir Sie schützen können, wenn Sie einen Termin bei uns wahrnehmen möchten.“ Danach könntest du einmal den gesamten Ablauf eines Besuchstermins schildern: „Das kommt auf Sie zu, wenn wir mit Ihnen sprechen …“. So wird aus einer leider notwendigen Ansage über eine Verhaltensregel eine Geschichte, in der die Lesenden einen eigenen Platz einnehmen. Eine Geschichte, in der du auch einiges über dich und dein Unternehmen unterbringen kannst, ohne dass es langweilig wird. (Außerdem wissen Menschen tatsächlich gerne genau, was auf sie zukommt.)

2. Persönliches und Persönlichkeit einfließen lassen

Wir alle machen mit der Krise gerade Erfahrungen. Wie wir damit umgehen, kommt aber darauf an, welche Vorgeschichte wir mit der Bewältigung von privaten und geschäftlichen Problemen haben.

Vielleicht hilft dein ganz persönlicher Ansatz zur Corona-Bewältigung auch deiner Zielgruppe? Was auf jeden Fall ein gutes Gefühl ist: Sich nicht alleine zu fühlen mit einer überwältigenden Situation. Wenn es dir nicht zu privat ist, erzähl‘ den Lesenden in deinem Blog, wie du in der Krise klar kommst und wie deine Strategien aussehen, damit es dein Business nächstes Jahr noch gibt.

3. Visuelle Darstellungen helfen erklären und sind Hingucker

Gibt das Thema eine Infografik her, eine nützliche Checklist, ein aktuelles oder persönliches Foto oder eine grafische Darstellung einzelner Abläufe? Vielleicht sogar ein Erklärvideo?

Vielleicht denkst du im ersten Moment, dass dein Inhalt zu staubtrocken für Bebilderung ist.

Aber gerade dann hilft eine Grafik ganz besonders weiter. Schau der Anforderung ins Gesicht, mit einem Foto von dir selbst nämlich. Sicherheitssperren, Schutzmasken, leere Produktregale und Hinweisschilder für den Publikumsverkehr: Alles herausragende Motive. Besonders, wenn es sich um deine eigenen handelt und nicht um Stockfotos.

4. Expertenstimmen erhöhen deine Glaubwürdigkeit

Jeder Text wird interessanter, wenn etablierte oder sogar prominente Fachmenschen zu Worte kommen. Damit meine ich nicht, dass du jetzt versuchen solltest, für deine Sicherheitsweise ein Interview zu ergattern – obwohl auch das gut funktionieren kann.

Einfacher und schneller findest du vertrauenswürdige Expertenstimmen für dein Blog, wenn du die offiziellen Informationsquellen, Branchenmagazine, Finanzämter oder Bundesbehörden zitierst, von denen du selbst die Infos bezogen hast. Nehmen wir zum Beispiel einen Handwerksbetrieb oder ein Ladengeschäft mit Publikumsverkehr und du möchtest deiner Kundschaft den neuen notwendigen Hygienestandard erklären. Du kannst ein Zitat aus dem Gesetzestext wählen und dann noch ergänzen, was in einem Fachmagazin steht:

„Ilka Geske-Schumann betreut aktuell im Auftrag des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) die Serviceline zur fachlich-technischen Beratung der BIV-Mitgliedsbetriebe im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie. Sie weist darauf hin, dass Oberflächen und Türklinken nur mit tensidhaltigen Mitteln gereinigt werden sollten. Weiterführende Informationen und Quelle: DHZ

5. Daten, Fakten, Meinungen ergänzen

Damit dein Text über eine trockene Information hinauswächst, könntest du ihn auch mit aktuellen Statistiken ergänzen, falls das Thema sie hergibt. Nicht gesundheitliche Statistiken über die Ausbreitung von Corona oder ähnliche heiße Eisen.

Sondern zum Beispiel Auswertungen darüber, welche Sorgen und Ängste die Menschen wegen der Covid-19 Pandemie haben, welche Auswirkungen zu verzeichnen sind oder andere Themen, die dir ein Anknüpfen an deine Information ermöglichen:

„Am 18. Mai lag der durchschnittliche Grad der Auswirkungen der COVID-19/Corona-Pandemie auf die persönlichen Finanzen der Befragten in Deutschland – gemessen auf einer Skala von 1 (überhaupt keine Auswirkungen) bis 10 (schwerwiegende Auswirkungen) – bei 4,2 gemessen von Statista.de. Doch gibt diese Zahl nur einen Mittelwert wieder. Denjenigen unserer Kunden, die besonders stark von Corona betroffen sind, bieten wir daher folgende Sonderkonditionen an ….“

5 goldene Tipps, wie spannend bloggen gelingt

1. Die Perspektive der Lesenden einnehmen

2. Persönliches und Persönlichkeit einfließen lassen

3. Visuelle Darstellungen helfen und sind Hingucker

4. Expertenstimmen erhöhen deine Glaubwürdigkeit

5. Daten, Fakten, Meinungen ergänzen

Gute Blogposts informieren aktuell und bringen langfristig über Suchmaschinen Besucher auf deine Seite.

Doch bei Corona-Informationen möchtest du vielleicht gar nicht bis ans Ende aller Zeiten damit gefunden werden. Schreib dir also jetzt einen Marker in den Kalender für Januar 2021. Unsere Welt sieht dann anders aus, auch wenn wir noch nicht wissen, wie. Du solltest dann einen Blick darauf werfen, welche Infos online stehen bleiben sollen/müssen und welche lieber nicht.

Bei Postings, von denen du jetzt schon weißt, dass sie sich wieder erledigt haben werden – zum Beispiel, weil du ein zeitlich begrenztes Sonderangebot online stellst – solltest du das Verfallsdatum von Anfang an in deine Blogsoftware eintragen. So stellst du sicher, dass die Info automatisch wieder offline geht.

Viel Erfolg und bleib gesund!

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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