Steuervorteile aufteilen – so geht‘s

Steuervorteile optimal aufteilen – so geht‘s

Mit einem Minimum an Planung findet sich eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen sich Steuervorteile maximal ausschöpfen lassen.

Wer Steuern sparen will, häuft beispielsweise Kosten an – oder teilt sie unter mehreren Beteiligten bzw. über den Jahreswechsel hinaus auf.

Wichtig ist, immer zu wissen, was sich absetzen lässt – und wie viel.

Kosten immer nachweisen – sie senken die Einkommenssteuerlast

Gar keine Steuern zahlt, wer Sonderausgaben, Werbungskosten und außergewöhnliche Belastungen in einem Ausmaß anhäuft, dass das zu versteuernde Einkommen unter dem Freibetrag liegt.

Das kommt im Normalfall zwar eher selten vor, aber die Richtung stimmt: Möglichst viele absetzbare Kosten senken die Einkommenssteuerlast.

Außergewöhnliche Belastungen wie Kosten rund um medizinische Behandlungen oder Anwaltshonorare, haushaltsnahe Dienstleistungen, Werbungskosten und Handwerkerkosten können sich in Laufe eines Jahrs zu beträchtlichen Summen addieren.

Kosten clever aufteilen – so fallen weniger Steuern an

Über mehrere Jahre oder auf mehrere Personen lassen sich Kosten aufteilen, wenn ein gemeinsames wirtschaftliches Ziel verfolgt wird: Partner und Familie beispielsweise, oder andere Eigentümer von Wohnungen in einem gemeinsamen Haus.

Mehrere Eigentümer können beispielsweise gemeinsame Anschaffungen zwischen sich verteilen: Die Kosten für Dachsanierungen oder Heizungsanlagen werden aufgeteilt.

Für Handwerkerkosten und Baumaßnahmen für selbstgenutzte Immobilien gilt: 20 Prozent der Personalkosten auf der Rechnung sind absetzbar – und zwar bis zu einer Höhe von 1.200 Euro pro Jahr.

Wer höhere Kosten hat, plant langfristig und verteilt die Arbeiten und damit auch die Rechnungen über größere Projekte über den Jahreswechsel hinweg.

Auch Schenkungssteuer lässt sich verringern oder vermeiden: Eltern und Großeltern können schon zu Lebzeiten erhebliches Vermögen und damit Einkommen übertragen, ohne dass Schenkungssteuer fällig wird.

In der Regel haben die Kinder oder Enkel noch niedrigere Einkünfte und zahlen daher eventuell auch geringere Steuern.

Außerdem kann es sich lohnen, die Steuerklasse rechtzeitig zu überprüfen und ggf. zu wechseln. Eheleute und eingetragene Partner können gemeinsam zur Einkommensteuer veranlagt werden. Dann werden alle Kosten den gemeinsam gezahlten Steuern gegenübergestellt.

Bis zum 30. November im laufenden Jahr kann sich ein Wechsel lohnen, wenn einer oder beide mehr oder weniger verdient haben.

Es lohnt sich also, schon jetzt einen Vermerk für Anfang November in den Kalender zu setzen – und zu prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll wäre. Einen Teil der Erstattung gibt es dann nämlich noch im laufenden Jahr.

12.01.2015