Marketing für Start-ups: SWOT

Marketing für Start-ups: Was ist SWOT

Existenzgründer und Start-up Founder stolpern unweigerlich früher oder später über die Vokabel SWOT-Analyse. Doch was heißt das eigentlich – und brauchst Du das auch? Der Begriff SWOT aus dem Englischen ist eine Abkürzung für Strenght, Weaknesses, Opportunities und Threats, kurz SWOT.

Die Stärken, Schwächen, Potenziale bzw. Chancen und Risiken zu analysieren kann bei der strategischen Planung und Positionierung auf einem umkämpfen Markt helfen, eine SWOT-Analyse ist dann die Grundlage für eine Marketingstrategie und die nächsten Schritte.

Sie ist keine Strategie in sich, kann aber wertvolle Anregungen liefern – Voraussetzung ist, dass man die Analyse mit einem bestimmten Ziel vornimmt, zum Beispiel eine Gründung, die Einführung einer neuen APP oder eines anderen Produktes. Dann werden die internen und externen Faktoren betrachtet und im Rahmen einer SWOT-Matrix miteinander abgeglichen.

Gewünschtes Ergebnis von SWOT ist immer, und das ist wohl wenig überraschend, Schwächen und Gefahren zu verringern und Potenziale zu nutzen, Stärken strategisch einzusetzen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

SWOT-Analyse für Start-ups und Gründer

Wenn Du ein Ziel identifiziert hast, für das Du eine SWOT-Analyse durchführen möchtest, startest Du mit einer möglichst objektiven Auflistung der Stärken und Schwächen. Du kannst Dich auch mit direkten Konkurrenten vergleichen, um zu sehen, wo Du besser oder schlechter dastehst.

Vermutlich kannst Du mit Hilfe eines externen Beraters zu einer neutraleren Einschätzung gelangen bzw. auch an Punkte denken, bei denen man als Unternehmer selbst eher zu “Betriebsblindheit” neigt.

Wenn Du eine Liste der Schwächen und Stärken erstellt hast, solltest Du Dich im zweiten Schritt der SWOT-Analyse mit dem beschäftigen, was in Deiner Branche vorgeht. Wie sieht der Markt aus, auf dem Du erfolgreich sein willst, welche Trends gibt es, welche Konkurrenten dominieren mit welchem Angebot?

Wenn Du aufgelistet hast, was für Trends Dein eigenes Angebot betreffen, kannst Du diese aufteilen in Entwicklungen, von denen Du profitieren kannst – und solche, die Deine eigenen Pläne erschweren oder gefährden könnten. Beides, sowohl Risiken als auch Chancen, solltest Du gut abschätzen können.

Damit hast Du Deine vier Punkte für die SWOT-Analyse zusammen: Schwächen, Stärken, Chancen und Risiken. Damit hast Du zwar noch keine Strategie, aber einen sinnvollen Anfang, um eine zu erarbeiten.

Die nächsten Schritte bestehen darin, am besten wieder gemeinsam mit neutralen Beratern oder einem Branchenexperten, die wichtigsten Maßnahmen festzulegen, um zunächst die erkennbaren Risiken zu vermindern – und dann natürlich auch die klar erkennbaren Chancen zeitnah strategisch zu nutzen.

Bestandsaufnahmen sind weder Ziel noch Strategie

Ein Werkzeug wie die SWOT-Analyse macht immer nur dann Sinn, wenn Du eine realistische Chance darauf hast, Deine eigene Situation möglichst rational zu beurteilen und dabei alle wesentlichen Faktoren zu bedenken.

Gerade eine Existenzgründung oder ein frisches Start-up stehen aber vor der Herausforderung, ganz neu am Markt zu sein bzw. eine noch unerprobte Idee zu haben. Ohne professionelle Unterstützung ist es nur schlecht möglich, eine möglichst objektive SWOT-Analyse durchzuführen und wenn ein Angebot oder Produkt bereits gefloppt ist, ist es zwar interessant, die Gründe dafür zu erfahren – aber auch zu spät.

Sie ist also eine gute Grundlage für die Erstellung eines Businessplans – und zwar, bevor viel Geld in eine Idee geflossen ist, deren Marktchancen sich vorher keiner bis ins Detail angeschaut hat.

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Linktipps zu SWOT-Matrix und Analyse:</strong

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Tipps für eine effektive Analyse