Planlos? Besser nicht. Immer aktuell ist er am besten: Der Businessplan lebt

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Wer sich als Gründer oder Startup Founder um Investoren, Bankfinanzierungen, Einstiegsgelder der Agentur für Arbeit oder Existenzgründungszuschüsse bewirbt, braucht einen Businessplan.

Hilfreiche Vorlagen unterstützen Existenzgründer bei der Erstellung, ebenso wie kompetente Beratung von Handelskammern und Gründerberatungsstellen.

Einmal erstellt und für die wichtigsten Anträge genutzt, verstaubt der Businessplan anschließend meist auf der Festplatte. Dabei gibt es gute Gründe, ihn regelmäßig zu aktualisieren.

Der Businessplan, Dein Freund und Helfer

So wie Dein Business lebt und sich entwickelt, sollte sich dies auch in dem Businessplan widerspiegeln, den Du Dir am Anfang erarbeitet hast.

Vielleicht bist Du inzwischen viel weiter, kannst deutlich mehr Erkenntnisse einfließen lassen und Deine Pläne sind nicht nur realistischer, sondern größer.

Oder es hat Veränderungen und Erfolge gegeben: Statt im Home Office zu sitzen, hast Du Geschäftsräume angemietet. Erste Mitarbeiter eingestellt, zusätzliche Angebote entwickelt.

Vielleicht hat aber auch der Mark sich geändert, starke Wettbewerber sind dazugekommen oder Du hast Wachstumspläne, die bisher noch im Hinterkopf herumlungern – als Nächstes aber in den Businessplan wandern sollten.

Was immer sich geändert hat, das Update Deines Businessplans sollte viel mehr beinhalten als einfach nur das Einfügen frischer Zahlen.

Lieber solltest Du Dich hinsetzen und strategisch alles hinterfragen, was Du beim Erstellen der ersten Version als selbstverständlich angenommen hast.

Bereit für den nächsten Schritt?

Welche Ziele konntest Du erfüllen, welche nicht und welche wurden angepasst? Was konntest Du daraus lernen, welche Erkenntnisse nimmst Du mit, um die nächsten Schritte anders umzusetzen als Du es in der Startphase noch getan hättest?

Spätestens wenn Du Deine Vorhaben erweiterst, benötigst Du eine frische Version deines Businessplans.

Vielleicht suchst Du Investoren oder willst ein neues Produkt auf den Markt bringen, hast Dich für andere Partner oder Lieferanten entschieden oder beabsichtigst die Erschließung weiterer, ganz neuer Zielgruppen.

Was immer Du vorhast, Dein Businessplan sollte es wiedergeben. Wenn sich spontan eine gute Gelegenheit gibt, an Kapital oder Unterstützung zu kommen, ist es im Grunde schon zu spät dafür, sich in Ruhe hinzusetzen und den Plan zu überarbeiten.

Ähnlich wie Deine Steuerbelege und der Platz auf dem Schreibtisch sollte er immer halbwegs aufgeräumt und unter Kontrolle sein. Niemand schafft es immer, alles gleichzeitig zu erledigen: Aber in Vergessenheit geraten dürfen solche Aufgaben auch nicht.

Teil der Jahresplanung: Regelmäßige Updates Deines Businessplans

Aber auch wenn sich gar nicht so viel tut in Deiner aktuellen geschäftlichen Situation und Du keine Notwendigkeit siehst, einen Businessplan für andere bereitzuhalten, solltest Du ein regelmäßiges Update im Terminkalender stehen haben.

Denn auch für Dich selbst ist es eine gute und wichtige Übung, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Sich zurück ins Gedächtnis zu holen, was in der Routine vielleicht zum Teil schon verschüttet wurde.

Und immer wieder neu zu sehen, wie gut Deine Geschäftsidee ist und was Du alles daraus machen kannst. Ein aktueller Businessplan ist eine ausgezeichnete Motivation.

Je öfter Du mit und an Deinem Businessplan arbeitest, desto weniger Überwindung und Einarbeitung kostet es Dich dann auch, ihn in die Hand zu nehmen und als „lebendiges“ Arbeitsmittel zu betrachten statt als ein nur einmal auszufüllendes Formular.

Nimm Dir dieses wichtige Dokument regelmäßig vor, zum Beispiel parallel zum Quartals- oder Jahresabschluss, um neue Daten und Erkenntnisse einfließen zu lassen.

Es ist außerdem eine gute Idee, die Marketingplanung mit aufzunehmen in diesen Prozess. Schreib Deine Ziele mit auf, die Verkäufe und Besucherzahlen oder Abonnenten, die Du erreichen möchtest.

Wenn Du Deinen Businessplan das nächste Mal aktualisierst, prüfst Du automatisch die Ergebnisse und kannst die nötigen Anpassungen und zukünftigen Maßnahmen gleich mit aufnehmen.

  1. […] Tipp: Ergänz Dir Deine KPIs im stets halbwegs aktuellen Businessplan und überarbeite dieses wichtige Dokument regelmäßig, zum Beispiel parallel zum Quartals- oder […]

  2. […] Um entscheiden zu können, ab wann Du in einer Situation bist, die kritisch werden könnte, musst Du Dein eigenes Geschäft gut kennen. Das beginnt bereits mit dem Businessplan. […]