Verkaufen ohne Mailingliste - so geht's

Verkaufen ohne Mailingliste – so geht’s

Du hast neue Produkte und Angebote entwickelt, aber deine Liste ist noch klein oder du hattest bisher keine Zeit für eine? Kein Problem, es gibt noch andere Wege!

Lesezeichen setzen

Der Lobbgesang auf eigene E-Mail-Adresslisten wird aus guten Gründen in sämtlichen Marketingratgebern auf und ab gesungen. Doch wenn du keine nennenswerte Liste hast, solltest du auch nicht verzagen – wir zeigen dir, wie Verkaufen ohne Mailingliste funktioniert.

Irgendwo zwischen der Erkenntnis, dass Newsletter-Abonnenten nicht automatisch potenzielle Kaufende sind und dem Bereitstellen von Freebies zum Aufbau deiner Liste hast du gelernt, was für ein aufwändiger Job es ist, eine Liste aufzubauen. Deinen Kurs, dein E-Book oder dein Service-Angebot hast du aber jetzt schon und willst dringend mit der Vermarktung beginnen?

Oder, noch dringlicher: Der Gedanke an die Liste aus Voraussetzung hält dich sogar davon ab, dein Angebot fertigzustellen, weil die fehlende Mailingliste dich ausbremst und du denkst, dass es ohne sowieso nicht klappt? Dann sind diese Tipps für dich.

5 Tipps für das Verkaufen ohne Mailingliste

1. Interviews und Gastbloggen

Wer in deinem Netzwerk hat Spaß daran und Zeit dafür, dich in seinem oder ihrem Blog oder Podcast vorzustellen? Wer macht regelmäßig Interviews? Wer möchte einen Gastartikel mit dir tauschen? Schaue dir einfach an, was auf den Kanälen der anderen los ist und du wirst schnell sehen, wer sich über eine solche Anfrage oder ein Tauschangebot freuen könnte. Vielleicht kannst du auch jemanden motivieren, mit dir zum ersten Mal ein solches Thema zu probieren, um eure jeweiligen Sichtbarkeitsziele zu erreichen.

2. Erfolgreiche Mailinglisten anderer Leute

Was für Interviews und Gastauftritte gilt, kann auch auf bereits etablierte Mailinglisten angewendet werden: Freunde bieten dir eventuell einen Platz an, andere berechnen dir vielleicht einen Beitrag für die Nutzung ihrer Reichweite. Wenn du eine spannende Liste kennst, kann eine Anfrage nicht schaden: Wahrscheinlich ist die Platzierung deines Angebots wesentlich bezahlbarer als der konsequente Aufbau deiner Liste unter Zeitdruck, während du genug andere Aufgaben hast.

Die Mailingliste als Allheilmittel?

Unsere fünf Tipps für das Verkaufen ohne Mailingliste orientieren sich an der schieren Notwendigkeit: Wer keine Liste hat, kann sie bekanntlich nicht über Nacht aus dem Boden stampfen.

Langfristig sollte es dein Ziel sein, diese Aktivitäten durch eine lebendige Liste zu ergänzen oder zu ersetzen, wenn du regelmäßig Angebote oder Produkte vermarktest.

Eine EIGENE Liste in Verbindung mit einem Blog ist immer noch die nachhaltigste Methode für Content Marketing, da du Inhalte und Verteilung beider Formate selbst kontrollierst.

Eine Mailingliste ist sicherlich kein Allheilmittel, aber eines der nützlichsten Marketing-Werkzeuge, die du dir selbst aufbauen kannst.

3. Provisionen und Affiliatemarketing

Noch eine Methode, mit anderen zusammenzuarbeiten: Du kannst Affiliatemarketing betreiben und anderen eine kleine Provision zahlen, wenn durch ihre Vermittlung oder Werbung eine Buchung bei dir zustande kommt. Das mag zunächst fremd klingen, weil es in Deutschland noch eher unüblich ist. Aber auch das funktioniert wie die ersten beiden Tipps herausragend, wenn die Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung gegeben ist: Der Schlüssel zum Erfolg besteht darin, dass beide Seiten profitieren.

4. Anzeigen in Suchmaschinen und Social-Media-Netzwerken

Es war noch nie so einfach und bezahlbar, bezahlten Traffic auf dein Angebot zu holen. Du kannst bei den Anzeigen in sozialen Netzwerken regionale und andere demographische Filter anlegen, nach Interessen gehen und eine Plattform wählen, auf der du deine Zielgruppe bereits kennst. Ads lassen sich schalten auf Facebook, Twitter, LinkedIn, Google über Adwords, Pinterest und TikTok: Erst solltest du dich umschauen, wie die Ansprache bei anderen gelingt und dann einfach loslegen und deine eigenen Anzeigen entwickeln.

5. Social Media plus Referenzen

Neben Anzeigen und dem regelmäßigen Posten auf deinen Kanälen für deine bereits vorhandenen Follower kannst du auch an deine bereits vorhandenen Projekte anknüpfen und die Empfehlungen und Bewertungen der Menschen als Referenz heranziehen, die bereits mit dir gearbeitet haben oder schon Erfahrung mit deinen Produkten haben. Frage einfach um Erlaubnis, ob du sie als Referenz zitieren darfst und sie werden zusätzlich vermutlich diese Postings teilen oder linken.

Noch ein Argument für das Verkaufen ohne Mailingliste

Etwas, worüber nicht so gerne gesprochen wird wie über die Erfolge mit Mailinglisten: Auch mit einer richtig großen Liste hast du keine Garantie dafür, dass auch wirklich jemand kauft oder bucht. Besonders Listen, die auf Basis von »Freebies« entstanden sind, bringen nicht notwendigerweise Menschen mit Kaufkraft oder -interesse auf deine Angebote. Schließlich wollten diese Leute gerne etwas schnell und umsonst, das ist nicht notwendigerweise eine gute Ausgangsbasis.

Das ist ein weiterer guter Grund, auf keinen Fall zuerst eine Liste aufzubauen, um dann erst loszulegen. Stell‘ dein Marketing auf mehrere Säulen: Wenn Verkaufen ohne Mailingliste klappt, dann klappt es später oft noch besser in der Kombination mit einer Liste.

  • Foto: Adobe Stock Prostock-studio
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

Beitrag kommentieren