lexoffice Community Interview: Bastian Friedrich, lexoffice Dozent VHS Bergisch Gladbach

lexoffice Community Interview: Bastian Friedrich, lexoffice Dozent VHS Bergisch Gladbach

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Unter dem Titel “Einführung in lexoffice: Rechnungs- und Buchhaltungsprogramm für Selbstständige und Kleinunternehmer“ hat die VHS Bergisch Gladbach Anfang November zum ersten Mal einen lexoffice Kurs gegeben. Wir haben den Dozenten Bastian Friedrich am letzten Tag des Seminars besucht und freuen uns, dass er Zeit für ein Interview gefunden hat.

Bastian Friedrich, Dozent lexoffice an der VHS Bergisch Gladbach

lexoffice: Heute sind wir zu Gast in den modernen hellen Schulungsräumen der Volkshochschule in Bergisch Gladbach und sprechen mit Bastian Friedrich, der gleich den dritten Kursabend des ersten lexoffice Kurses geben wird. Hallo Herr Friedrich, würden Sie sich bitte kurz vorstellen?

Bastian Friedrich: Gerne. Mein Name ist Bastian Friedrich, ich bin 36 Jahre jung, verheiratet und habe zwei Töchter. Bereits seit 2002 beschäftige ich mich mit Steuerrecht, Buchhaltung und Marketing. Seit 2009 noch intensiver für das Fotounternehmen meiner Frau. Da ich aber auch eine akademische Ausbildung durchlaufen habe, möchte ich mit den so erworbenen Kenntnissen in diesem und einigen anderen Bereichen natürlich mehr machen als nur das. Also biete ich Firmen, Vereinen und Volkshochschulen Seminare an.

Dazu gehört ein Wirtschaftswissenskurs, der einen Buchhaltungsteil enthält. In diesem Zusammenhang hat meine Fachbereichsleitung hier bei der VHS Bergisch Gladbach, mich gefragt, ob ich nicht in diesem Semester einen lexoffice Kurs anbieten könne.

lexoffice: Daraus wurde dann dieser Kurs, der gleich stattfindet.

Bastian Friedrich: Genau, das sind insgesamt zwölf Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, der die Teilnehmer*innen darauf vorbereiten soll, sinnvoll mit lexoffice zu arbeiten und es für eigene Zwecke einzusetzen. Heute ist der letzte Termin.

lexoffice: Es gab also sofort Interesse am lexoffice Lehrgang?

Bastian Friedrich: Ja, es war sofort klar, dass er stattfindet und ich habe hier Teilnehmer, die das Programm intensiv nutzen möchten. Lustig ist, dass zuerst gar nicht klar war, dass es sich um eine Online-Lösung handelt. Wir dachten, dass wir den VHS eigenen Computerraum nutzen müssten, um dort die Software zu installieren, aber dann war es viel einfacher.

lexoffice: Ja, weil man mit lexoffice einfach loslegen kann und keine Programme installieren oder warten muss.

Bastian Friedrich: Genau, das haben wir dann auch gesehen. Das ist für mich als Workshopleiter ideal, weil wir uns in jeden x-beliebigen Raum setzen können. Sie sehen das ja gerade selbst, dieser Raum hat nur einen einzigen Computer, über den der Beamer läuft. Die Teilnehmer arbeiten auf ihren eigenen Laptops, das hat nur Vorteile.

lexoffice: Mobil arbeiten können ist ja einer der großen Vorteile von lexoffice. Was kostet denn die Teilnehmer*innen ein zwölfstündiger lexoffice Lehrgang?

Bastian Friedrich: Um die 80 Euro, für die exakte Summe müsste ich noch einmal nachschlagen. Das ist für jemanden, der sich als Neuling vernünftig einarbeiten will, eine sehr bezahlbare Lösung. Vor allem wenn man bedenkt, dass verschiedene andere Buchhaltungsprogramme auf dem Markt zwingend tiefere Buchhaltungskenntnisse voraussetzen – wer Begriffe wie „Kontenrahmen“ und Ähnliches nicht kennt, der steht da auf gut Deutsch wie ein „Ochs vor dem Berg“, um mal ein Sprichwort zu bringen. Bei lexoffice ist das in meinen Augen anders. Da kann man auch ohne Vorkenntnisse anfangen.

Als VHS-Dozent stehe ich natürlich immer vor der Herausforderung, dass ich den Wissensstand der Teilnehmer vorher nicht kennen kann. Und es macht einen großen Unterschied, ob ich wie in diesem Kurs eine kleine Gruppe von 4-6 Teilnehmern habe, auf die ich mich völlig konzentrieren kann, oder ob da ein Dutzend Leute sitzt. Aber bei lexoffice braucht man tatsächlich nur geringe Grundlagen, um reinzufinden. So habe ich dieses Seminar dann auch aufgebaut, am ersten Tag gab es eine Einheit Frontalunterricht mit Standardfragen wie „Was ist Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung“. Was sind Privateinlagen. Was sind Privatentnahmen. Was sind Gewinnermittlungen. Was ist eine Sollversteuerung. Was ist eine Istversteuerung. Wir sind einmal alles durchgegangen, was man in lexoffice anfangs eintragen muss, um bei dem unterschiedlichen Stand ein paar Wissenslücken zu schließen.

lexoffice: Aber trotz unterschiedlichstem Wissensstand konnten alle erfolgreich mit lexoffice arbeiten?

Bastian Friedrich: Sie haben wirklich einen sehr unterschiedlichen Wissensstand. Arbeiten können sie damit alle. Was ich feststelle im Kurs, es gibt nicht unbedingt ein Problem im Umgang mit dem Programm, sondern mehr, verschiedene Definitionen oder verschiedene Bereiche auseinanderzuhalten. Da ist eine große Bandbreite vertreten. Hier ist eine Dame, die mehrere Shops betreibt. Neben dieser Händlerin dann aber auch eine Tierärztin, die ihre Mutter mitgebracht hat, damit diese die Buchhaltung für die Praxis übernehmen kann, denn sie arbeiten bisher mit Papierdurchschlägen.

lexoffice: Oh, die kopierte Papierablage gehört jetzt aber hoffentlich ganz bald der Vergangenheit an.

Bastian Friedrich: Ja, genau. Ich gehe davon aus, dass ich diese beiden schon sehr davon überzeugt habe, Belege mit Durchschlägen nun dank lexoffice abschaffen zu können. Es ist eben sehr bunt gemischt, wer in solchen Kursen sitzt, wollte ich damit erklären. Für Leute, die mit Durchschlagpapier arbeiten, ist lexoffice ein Quantensprung. Aber eben auch für das, was die allermeisten Gewerbetreibenden und Freiberufler so treiben, ist das hier tausend Mal besser als irgendwelche Exceltabellen, weil die Software tatsächlich eine sinnvolle Strukturierung der Buchführung ermöglicht.

Auch die Möglichkeiten, den Überblick zu behalten. Die Leute gehen hin und denken sich, ach ich muss das alles nur dem Finanzamt gegenüber nachweisen. Mit dem lexoffice Dashboard können sie aber auch für sich selbst schnell mal einen Bericht ziehen, das zeige ich natürlich: Direkt mal eine Übersicht zu kriegen, wie steht es denn grade um meine Firma, das ist schon ein großer Vorteil. Aber das sehen die meisten am Anfang noch gar nicht. Das dauert ein kleines bisschen. Am Anfang des Kurses, so nach einer Stunde ungefähr, sah man dann, dass es anfing, zu rattern, dass es den Teilnehmern da jetzt so langsam bewusst wird, was das Programm kann und welche Vorteile das bietet.

lexoffice: Sie wissen, dass lexoffice einen Steuerberaterzugang hat?

Bastian Friedrich: Das weiß ich. Das hab ich sogar schon getestet. Mich hat das einfach interessiert. Wenn ich den Leuten nämlich erzählen will, passt mal auf, wir können einen Steuerberater einbinden – wie gestern Abend im Kurs – da kommt natürlich die Frage „Ja, was macht der denn, was sieht der denn“ und dazu möchte ich das gesehen haben. Der Teilnehmerin habe ich es dann erklärt, aber auch die Möglichkeit genannt, die Daten für DATEV zu exportieren.

lexoffice: Es ist verständlich, wenn Teilnehmer auch mal zögern und sagen „Also nein, mein Steuerberater soll da nicht mit reingucken, und dann sieht der jede Fehlbuchung und alles – der soll nur die Ergebnisse sehen.“ Oder jemand sagt „Mein Konto binde ich da lieber nicht an, das ist mir zu sehr Cloud“ oder so. Gehen Sie auf solche Fragen ein, um die Bedenken zu zerstreuen? Oder lässt der Kurs dafür keine Zeit?

Bastian Friedrich: Doch, die Zeit haben wir. Gerade weil die Teilnehmerzahl nicht zu hoch ist. Ich habe halt für mich das Konzept: Egal, was für einen Kurs ich gebe, ich mache einen Kurs für und mit den Teilnehmern. Das heißt, ich richte mich a) auf das Tempo meines Gegenübers hier ein und b) auf die speziellen Fragen. Was ich nicht spontan beantworten kann, kommt auf alle Fälle am nächsten Kurstag dran. So habe ich gezeigt und erklärt, dass es überhaupt nicht schlimm ist, wenn der Steuerberater das Konto und mal eine Fehlbuchung sieht. Denn der Steuerberater ist ein Partner und kein Gegner.

lexoffice: Neben dem Steuerberaterzugang möchten Sie Ihrer Händlerin im Kurs vielleicht mal die Partner-Angebote zeigen, lexoffice arbeitet auch mit VersaCommerce zusammen. Die Partnerliste hat sowieso eine Menge spannende Ergänzungen zu bieten, gerade wenn die Teilnehmer so unterschiedliche Ziele haben.

Bastian Friedrich: Danke, das schaue ich mir an. Was ich sehr gut finde, ist die sehr umfangreiche Hilfe-Seite, auf die man gucken kann. Nur auch da wieder – einigen fehlen ja Grundkenntnisse. Wenn ich nicht weiß, wonach ich genau suche, weil ich nicht weiß, wie das Ding heißt – „Kasse an Bank“ oder „Bank an Kasse“ oder wie auch immer – dann habe ich damit ein Problem. Ohne die Vermittlung von ein paar Grundlagen geht es nicht.

Aber ich habe gestern total erstaunt – das wusste ich auch nicht – in lexoffice festgestellt, als ich meinen Teilnehmern hier einen Kontenrahmen gegeben habe, einen SKR 03 und einen SKR 04: Wenn man irgendeinen Beleg hat, den man verbuchen will, ist das auch anders möglich als nur mit Texteingabe … ich habe gestern mit zunehmender Freude gesehen, dass ich da auch eine Zahl eingeben kann und lexoffice mir das entsprechende Konto auswirft. Was natürlich sehr praktisch ist für jemanden, der sich dann doch ein bisschen damit auskennt und weiß, dass das Konto 4910 der Bereich Porto ist und es von Hand eingeben kann. Das ist schon wirklich ein Vorteil.

lexoffice: Haben Sie in dem Kurs auch Zeit für die App zur Belegerfassung?

Bastian Friedrich: Noch nicht. Für heute habe ich digitale Rechnungen mitgebracht für die Teilnehmer, wir arbeiten erst mal mit bereits eingescannten Belegen. Ich weiß, dass das mit der App auch geht. Aber das habe ich noch nicht ausprobiert.

lexoffice: Es ist ein großer Vorteil, wenn man unterwegs mal eben schnell alles schon erfassen kann. Das Ende der Belegstapel.

Bastian Friedrich: Ja, das ist praktisch. Das stimmt wohl. Die App werde ich mir also anschauen und mit in den nächsten Kurs einbinden. Zumal es ein Vorteil ist, das mit dem Smartphone erledigen zu können.

lexoffice: Der Kurs wird also weiter stattfinden?

Bastian Friedrich: Genau, im Mai das nächste Mal und grundsätzlich weiterhin. Er ist fest eingeplant für das nächste Semester. Im Herbstsemester nächstes Jahr werden wir ihn hier bei der VHS Bergisch Gladbach dann auch wieder anbieten, und ich als Dozent werde auch mit der einen oder anderen VHS sprechen, um mal zu fragen, ob die nicht auch Lust haben, ihn anzubieten.

lexoffice: Das freut uns natürlich sehr! Was sagen denn Ihre Teilnehmer dazu, die jetzt schon vor der Tür warten, weil gleich die letzte Unterrichtseinheit beginnt?

Bastian Friedrich: Die VHS Bergisch-Gladbach ist schon recht innovativ, das schlägt sich auch im Teilnehmer-Feedback zu diesem Kurs nieder.

Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Man sieht, dass tatsächlich viel darüber nachgedacht wird: „Wie setze ich das jetzt am besten bei mir im Unternehmen ein“. Ich selbst war übrigens am Anfang ein bisschen skeptisch, bis ich mich selbst in das Programm eingearbeitet hatte – skeptisch was die GoBD-Normen angeht. Ich habe Belege eingegeben, die ich wieder löschen konnte. Ich dachte, das darf ich doch nicht wieder löschen können. Bis ich festgestellt habe, dass die Normen durch den Klick auf die Festschreibung erfüllt werden – so wie es sich gehört. Das ist super!

lexoffice: Bitte melden Sie sich unbedingt mit solchen Fragen bei uns, damit Sie weiterhin so viel Spaß an den lexoffice Kursen haben. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Gespräch mit uns genommen haben und weiter viel Erfolg!

Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends und Online Navigation

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  1. Joachim Kohler | 28.11.2017 | 19:53

    Das finde ich ein echtes „Startup“. So entwas sollten intensiv unterstützen.
    Sie wollen Zukunft. Na dann ran an die Bildungszukunft. (an Lexoffice-Verantwortlichen)

    und an Herr Bastian Friedrich ein dickes fettes Lob für seinen Einsatz

    Gruß Joachim Kohler