Top oder Flop: Wird es Zeit für den Website-Relaunch

Top oder Flop: Wird es Zeit für deinen Website-Frühjahrsputz?

Auf die Gefahr hin, einen Finger tief in die Marketingwunde zu legen: Du solltest wahrscheinlich mal aufräumen. Hol dir unsere 10-Punkte-Checklist!

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Online ist alles ständig in Bewegung. Google Updates, SEO, Apps und Trends, neue gesetzliche Regelungen und ein Marketingthema nach dem anderen, das User-Erwartungshaltungen mitbestimmt.

Vielleicht brauchst du einen Website-Relaunch, vielleicht reicht ein Frühjahrsputz? Unsere 10-Punkte-Checklist hilft dir bei der Planung.

Es muss nicht immer ein kompletter Website-Relaunch sein. Doch auf diese zehn Punkte unserer Checklist solltest du achten, wenn du prüfst, ob deine Seite fit genug ist für die aktuellen Trends und das Tagesgeschäft in diesem Jahr. Schließlich ist sie die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden, deine Info-Außenstelle und dein Presse-Center. Lauter gute Gründe, Website und Blog topfit zu halten.

1. Ist deine Website DSVGO-ready?

Oder vielmehr: Ist deine Website immer noch DSGVO-ready, auch wenn du vielleicht technische und inhaltliche Aktualisierungen vorgenommen hast? Zum Glück lässt sich das unkompliziert prüfen. Du kannst eine Kombination der unterschiedlichen Services nutzen, mit denen sich eine oft sogar kostenlose Prüfung durchführen lässt.

2. Sind Plug-ins und System aktuell?

Nicht nur ein Redaktionssystem wie WordPress wird kontinuierlich auf den neuesten Stand gebracht. Auch deine Erweiterungen und nützlichen Plug-ins sollten immer aktuell sein. Bei der Gelegenheit könntest du gleich prüfen, ob es für deine Anforderungen sogar neuere und schickere Add-ons gibt als bisher.

3. SEO: Was machen deine Ladezeiten?

In Sachen Suchmaschinenoptimierung sind im Mobile Web die Ladezeiten deiner Internetseite und deines Blogs ein so wichtiger Rankingfaktor wie eh und je. Aber hast du jeden neuen Content, jede frische Galerie geprüft? Jetzt ist der Moment, mit dem einen oder anderen Ladezeiten-Check den Handlungsbedarf zu prüfen.

4. Gibt es interaktive Funktionen?

Steht deine Seite nur so herum, oder kann man sie abonnieren, z.B. einen Newsletter oder die Aktualisierungen? Profitiert dein Angebot vielleicht von einem Chatbot oder einem Termin-Tool? Diese interaktiven Funktionen sind heute Standards, die von Kund*innen erwartet werden. Sie können zur Umsatzsteigerung entscheidend beitragen.

5. Vollständigkeits- und Fehler-Check

Funktionieren alle Scripte, sind alle Links aktiv? Stimmen die internen Verlinkungen noch, klappt alles mit deinem Kontaktformular? Selbst wenn du nichts geändert hast, die meisten Provider aktualisieren regelmäßig Webhosting-Details, Backlinks veralten und wenn du umbaust und erweiterst, vergisst du manches. Hier hilft ein gründlicher Check.

6. Hat deine Präsenz ein (dein) Gesicht?

Wer heute auf Angeboten von Dienstleistern und Shops surft, erwartet »Storytelling« und Präsenz. Es reicht nicht mehr, ein Impressum anzubieten, ein aussagekräftiges »About« mit Fotos und einem informativen Text sind Voraussetzung dafür, Vertrauen aufzubauen. Schau mal nach, passt es bei dir noch so? Oder sollte das Foto mal frisch?

7. Finden die Nutzer sich bei dir zurecht?

Vielleicht hast du mal angebaut, oder du hast umgestellt und rumgeschraubt. Neue Produkte, andere Infos, für dich ist alles einleuchtend, es ist ja deins. Doch jetzt solltest du Personen bitten, die dein Angebot ohne den Tunnelblick betrachten. Ist alles stimmig? Finden Besuchende deiner Website sich mühelos und ohne Erläuterungen zurecht?

8. Ist deine Internetseite mobil-tauglich?

Am Desktop-Rechner plant und gestaltet es sich so schön. Die meisten Nutzenden surfen allerdings mit dem Smartphone online. Mit einem der vielen Responsive Design Viewer kannst du dir unterschiedliche Ansichten deiner Seite auf diversen Endgeräten anschauen und nachbessern, wo nötig.

9. Passt dein Angebot noch immer?

Erstaunlich viele Websites haben veraltete Preislisten, ein antikes Datum bei den Referenzen oder listen gar nicht mehr aktive Angebote. Schau dir alles sorgfältig durch, was du über deine Website anbietest. Bist das noch du? Stimmt das Angebot inhaltlich? Werden irgendwo noch ehemalige Preise genannt?

10. Bist du mit deiner Seite social genug?

Einerseits lieben alle Menschen es, Informationen auf den Kanälen zu lesen, die sie bevorzugen. Je nach Zielgruppe und Thema sind Social Media Profile also eine gute Idee. Andererseits solltest du spätestens 2020 auch Share-Buttons bieten, damit User sich deinen Content »pinnen« oder ihn verteilen können.

Ist ein Website-Relaunch nötig? Die Checklist

  1. Ist deine Website DSVGO-ready?
  2. Sind Plug-ins und System aktuell?
  3. SEO: Was machen deine Ladezeiten?
  4. Gibt es interaktive Funktionen?
  5. Vollständigkeits- und Fehler-Check
  6. Hat deine Präsenz ein (dein) Gesicht?
  7. Finden die Nutzer sich bei dir zurecht?
  8. Ist deine Internetseite mobil-tauglich?
  9. Passt dein Angebot noch immer so?
  10. Bist du mit deiner Seite social genug?

Außerdem, und das ist mehr eine grundsätzliche Überlegung, solltest du regelmäßig checken, ob die Optik deiner Seiten noch modern genug ist.

Website-Relaunch wegen Trends?

Ist es wirklich nötig, jedem neuen Trend zu folgen und das Website-Design und die angebotenen Features danach auszurichten? Jein. Was aktuell ist und häufig online eingesetzt wird, prägt auch die Erwartungshaltungen der Anwender*innen. Stell dir einfach vor, du suchst auf einer Website den Weg zurück auf die Startseite. Rein instinktiv wirst du auf das Logo oder den Namen oben links klicken, um zum »Eingang« zu gelangen. So wie es Milliarden Internetseiten quasi vormachen. Das ist ein bombenfest etablierter Usability-Trend.

Jederzeit können sich im Smartphone-Zeitalter eine App oder ein Trend durchsetzen, die dazu führen, dass User automatisch davon ausgehen, eine bestimmte Handlung durchführen zu können. Wenn dann auf deiner Seite geschoben, geswiped oder gerubbelt wird, dann sollte auch das passieren, was deine Gäste erwarten.

Wenn du unsere Checklist durchgehst und interaktive Features einbaust, sollten diese auch zum Gesamteindruck passen.

Niemals vorbei und nie veraltet: SEO und saubere Strukturen

Suchmaschinenoptimierung ist ein durchlaufender Prozess. Angefangen von Keyword-Recherche bis zur sauberen Optimierung jedes einzelnen Textes gehört SEO immer dazu. Auch für Website-Analysen gibt es gute Tools, die dich unterstützen können, immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Eine gute Website ist niemals fertig. Wir wünschen dir viel Erfolg mit dem Frühjahrsputz oder mit dem Website-Relaunch – was immer du jetzt nötiger findest.

  • Foto: Adobe.com Tijana
Über den Autor
Carola Heine
Up to date: Trends, Insider-Wissen und Online Navigation

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