Wellness für die To-Do-Liste

Wellness für die To-Do-Liste

Deine To-Do-Liste sollte Dir stets freundlich gesonnen sein.

Wenn sie sich aber hinterhältig immer weiter ausbreitet und konsequent vermehrt, bis sie einer Würgeschlange ähnelt und nicht mehr einer nützlichen Arbeitshilfe … dann ist die Zeit gekommen, ihr eine Wellness-Kur zu verpassen.

1. Peeling: Nimm der Liste ihre scharfen Kanten.

Große Brocken auf To-Do-Listen machen unglücklich, weil sie sich dort häuslich einrichten, obwohl sich dann scheinbar niemals etwas bewegt.

Das ist frustrierend und führt dazu, dass man sie verdrängt. Was man verdrängt, wird aber nicht erledigt – gerade bei umfangreichen Projekten keine gute Idee.

Schnapp Dir also deine Arbeitshilfe und – nach einer gründlichen Säuberung aller Angelegenheiten, die sich inzwischen von selbst erledigt haben oder nicht so wichtig sind – nimm Dir die Projektbrocken vor und rubble ihnen die Poren frei:

Erst Unterteilen in Projektaufgaben, dann Aufgaben innerhalb dieser Arbeitsschritte einzeln auflisten und schließlich alles jeweils soweit herunterbrechen, dass Du vor Dir einzelne Arbeitsschritte siehst, die sich tatsächlich in einer überschaubaren Zeit erledigen lassen.

Die aktuelle Aufgabe lässt sich nicht aufteilen? Quatsch. Dann machst Du eben Brocken:

Fünf von fünfzig Seiten, zwanzig Prozent, die ersten beiden Templates … Hauptsache, Deine Methode lässt die nächsten beiden Verjüngungsmaßnahmen zu.

2. Straffen: Erträgliche Reihenfolge erstellen

Viele Ratgeber rund um die Erledigung von anstehenden Aufgaben empfehlen, die wichtigsten Aufgaben zu priorisieren. Nach vorne zu stellen, als erstes zu erledigen.

Wir möchten aber, dass Deine To-Do-Liste Dir freundliche Laune schenkt und dabei auch noch gut aussieht.

Sortiere Deine Aufgaben also bitte so, dass Du auch ein bisschen Spaß dabei hast.

Statt einen ganzen Tag an der dringendsten Aufgabe zu schrubben, verschaff Dir Abwechslung.

Auf die Einhaltung von Fristen und Deadlines musst Du natürlich achten, aber ansonsten gibt es keinen Grund, unfreiwillige Selbstquälerei zu betreiben – so lange nur Punkte von der Liste durchgearbeitet werden.

3. Massage: Wenn es gut für Dich ist, ist es gut für sie

Es gibt unendlich viele Produktivitätsmanagementmethoden, die man so ausführlich beschreiben könnte, wie dieses Wort lang ist. Tatsächlich aber hilft die schönste Darstellung von Produktivitätstechniken Dir nichts, wenn die Methode Dir widerstrebt.

Erstaunlich oft sind sehr bekannte Selbstmanagementmethoden äußerst nervig, wenn man sie nicht nur bei anderen beobachtet, sondern an sich selbst probiert.

Du willst nicht, dass eine schicke Zeitplanungs-App Dich überwacht und dominiert? Dann lass es.

Du magst keine Kladden mit Notizen führen oder kannst Google Docs nicht ertragen? Dann sind das nicht Deine Methoden.

Wichtig ist nur, dass Du Dir einen Überblick verschaffst und behältst.

Das Werkzeug Deiner Wahl musst Du nur hinterfragen, wenn es für Dich nicht funktioniert.

4. Creme und Kurpackung: Übung in Zufriedenheit

Ob Deine Liste am Kühlschrank hängt, in Deinem Smartphone lebt oder in einem Notizbuch geführt wird, ist im Grunde egal.

Wichtig ist nur, dass Du einen richtig schönen Stift oder eine tolle Farbe gewählt hast, um die erledigten Sachen durchzustreichen.

Es hält geschmeidig und stellt zufrieden, wenn die durchgestrichenen Posten gegen die offenen gewinnen. Wie sonst willst Du abends sehen, was Du alles erledigt hast?

5. Champagner: Reward & Recognition

Wenn Du ein Ziel erreicht hast, hast Du eine Belohnung verdient.

Das hast Du sicher schon oft vergessen, weil wir im heutigen Alltag so viele Ziele erreichen müssen und die Mitläufer alle gewaltigen Wind machen.

Aber Dir kann ja egal sein, ob der Wettbewerb am Horizont eine Staubwolke hinter sich her zieht.

Du hast Champagner, Pralinen, einen Whirlpool und eine entspannte Auszeit verdient, wenn Du die ganze Woche über deine To-Do-Liste zu einem vernünftigen Benehmen angehalten und obendrein noch gepflegt und gepampert hast.

Während der Woche tut es manchmal auch ein Lolli, eine neue Sorte Schorle oder eine zehnminütige Pause am Telefon mit Freunden.

Wichtig ist nur: Du belohnst Dich auch wirklich mit einem Genussmittel Deiner Wahl, wenn es an der Zeit dafür ist.

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Denk immer daran: Deine To-Do-Liste ist kein Gegenspieler, sondern nur ein Werkzeug und damit so gut in der Wirkung, wie Du sie pflegst und nutzt.

Wie geht Ihr mit Euren Listen um: Habt Ihr noch weitere Pflegetipps?

02.09.2015