Wintersch(l)af ist keine Lösung

Wintersch(l)af ist keine Lösung

Der Januar ist einfach kein gemütlicher Monat. Gefühlt drängen alle um einen herum voran, um Projekte und geschäftliche Vorsätze umzusetzen, aber die innere Uhr steht auf Winterschlaf: Nur langsam wird es morgens heller, viel zu schnell ist es abends wieder dunkel.

Leider ist das Überwintern im Bett für die meisten Selbstständigen keine praktikable Lösung.

Aber ein bisschen selbst verordnete Wellness kann dabei helfen, munter durch den Tag zu kommen – oder zumindest durch einen Teil davon.

Der Vorteil freier Zeiteinteilung

Freiberufler und andere Selbstständige haben nun mal den großen Vorteil, sich ihre Zeiten selbst einteilen zu können.

Schließlich merkt es niemand, wenn man den Arbeitstag um 10 Uhr beginnt statt wie gewohnt um 8 oder 9 Uhr.

Bevor man sich gähnend durch die Woche quält und jeder Tag sich irgendwie ein bisschen dahinschleppt, sollte man lieber mindestens einmal in der Woche bewusst auf eine entspannte Auszeit von mehreren Stunden mitten in der Routine setzen:

Länger im Bett bleiben oder gleich einen halben Tag dafür einplanen, ganz im eigenen Tempo in den benötigten Schwung zu kommen. Es klingt so banal, aber nicht nur die Laune ist gleich viel besser, wenn nicht jeder Tag und jeder Zeitplan unerbittlich gleich verlaufen.

Man ist auch viel leistungsfähiger mit ein paar mehr Stunden Schlaf und bewusster Freizeit.

Kein Grund also für ein schlechtes Gewissen, wenn man statt Winterschlaf das eine oder andere Meeting mit sich selbst und einer schönen Tasse Tee einplant.

Zeit für Vitaminbomben

Die Wintermonate verlangen unseren Nerven, aber auch unserer Haut und dem Immunsystem viel ab. Trockene Heizungsluft, Erkältungen, Stress zum Jahresende hin und Völlerei an den Weihnachtstagen wollen ausgeglichen werden.

Die Zeit nach den Feiertagen ist ideal, um bewusst frisches Obst und Gemüse aufzustocken und dafür zu sorgen, dass Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge aufgenommen werden, um eventuelle Mangelerscheinungen auszugleichen.

Wenn die Müdigkeit in den Wintermonaten auf Vitamin- oder Nährstoffmangel zurückzuführen ist, kann auch eine Vitaminkur mit frischen selbstgemachten Smoothies oder kombinierten Vitaminpräparaten helfen.

Wer keine Zeit oder Lust hat, jeden Tag Tabletten zu nehmen, Rohkost zu schnippeln oder Gemüsegerichte zu kochen, sollte zumindest versuchen, auf einen guten Apfel am Tag zu kommen – und immer auf genügend Flüssigkeit.

Wenn gar nichts hilft …

Hilft aber tatsächlich gar nichts gegen den Drang, unter der Decke zu bleiben, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die Arbeit einfach für ein paar Stunden mit ins Bett zu nehmen.

Recherchieren, Gedanken sortieren, Telefonieren, Aufgaben planen und Mails oder Blogs lesen klappt dank Laptop jederzeit vorübergehend auch im Liegen.

Mit lexoffice kann man bekanntlich von unterwegs Rechnungen schreiben und den Finanzstatus im Blick behalten – das geht auch mit Wärmflasche im Rücken unter der Bettdecke.

Außerdem kann es sich nur noch um wenige Wochen handeln, bis wir uns dann mit der Frühjahrsmüdigkeit auseinandersetzen müssen.

Wichtig ist es also, die kuscheligen Phasen schon jetzt regelmäßig mit Bewegung an der frischen Luft zu ergänzen.

Das ist zwar nicht so gemütlich wie ein Winter unter der Bettdecke, aber die beste Möglichkeit, Sauerstoff zu tanken.

Und Sauerstoff braucht unser Hirn jetzt ganz besonders, um uns aus dem Dämmerzustand kurz vor dem Winterschlaf zu holen.

Sei kein Schaf: Bewusst gegen den Winterschlaf

Ob durch Sauna, Spaziergänge in der Kälte, Vitamin-Cocktails oder bewusst genossene Auszeiten: Wichtig ist vor allem, sich dem Drang nach Winterschlaf nicht kampflos zu ergeben.

Sonst gähnt man, hängt durch, schläft ungeplant zu den falschen Zeiten und wird obendrein frustriert sein, weil Erfolgserlebnisse fehlen werden, der Ausgleich aber auch.

Wir empfehlen also, die Durchhänger und Ausgleichsversuche in die Tagesplanung aufzunehmen.

Es gibt keinen besseren Monat als den Januar, mit Powernapping zu beginnen – und keinen besseren als den Februar, dann knapp vor der Frühjahrsmüdigkeit wieder mit der bewussten Produktivitätssteigerung anzufangen.

14.01.2015