Work-Life-Balance: Eat that frog

Eat that Frog! Ordnung, Aufgaben und Wohlbefinden

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Die meisten Menschen kennen es: Ein unliebsames Thema schiebt man gerne so lange vor sich her, bis es sich nicht mehr vermeiden lässt, sich damit zu beschäftigen.

Eigentlich spürt man genau, dass es Zeit und Energie kostet, immer weiter auszuweichen, und doch wartet man bis zur letzten Minute oder lässt eine Aufgabe so lange liegen, bis sie schon ein Eigenleben entwickelt.

Lebt in jedem Büro: Der innere Schweinehund

Ablagestapel, Sammelsurium in Schränken, unerledigte Behördenbriefe und überfüllte Abstellkammern sind weit verbreitete Zeugen dafür, wie bequem der innere Schweinehund gern lebt.

Manchmal hilft es, wenn man dann einfach Schwung nimmt und die offenen Punkte ohne Verzögerung angeht – Frühjahrsputz zum Beispiel, Ordnung schaffen immer dann, wenn die Natur auch gerade tätig wird.

Frühlingserwachen überall, immer besseres Wetter und damit auch gute Laune und innere Energie:

Nicht umsonst ist der Frühjahrsputz ein so weit verbreitetes Phänomen, weil wir alles um uns herum gerne mal wieder sauber und schön haben möchten, die Steuererklärung hinter uns bringen und endlich entrümpeln wollen.

Eat that Frog!

Aber es muss nicht immer erst kurz vor knapp sein. Statt Energie in Ausweichmanöver zu investieren und immer wieder gute Gründe dafür zu finden, etwas nicht zu erledigen, kannst du auch das „Eat the Frog“-Prinzip anwenden:

Einfach immer das ungeliebte Thema zuerst angehen und vom Tisch schaffen.

Beim ersten Mal kostet es noch ziemlich Überwindung. Aber wenn du einmal gelernt hast, wie groß die Erleichterung ist, wenn du schon einen „Frosch“ heruntergewürgt hast, kann die restliche Routine dich nicht mehr schocken.

Das Zitat „Wenn es zu deinem Job gehört, einen lebenden Frosch zu schlucken, erledigst du das am besten gleich morgens. Und wenn du zwei verspeisen sollst, nimm den größeren und hässlicheren zuerst“ wird mal Mark Twain zugeschrieben, mal Goethe und mal dem Autoren Brian Tracy oder noch anderen.

Die Botschaft jedoch ist immer die gleiche:

Am besten machst du gleich eine lebenslange Routine daraus, jeden Tag mit der dicksten Amphibie zu beginnen, die du in den Griff bekommen musst.

Denn wie ein echter Frosch geht auch die zu erledigende Aufgabe nicht weg, nur weil man sie lange anstarrt oder um sie herumarbeitet.

Ganz im Gegenteil vermeidest du Stress und erhöhst dein Wohlbefinden, wenn du mit dem Verschieben aufhörst.

Alles geht leichter von der Hand, wenn der größte Brocken weg ist – schließlich ist das Schlimmste dann schon erledigt und es geht nur noch aufwärts.

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