Remote Control &
8211; erfolgreiche Zusammenarbeit trotz Entfernung

Remote Control - erfolgreich zusammenarbeiten trotz Entfernung

Als selbstständiger Unternehmer und Dienstleister genießt Du die Freiheit freier Zeiteinteilung und den Komfort im Home Office.

Ob Du dreißig, vierzig oder sechzig Wochenstunden und für wenige oder viele Kunden arbeitest, entscheidest nur Du anhand Deiner Präferenzen und Lebensumstände.

Aber die große Flexibilität bringt auch umfangreiche Herausforderungen mit sich.

Wir zeigen Dir die Punkte auf, die Du beachten oder umsetzen solltest, um in Projekten den Kontakt zu Team und Auftraggeber zu halten.

Schließlich ist Präsenz im Projekt ein Teil Deiner Selbstdarstellung und bei Erfolg der beste Auslöser für Folgeaufträge.

Gut erreichbar zu sein und zwar so, wie der Kunde es sich wünscht, ist aber grundsätzlich ein Erfolgsfaktor für die Zusammenarbeit und wichtig, wenn überhaupt an Dich gedacht werden soll im Arbeitsalltag.

Besonders wenn die anderen Beteiligten im Büro zusammensitzen, musst Du darauf achten, dass für Dich nicht „aus den Augen, aus dem Sinn“ gilt.

Das wichtigste Werkzeug für die tägliche Zusammenarbeit

Die anderen Projektmitarbeiter vor Ort beim Kunden sehen sich täglich. Wenn Du nicht aufpasst und es Dir mit den eigenen Aufgaben zu gemütlich machst, gerätst Du schnell in Vergessenheit.

Das kann dann auch so interpretiert werden, als ob der Auftrag Dich nicht interessiert oder, schlimmer, als ob es nicht relevant ist, ob Du Dich beteiligst.

Wenn Du einbezogen werden möchtest beim Verteilen neuer Aufgaben und es auch erfahren möchtest, was sich im Team alles tut, musst Du auf Präsenz setzen.

Mails schreiben, Fragen stellen, Dich einbringen und darum bitten, an Telkos und Videokonferenzen teilzunehmen.

Freundlich, professionell, hilfsbereit, präsent. So wie eigentlich jeder sein sollte, nur dass es übers Netz ein wenig mehr Aufwand und Bewusstsein kostet.

Vielleicht hast Du angenommen, dass unsere Tipps für reibungslose Zusammenarbeit trotz Entfernung sich in erster Linie auf Tools und Apps beziehen.

Die sind natürlich ebenfalls wichtig und dazu kommen wir auch gleich noch.

Tatsächlich aber sind Deine Einstellung und Deine Bereitschaft, Dich über die Distanz hin aktiv einzubringen, das wichtigste und auch das nachhaltigste Werkzeug, das Dir zur Verfügung steht.

Skype und Co – Zusammenarbeit per Chat, Foren, Whatsapp oder Slack.com

Wenn eine Telefonkonferenz nicht genügt, greifen viele Firmen auf Video-Conferencing von Skype bis Google Hangout zurück.

Du solltest das Tool der Wahl Deines Kunden akzeptieren und nutzen und Dich über die Möglichkeit freuen, gemeinsam an Projekten zu arbeiten und dabei sowohl rudimentäre Anwendungen wie Google Docs als auch Collaboration Tools wie Confluence zu nutzen.

Projektmanagement-Tools ermöglichen nicht nur die reibungslose Zusammenarbeit, sie bauen auch gleich ein Archiv rund ums Projekt auf und eine Wissensdatenbank für alle Beteiligten.

Wir empfehlen Dir also, jeden zur Verfügung gestellten Dienst mit echtem Enthusiasmus zu begrüßen, auch wenn Du Dich dafür schon wieder in eine neue Plattform einarbeiten musst.

Das hält flexibel – und Du wirst mit jeder neuen Anwendung souveräner. So wie jeder Video-Chat selbstverständlicher wird und Chatten bei zu klärenden Fragen immer normaler.

Auch für Deinen Kunden ist es gut, denn nichts ist schlimmer als ein schmollender Nerd mit Präferenzen für ein bestimmtes (anderes) Tool, während alle anderen einfach fröhlich werkeln.

Viele Möglichkeiten führen zu vielen Erwartungshaltungen

Wenn Du einerseits Präsenz signalisierst und andererseits in der Projektmanagement-Umgebung aktiv mitwirkst, gehört das Setzen von Grenzen zu den Voraussetzungen dafür, dass Du Spaß an der Sache behältst.

Grenzen Dir selbst gegenüber, damit Du Dich regelmäßig vom Rechner löst, zu Networking-Events gehst, auch mal im Coworking Space arbeitest oder Dich zuverlässig zum Feierabend zwingst.

Die Grenzen, die Du einhalten musst, damit Du nicht im Jogginganzug vorm PC vergammelst, Dich am Ende mit dem Pizzaboten verlobst und kaum noch weißt, wie Deine Nachbarschaft bei Tageslicht aussieht.

Aber auch Kunden muss man Grenzen setzen, denn in einer rundum vernetzten und ständig verfügbaren Online-Berufswelt kommt nur zu schnell die Erwartung auf, dass auch Freelancer rund um die Uhr verfügbar sind.

Damit Deine Kunden sich nicht angewöhnen, Dich schön in aller Ruhe am Abend anzurufen, weil tagsüber so viel los ist … oder den Samstagnachmittag wählen, um endlich mal über das Projekt ausführlich zu reden … solltest Du von Anfang an normale Geschäftszeiten einhalten, zu denen Du erreichbar bist.

Alle anderen Zeiten sind private Lebenszeit.

Einfacher wird es für Dich, wenn Du ein Privat- und parallel ein Business-Handy hast und nur zu Arbeitszeiten in Deine Mailbox siehst, weil Freunde Dich auch auf dem privaten Telefon erreichen können.

Wir empfehlen also, einerseits präsent zu sein im Projekt, andererseits nicht rund um die Uhr Verfügbarkeit zu signalisieren – ein simpler Balance-Akt, der keinen großen Aufwand erzeugt, nur ein bisschen Fingerspitzengefühl erfordert.

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Firmen wiederum tun gut daran, ihre entfernt arbeitenden Team-Mitgliedern in den allgemeinen Informationsfluss bewusst einzubeziehen:

Durch Info-Kopien, Einladungen zu Telkos und Video-Chats, durch gezielte Rückfragen zu den einzelnen Projektschritten und persönliche Treffen und Meetings, wann immer sie sich logisch ergeben.

Weiterführende Link-Tipps:

04.11.2015 | 3
  1. Martin zu Gast | 04.11.2015 | 08:42

    Der Spruch mit dem Schmollen ist gemeim, aber treffend! Ganz herausragender Blog hier, Kompliment.

  2. Carola @lexoffice | 05.11.2015 | 11:32

    Vielen Dank, das Kompliment freut uns sehr!

  3. […] größere Entfernungen zusammenzuarbeiten ist dank moderner Technologie jederzeit mühelos möglich. Man sollte meinen, dass Meetings „Face to Face“ damit […]