Zusatzeinkünfte erwirtschaften

Zusatzeinkünfte als Quereinsteiger:in erwirtschaften: So geht’s

Gut für KSK-Mitglieder: Bis Ende 2021 darf durch nicht-künstlerische selbstständige Tätigkeiten mehr als bisher hinzuverdient werden

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Wir haben über die Corona-Sonderregelung in der Künstlersozialversicherung bis zum Jahresende bereits berichtet. In diesem Beitrag findest du einige Tipps, wie du diese 4 Monate hoffentlich noch nutzen und Zusatzeinkünfte erwirtschaften kannst.

Nebeneinkünfte erzielen: Woher nehmen und nicht quälen?

Einfach mal eben etwas dazuverdienen ist natürlich leichter gesagt als getan – sonst wären nicht so viele Menschen so dringlich auf der Suche nach einem Nebenjob. Doch du bist in einer anderen Situation als die meisten:

Ohne die Pandemie kamst du ganz gut zurecht. Mit der Pandemie und ihren Einschränkungen durftest du bisher nur wenig in „fachfremden“ Bereichen verdienen, doch nun sind es bis zu 1.300 Euro monatlich (aktuell gilt die Regelung bis zum Jahresende 2021).

Jetzt ist es an dir, deine Möglichkeiten zu nutzen! Mindestens drei verschiedene Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung, ohne dass du in Weiterbildung und Ausstattung investieren musst.

1. Nutze deine Selbständigkeits-Skills

Wenn du unsere Blogserie zum Thema Was macht die Selbständigkeit mit mir? verfolgt hast, weißt du ja bereits, dass du Angestellten viele Unterschiede voraus hast. Jetzt kannst du alles anderen anbieten, was du für dein eigenes Geschäftsmodell erst lernen musstest:

Du kannst im Auftrag übernehmen oder andere coachen, was Akquise und Selbstdarstellung, Außenwirkung und Marketing, Networking und berufliche Weiterentwicklung angeht. Ob du für andere nach Geschäftspartnern recherchierst, Social Media Marketing für sie übernimmst oder andere beim Computerkauf berätst – alles, was du für dich selbst lernen musstest, brauchen andere auch.

lexoffice zum Beispiel – kennst du schon „lexoffice Coaches“? Als lexoffice Coach oder auch einfach so könntest du außerem das Affiliate-Programm nutzen. Viele Firmen bieten Affiliate-Partnerschaften an, sich dort umzusehen lohnt immer.

2. Kommuniziere klar deinen Bedarf

Aktuell ist so einiges ungerecht verteilt. Die einen haben dank Digitalisierungs-Boost viel zu viel Arbeit, andere sind in Schwierigkeiten. Wie heißt es so schön „Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken“ und ohne zu fragen oder anzubieten erfährst du nicht, mit wem du arbeiten könntest oder wer gerade Unterstützung sucht.

Es ist keine Schande, auf der Suche nach Überbrückungsjobs zu sein und viele Aufgaben werden sogar viel eher vergeben, wenn es sich um eine Projektarbeit von ein paar Wochen oder Monaten handelt. Du musst nicht verzweifelt klingen (auch wenn du es bist), sondern kannst einfach in deinem Netzwerk kommunizieren: „Leute, ich suche noch Aufgaben, mir hat Corona eine Pause verpasst, aber ich lerne und mache gerne auch was ganz anderes.“

3. Freelancerbörsen und andere digitale Chancen

Nutze die Portale für kleine und große Aufträge ebenso wie Internet-Kleinanzeigen und Facebook-Gruppen, um nach einem Nebenjob zu forschen. Dafür brauchst du gute Nerven und einen klaren Kopf, weil es viele fragwürdige Angebote gibt. Aber Möglichkeiten gibt es eben auch, und unsere Welt ist sowieso ununterbrochen im Wandel und es ergibt sich ständig Neues.

Wenn du ein halbwegs gut besuchtes Blog betreibst, könntest du dich auch als Nano- oder Micro-Influencer positionieren und mit als Advertorials gekennzeichneten Produktrezensionen und -tests de Haushaltskasse aufbessern. Influencer müssen nicht immer Millionen von Follower haben, die Richtgen Interessen und Fans bieten auch schon einige Möglichkeiten.

Zusatzeinkünfte erwirtschaften: Dort fragen, wo Fachkräftemangel herrscht

Vielleicht sind Online-Suchvorgänge und entsprechende Strategien jetzt auch nicht das Richtige für dich, du brauchst einfach nur dringend Geld.

Dann schau dich dort um, wo immer Fachkräftemangel „zum Anfassen“ herrscht: In der Gastronomie, in der Pflege, bei Kurierdiensten, in der Gebäudereinigung, im Handwerk.

Überall, wo viel und zuviel gearbeitet wird, fallen auch stressige Aufgaben an, bei denen Hilfe gern genommen wird. Sag einfach, was Sache ist: Du möchtest ein paar Monate überbrücken, und deshalb bekommen sie jetzt eine kreative Fachkraft für ihr Problem.

Wer weiß, vielleicht bringst du ja noch ganz andere Ideen ein und man arbeitet später weiter mit dir, wenn du wieder in deinem Kreativberuf tätig sein kannst.

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(Was ich nicht empfehle: Callcenter und Pyramidensysteme sowie alles, wo man höhere eigene Investitionen mitbringen muss. Das sind nicht die Jobs, die dir momentan guttun würden.)

Eins steht fest: Erfolgreich dein Einkommen aufbessern und Nebeneinkünfte erzielen wirst du jetzt nur, wenn du klipp und klar darlegst, dass du es willst.

Nur wenn andere wissen, dass du nicht ausgelastet, aber offen für neue Möglichkeiten bist, wird man dir Aufgaben anbieten können.

Um Hilfe bitten ist nicht einfach. Aber das machst du ja auch gar nicht: Du bittest nicht um Unterstützung, du bietest welche an. Damit dir zwischendurch der Mut nicht flöten gehst, machst du am besten jetzt sofort einen Hundert-Punkte-Plan voller Ideen, was du alles ausprobieren kannst und wo du überall nachfragen oder inserieren oder Anzeigen lesen kannst.

Schriftlich natürlich. Dann hast du etwas in der Hand, das du konsequent durcharbeiten kannst. Auch dann, wenn die Stimmung zwischendrin mal schwankt.

Wir wünschen dir ganz viel Erfolg!

  • Foto: Adobe Stock Dusko
Über die Autorin
Carola Heine
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