Freiberuflichkeit

Als Freiberuf oder freier Beruf werden im deutschen Recht Tätigkeiten bezeichnet, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen.

Die freiberufliche Tätigkeit hat ansonsten alle Merkmale der gewerblichen Tätigkeit. Ein Angehöriger eines freien Berufs ist zum Beispiel auch dann noch freiberuflich tätig, wenn er Angestellte hat. Voraussetzung ist, dass er auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird.

Freiberufliche Tätigkeiten nach §18 EStG umfassen alle Ärzte, Notare, Architekten, Anwälte, Ingenieure, Steuerberater und ähnliche Berufe – sowie alle selbstständig ausgeübten künstlerischen, schriftstellerischen, wissenschaftlichen, unterrichtenden oder erziehenden Tätigkeiten.

Für eine freiberufliche Tätigkeit ist kein Gewerbeschein erforderlich, es fällt also auch keine Gewerbesteuer an.

Einträge ins Handelsregister und eine Mitgliedschaft in der IHK sind nicht nötig, es muss keine jährliche Bilanz abgegeben und keine doppelte Buchführung betrieben werden.

Einfach ist die Zuordnung tatsächlich nicht immer:

Im Zweifelsfall fragt ein Gründer am besten einen Steuerberater oder eine professionelle Gründerberatung, ob die angestrebte Branche zu den freiberuflichen oder gewerblichen gehört.