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Inspiration und Weiterbildung sind Chefsache

Messen, Events und Barcamps helfen Ihnen als Arbeitgeber*in beim Umdenken, neu Denken, Lernen

Neue Arbeitswelten, alte Probleme, Veränderungen dank digitaler Möglichkeiten und Change Management … die Anforderungen an Unternehmer*innen mit Personalverantwortung sind zahlreich. Schnell ist der Punkt erreicht, an dem das einsame Lesen von Fachartikeln Sie nicht mehr weiterbringt, wenn es um Ihre Entwicklung geht. Dann ist der Moment gekommen, sich nach passenden Veranstaltungen umzusehen: Vom Unternehmerinnenfrühstück bis zum Chef-Barbecue, vom Barcamp bis zur Fachmesse ist jedes Format vertreten.

Was macht Unternehmen zu attraktiven Arbeitgebern? Einer der wichtigsten Faktoren sind immer die Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter. Doch wie stellen Sie sicher, Ihrem Team im Wirbelsturm der digitalen Transformation die besten Optionen zu bieten, ohne auf überteuerte Angebote oder inhaltsleere Coachings hereinzufallen?

Ganz einfach: Indem Sie sich selbst auf dem Laufenden halten und damit aus erster Hand kompetent beurteilen können, welche Art von Innovation und welche Entwicklungsmaßnahmen fürs Team die besten für Ihr eigenes Geschäftsmodell sind. Die Möglichkeiten sind zahlreich und unterschiedlich.

Fachmessen für Personalverantwortliche und Unternehmer*innen

HR-Fachmessen richten sich an Personalentwickler, Human Ressource Spezialisten, Geschäftsführer und andere Personalverantwortliche – aber auch an brancheninterne Dienstleister, Bildungsanbieter und Unternehmen. Wenn Sie zu denen zählen, die Weiterbildung für Arbeitgeber als wichtigen Punkt auf der Agenda stehen haben und auf Events dieser Größenordnung vorbeischauen möchten, sollten Sie vor einem Messebesuch auf der Website die Agenda anschauen und Ihre konkreten Ziele festlegen, sonst wird es schnell unübersichtlich:

Auf Personalmessen finden Sie …

  • Jobbörsen unterschiedlicher Art mit und ohne Programm
  • Personalvermittler, -agenturen und Headhunter
  • Software-Lösungsanbieter von Fortbildung bis Administration
  • Experten-Fachvorträge und Innovations-Präsentationen
  • Berater und Coaches jeder Größe und Güteklasse
  • Networking-Möglichkeiten von Lounge bis Party

Noch zwei Gründe, sich vor dem Event in den Informationen über das Programm umzuschauen: Die spannendsten Vorträge sind oft lange im Voraus ausgebucht, nur wer sich rechtzeitig registriert, hat eine Chance. Außerdem können Sie sich bei vielen Bildungsanbietern für einen Wunschtermin vorab anmelden und Ihre kostenlose Eintrittskarte gleich mit anfordern.

Denn gerade große Weiterbildungsanbieter machen zwar aus Compliance-Gründen keine ausdrückliche Werbung mit freien Tickets, doch gibt es einige, die diese Option der Terminvertiefung nutzen.

Besonders spannend ist der direkte Austausch mit Verantwortlichen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen – auf großen Messen allerdings fast nur durch Networking Lounges oder gezielt für diesen Aspekt aufgesetzte Abendveranstaltungen möglich.

Diese großen HR- und Learning-Fachmessen in Deutschland finden regelmäßig statt:

Digitale Trends direkt an der Quelle erleben und sehen, ob der Markt wirklich dort angekommen ist, wo Ihr eigener Bedarf komfortabel gedeckt werden kann, dafür sind große HR und Weiterbildungsmessen wunderbar.

Um in den engen Austausch mit anderen zu kommen, die sich ähnlichen Herausforderungen stellen und Best Practices auszutauschen, über Erfahrungen zu sprechen und konkret an gemeinsamen Ergebnissen und Lösungen zu arbeiten, sind andere Event-Formate besser geeignet. Allen voran Unkonferenzen und Impulse-Meetups.

Das Format Unkonferenz: HR Barcamps

Eine Unkonferenz oder auch ein Barcamp ist eine Veranstaltung, die sich von einem lange vorher feststehenden Programm löst und stattdessen mit Sessions arbeitet, über die man sich vorher gemeinsam einigt. Das funktioniert, weil die Teilnehmenden ihre eigenen Sessionvorschläge mitbringen und erklären, welche Erfahrung oder Expertise zu welchem Thema sie in 20 bis 40 Minuten teilen können, indem sie die Moderation einer Session übernehmen.

Weil die mühsame Vorbereitung eines Rahmenprogramms entfällt und die Speaker Teilnehmende sind und keine Honorare anfallen, sind Barcamps flexibel und bezahlbar. Sie dauern von 2 Stunden ohne vorher feststehendes Haupt-Thema wie bei den Gründermüttern Düsseldorf in kleineren regionalen Netzwerken bis hin zu zwei oder drei Tagen zu einem bestimmten Fachbereich, wie das #play14 Berlin, bei dem es darum geht, ob spielerisches Lernen am Ende der bessere Bildungsweg ist.

Wichtig: Eigenwerbung ist verpönt. Zwar finden sich auf allen renommierten Barcamps unweigerlich auch Berater, die Sessions zwecks Eigenvermarktung anbieten, aber das lässt sich in der Regel bereits vorher erkennen und wird selten von den Teilnehmenden honoriert.

Sessions können viele unterschiedliche Formate haben. Ein Format kann ein Workshop sein, oder eine offene Diskussion, die nur durch eine Eingangsfrage eröffnet wird, ein klassischer Vortrag oder ein ganz anderes, kreatives Format. Eine Session dauert meist 45 Minuten bis eine Stunde. Grundsätzlich finden mehrere Sessions parallel statt – analog werden also parallel mehrere Räume sowie Präsentations- und Arbeitsmaterialien benötigt und wer auf einem Barcamp ist, trifft den ganzen Tag lang Entscheidungen, welche Session er oder sie bevorzugt. Es gehört aber auch zum guten Ton, eine Session verlassen zu dürfen, um in mehrere hineinzuschnuppern.

Ein echtes Barcamp wird von Menschen ausgerichtet, die für ihre Themen und das Prinzip Unkonferenz brennen und ist kein Geschäftsmodell – auch wenn es für Firmen Sinn ergeben kann, als Sponsor wahrgenommen zu werden. Außer einer Keynote, die zum gewählten Thema passt, sind festgezurrte Sessions ausdrücklich unerwünscht.

Neben dem bereits gut etablierten educamp gibt es eine Reihe von Barcamps, die sich mit Bildung beschäftigen. Hier eine Übersichtsliste und eine allgemeine Liste fast aller Barcamps in Deutschland, Österreich und Schweiz, sortiert nach Termin.

Barcamp Protipp: Gehen Sie mit dem ganzen Team auf das Camp Ihrer Wahl. Barcamps sind die perfekte Methode, um Kunden und Mitarbeiter*innen in Unternehmensprozesse einzubeziehen und dabei neue Meinungen und Bedürfnisse zu entdecken. Auf Barcamps wird oft von von Teilgebern, nicht Teilnehmern gesprochen – denn es handelt sich um Austausch auf Augenhöhe, der bewusst hierarchie- und bereichsübergreifend organisiert wird, ggf. auch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Der typische Ablauf eines Barcamps:

  • Begrüßung der Teilgebenden und Vorstellung von Veranstaltern und Sponsoren.
  • Vorstellungsrunde mit einem Intro durch 3 Stichpunkte oder Hashtages von allen.
  • Sessionplanung, indem Vorschläge auf Moderationskarten notiert und zur Abstimmung gestellt werden.
  • Sessions, immer mehrere parallel in verschiedenen Räumen oder an separaten Tischen mit formlosem Protokoll.
  • Abschlussrunde, Eindrücke und Feedback werden geteilt.

Leider sind die tollsten Barcamps oft direkt nach Terminverkündung ausverkauft. Deswegen ist es so gut, dass in allen mittelgroßen und großen Städten inzwischen eine rege Eventkultur blüht, Netzwerke immer stärker werden und es viele Gelegenheiten gibt, ein Format zu testen, ohne schon Wochen vorher verplant zu sein – oder tagelang abwesend.

Meetups, Impuls-Vorträge, Unternehmer Brunch or Breakfast

Gehen Sie in die Event-Suche bei XING und geben Sie nacheinander jeweils  „Arbeitgeber“ und „Employer“ und „Mitarbeiterführung“ in das Suchfeld ein, schon verfügen Sie über eine reichliche Auswahl an Community- und Weiterbildungsveranstaltungen.

Um in Ihrer direkten Umgebung am Ball zu bleiben, empfehlen wir ein buntes Bündel Newsletter-Abos, und zwar von der Industrie- und Handelskammer, allen großen Coworking Spaces, Unternehmerverbänden und den Innungen und Verbänden Ihrer Branche. Am besten legen Sie sich eine eigene Mail-Adresse nur für die Verwaltung Ihrer Fortbildungsinfos zu, denn Sie werden auf tonnenweise spannende Whitepaper und Webinare treffen, die sich per Mail-Registrierung anschauen lassen.

Abonnieren Sie außerdem die Blogs der erfolgreichsten Speaker zu den Themen, die Sie beschäftigen: Sobald diese an einem Event teilnehmen, werden Sie quasi automatisch eingeladen, sich ebenfalls zu registrieren, weil die Experten Werbung für ihren Vortrag machen.

Und, nicht zuletzt: Fragen Sie Ihr bereits bestehendes Netzwerk, wie und wo die anderen auf geeignete Events aufmerksam werden, auch die Mitglieder ihres Teams.

Kein Event gefunden, das perfekt passt? Eigeninitiative hilft!

Übrigens: Sollte der fast unwahrscheinliche Fall eintreten, dass es zu Ihrem Wunschthema und Fachgebiet noch keinen „Stammtisch“, kein Barcamp oder Fach-Event gibt, dann gründen Sie doch eins. Eine virtuelle Runde reicht, um mit vertretbarem Aufwand das Interesse an ihren Wunschthemen zu prüfen:

Auf Meetup ist in wenigen Minuten eine neue lokale Gruppe eingerichtet, für die Sie dann noch in Ihren Netzwerken ein wenig Werbung machen können. Auf XING können Sie in Branchengruppen fragen, ob Interesse an einer regionalen Zusatzgruppe besteht und in regionalen Gruppen, ob eine Vertiefung auf Ihr Einzelthema auf Interesse stößt. Eine passende Facebook-Gruppe ist buchstäblich in Sekunden eingerichtet.

Wenn Sie für Ihr Thema brennen und an Austausch interessiert sind, können Sie auf diesen Wegen Ihr Networking und die Weiterbildung als Arbeitgeber auf spannende Weise auf das nächste Level heben.

Vielleicht halten dann Sie einen der nächsten Impuls-Vorträge oder richten sogar ein Business Breakfast aus. Möglichkeiten gibt es viele, und sie werden stündlich mehr.