Live-Videos so geht's

Mit Live-Videos starten – so geht’s!

Die letzten Jahre haben Video als Erfolgsformat fest etabliert. Gehörst du auch zu denen, die sich nicht trauen, "live zu gehen"? Wir erklären, wie es geht!

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Regelmäßige Live-Videos sind deine niedrigschwellige Möglichkeit, deine Community zu vergrößern und die Bindung zur Zielgruppe zu stärken. Trotzdem trauen sich viele nicht, dieses Potenzial zu nutzen – unter anderem, weil sie nicht wissen, wie es überhaupt geht.

Mehr Reichweite durch Live-Videos

Mit keinem anderen Posting-Format lassen sich so viele Interaktionen erzeugen wie mit Live-Videos, denn sie werden in der Timeline der Nutzer:innen bevorzugt angezeigt. Laut Facebook bis zu sechsmal öfter als andere Beiträge – ohne, dass du Geld für Anzeigen ausgeben musst.

Der Aufwand ist gering, wenn man ihn mit dem für andere Video-Produktionen vergleicht. Viele Produzent:innen von Live-Videos nutzen einfach ihr Smartphone und das funktioniert herausragend.

Mit einfachen „Bordmitteln“ erzeugst du Nähe, steigerst deine Glaubwürdigkeit und kannst viele unterschiedliche Formate nutzen, um deine Ziele voranzubringen.

Hilfe - welche Live-Videos soll ich machen?

Mit Live-Videos kommst du deiner Zielgruppe viel näher als mit jedem anderen Format. Die Möglichkeiten sind zahlreich:

Unboxing-Videos, Produktvorstellungen, Fragen beantworten, Interviews und „Talkshows“ und Einblicke in deine Arbeitsweise und vor allein in deine Persönlichkeit.

Live-Videos in drei Schritten:
Mindset, Ausstattung, Vorgehensweise

Wenn du zu denen gehörst, die sich nicht so gerne vor eine Kamera setzen, dann bist du nicht alleine. Aber mit Live-Videos kannst du wichtige Ziele wesentlich schneller erreichen als ohne, deshalb willst du ja auch lernen, deine Übertragungen zu streamen.

Was hilft? Üben, üben, üben. Zum Beispiel die Technik vor jedem Live einige Male ganz alleine, in einer Gruppe oder einem Event, wo nur du Mitglied bist. Wenn du fünfmal geübt hast, wohin du schauen willst und worauf du klicken musst, ist die Hemmschwelle gleich viel niedriger.

Du kannst außerdem liebe Gäste einladen, die aus deinem Monolog ein spannendes Interview machen. Die anderen können dir nicht nur mit der Technik helfen und mit dir vorab testen, sondern auch noch zahlreichen zusätzlichen Mehrwert für die Zuschauer:innen mitbringen.

Und nicht zuletzt lernst du ganz viel vom Anschauen vieler anderer Live-Videos, damit du sehen kannst, wie andere es machen – und was dir daran gefällt, was nicht. Die Zeiten, in denen du mit „Hallo Ihr Lieben“ vom Autositz auf dem Supermarktparkplatz aus knapp vorm Einkaufen noch mal eben ein cooles Video posten konntest, sind gekommen und gegangen. Das können nur noch Influencer mit vielen Follower:innen erfolgreich durchziehen, weil denen immer jemand zuschaut.

Oft sieht man also eine spontane Aufnahme an irgendeinem Ort. Aber ohne Konzept, Ziel und vernünftige Ansprache und vor allem Ankündigung vorab kommst du als Einsteiger:in mit Live-Videos nicht weit. Nur wer routiniert und sicher vor der Kamera steht, kann beim Joggen ein Live herauspressen.

Als Anfänger:in solltest du dich lieber gut vorbereiten, deine Zielgruppe hat es verdient.

Was du an Ausstattung brauchst für Live-Videos

Je nachdem, für welche Plattform du dich entscheidest, brauchst du eine Kamera am Laptop oder ein gutes Smartphone und eventuell noch eine Streaming Software. Auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, welche Features du nutzen willst – auf einigen Plattformen reicht dein Smartphone, bei der automatischen Übertragung an mehrere benötigst du hierfür die passende Streaming Software.

Die Apps der sozialen Netzwerke wiederum werden ständig erweitert und verfeinert, am besten schaust du immer nach der aktuellsten Info des Anbieters selbst.

Unser Tipp: Ein kleines Drehbuch, ein Ablaufscript wenigstens in groben Zügen hilft dir dabei, aus deiner Live-Idea ein Video zu machen, das dir konkret beim Erreichen deiner Ziele hilft.

LinkedIn Live Videos streamen

Um auf LinkedIn live streamen zu können, musst du dich erst um diese Funktion bewerben. Dafür aktivierst du in deinem Profil zuerst den Creator-Modus. Mit LinkedIn Live Video können dann die genehmigten Mitglieder und Seiten Live-Videoinhalte auf ein LinkedIn Profil, eine Unternehmensseite oder ein Event übertragen – aber du musst die Funktion erst automatisch aktivieren, indem du dein Konto mit SocialLive, Streamyard, Switcher Studio, Wirecast oder Vimeo verbindest.

Du wirst sofort benachrichtigt, ob du für den Videozugriff zugelassen bist. Wenn du mit deinem LinkedIn Event live gehst, können Teilnehmende und Nicht-Teilnehmende gleichermaßen deine Inhalte während und nach dem Live-Event ansehen.

Mit Facebook, pardon, mit Meta live gehen

Du kannst auf Facebook auf einer Seite, in einer Gruppe oder einer Veranstaltung live gehen. Wenn du auf einer Seite live gehst, stehen dir mehr Tools und Optionen zur Verfügung als in einer Gruppe oder einer Veranstaltung. Verwendest du jedoch das Feature „Onlineveranstaltungen“, um in einer Veranstaltung live zu gehen, dann wiederum profitierst du von allen Vorteilen, die ein Livestream auf einer Seite mit sich bringt.

Die schnellste Methode, bei Facebook mal eben „live zu gehen“: Für eine vorhandene Kamera sorgen und in einem neuen geöffneten Beitrag auf „Live-Video“ gehen. Keine Sorge, es geht nicht sofort los – du kannst noch die Lichtverhältnisse kontrollieren, deinen Standort angeben und Freunde markieren, bevor du auf „Live-Video starten“ tippst.

Auf Instagram versteckt sich die Live-Funktion in der Story

Instagram Live findest du, wenn du ein neues Posting öffnest und dann unter „Erstellen“ die Auswahl hast zwishen Reel, Story, Story-Highlight, Live oder Guide. Du gehst auf „Live“ und dann öffnet sich das Fensterchen, in dem du erst noch Effekte auswählen kannst, bevor du on gehst.

Über das Zahnrad-Symbol lässt sich festlegen, wer das Video zu sehen bekommt, und über die Kamera kannst du Effekte hinzufügen. Zum Starten des Videos betätigst du dann den Aufnahme-Button.

Mit Twitter Live gehen

Um auf Twitter Live-Videos zu starten, öffnest du einfach einen neuen Beitrag und gehst auf das Kamerasymbol. Jetzt wird dir „live“ als Funktion angeboten. Wichtig: Wenn du das Mikrofon statt der Kamera antippst, dann überträgst du nur Audiodaten. Mit “Live gehen” startest du jeweils den Stream und über den Stop-Button beendest du ihn.

YouTube Livestreaming nutzen

Um mit YouTube live zu gehen, loggst du dich in deinen Account ein und klickst oben rechts auf „Erstellen“ und dann auf „Livestream starten“. Wenn du deinen Kanal noch nicht bestätigt hast, führe bitte die eingeblendeten Schritte aus: Achtung, das erstmalige Aktivieren eines Livestreams kann bis zu 24 Stunden dauern! Anschließend kannst du sofort live streamen.

Es gibt drei Arten von Streams: über ein Mobilgerät, die Webcam oder einen Encoder. Du kannst die Option auswählen, die für dich am besten geeignet ist. Für Livestreams mit Encoder folgst du der Anleitung von YouTube.

Damit du über Mobilgeräte live streamen kannst, musst du mindestens 50 Abonnenten haben.

Damit du nicht alleine vor dich hinstreamst ….

So unkompliziert das Live-Format auch ist, es erfordert Marketing vorab.

Sonst erfährt niemand davon, dass du live gehen wirst und du gehörst zu den vielen, die für einen oder zwei Zuschauer:innen sprechen und darauf hoffen, dass das Video später noch angeschaut wird. Was nicht immer klappt.

Live ist also immer einfach, aber nie spontan. Viel Erfolg!

FAQ:

Auf welchen Plattformen kann ich live gehen?

Es gibt zahlreiche Streaming Apps, die sogar mehrere Dienste vereinen, aber in der Regel kosten. In den sozialen Medien kannst du ohne Aufpreis Instagram Live-Video, Facebook Live-Video, YouTube Live-Video, LinkedIn Live-Video, und Twitter Live-Video nutzen.

Welche Ausstattung brauche ich für Live-Videos?

Eine Kamera am Rechner oder im Smartphone. Der ganze Rest – Geräte für die Ausleuchtung, Hintergründe etc. – ist bei einem Live-Video nicht so wichtig wie ein gutes Bild und klarer Ton.

Wie finde ich Interviewpartner:innen für Live Videos?

In den Communities deiner Branche oder deines Themas. Du wirst staunen, wie viele Menschen sich auf einen Aufruf hin melden werden: Expert:innen, Erfahrungsberichte oder Menschen mit anderer Meinung, alles geht.

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