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Kennst du Pearpop oder Supernova? 5 neue Social Media Netzwerke

Mitreden können: Mindestens so wichtig, wie eine Meinung zu haben. Denn auch um etwas später aktiv abzulehnen, muss man es erst kennen :-)

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Ist es ein Supertrend oder eine Eintags-App? So viele Male in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren haben Expert:innen vollmunding Anwendungen für überflüssig erklärt, die heute unseren Alltag bestimmen. Neue Social Media Apps zeigen immer wieder: Es folgt nicht den Gesetzen scheinbarer Logik, womit Menschen dann begeistert ihre Zeit verbringen.

Für Unternehmer:innen ist es noch komplexer, denn neue Apps bringen Goldgräberstimmung mit: Bei den ersten in einer neuen App sein statt auf den übervollen Plattformen – es kann sich sehr lohnen.

Die Welt der Social Media Apps und Plattformen bleibt unaufhörlich in Bewegung

Gerade hat die Business-Plattform XING angekündigt, den eigenen Event-Markt und die zahlreichen XING-Gruppen einzustellen. Die Menschen, die sich teils seit über einem Jahrzehnt liebevoll eine Community aufgebaut und betreut haben, müssen sich nun darauf einstellen, dass Gruppen am 11. Januar 2023 abgeschaltet werden. Andere Apps für soziale Treffen werden profitieren.

Auch in den deutschen Markt für Event-Apps wird nun mehr Bewegung kommen, denn bisher war XING eine komfortable kostenlose Möglichkeit, eine Veranstaltung anzukündigen und abzuwickeln.

Neue Vorschriften für fairen Online-Wettbewerb

Neue Vorschriften für einen fairen und wettbewerbsfähigen digitalen Sektor durch das Gesetz über digitale Märkte (DMA): Die Vorschriften für „Gatekeeper“, die größten und mächtigsten Online-Plattformen, wurden erfolgreich aktualisiert.

Höchste Zeit, denn der Rechtsrahmen der EU für digitale Dienste war seit der Annahme der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr im Jahr 2000 unverändert geblieben.

Die wichtigste Änderung: Plattformen dürfen nicht mehr die eigenen Produkte oder Dienste gegenüber jenen anderer Marktteilnehmer durch Ranking besser positionieren. Den ganzen Text kannst du bei Consillium Europa nachlesen.

Neues Gesetz für digitale Märkte

Wir haben uns unter den neuen Apps und Plattformen online umgeschaut beziehungsweise unter denen, die jetzt allmählich Fahrt aufnehmen. Es sind sehr spannende neue Möglichkeiten dabei – hier sind fünf.

1. Supernova: Die ethische Art, sozial zu interagieren

Die Supernova App gibt einen Großteil der erzielten Werbeeinnahmen an wohltätige Organisationen weiter. Außerdem wird nicht KI, sondern ein menschliches Team eingesetzt, um Hassreden zu filtern. Ziel ist ein möglichst inklusives Social Media Netzwerk, bei dem Sicherheit und Wohlbefinden der Nutzer:innen im Mittelpunkt steht.

Laut Website der App können die Menschen sogar angeben, welche wohltätige Organisation sie mit dem Geld der Werbepartner unterstützen wollen, und die Anzahl Likes unter Beiträgen fließt auch in die Abstimmung ein.

Website | iOS App | Android App
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2. Freude teilen mit Applaudable

Deinen Usernamen kannst du dir bereits reservieren, denn Applaudable wird laut Ansage der Herausgeber:innen noch im August online gehen. Angeblich haben Zehntausende das schon getan, so dass du dich in guter Gesellschaft befinden wirst: Applaudable ermöglicht es dir dann, tägliche Freuden mit anderen zu teilen.

Das kannst du dir wie freudige Rezensionen oder Empfehlungen vorstellen – sei es für ein Buch, das du gelesen hast oder ein Rezept, das du ausprobiert hast. Applaudable will „die Lebensqualität seiner Nutzer verbessern, indem es sich auf bestimmte, echte Erlebnisse konzentriert, die seine Nutzer lieben oder schätzen – und diese auf seiner Plattform so zur Verfügung stellt, dass sie von anderen wiederholt und ebenfalls erlebt werden können.“

Für Marken ist Applaudable deshalb interessant, da kommerzielle Bausteine fest eingeplant sind und es ermöglichen werden, Produkte zu bestellen oder Dienstleistungen zu buchen.

Website
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3. Polywork : wie LinkedIn, nur cooler

Polywork will das berufliche Netzwerk sein für Menschen, die mehr sein und zeigen wollen als nur ihre Berufsbezeichnung. Auf Polywork erzählen sie Geschichte, indem sie Arbeit, Hobbys und Herzensprojekte vorstellen, denn die Plattform will es mit LinkedIn aufnehmen und zeigen dass Menschen (und ihre Karrieren) mehr sind als nur ein Lebenslauf.

Die Plattform führt dich durch die ersten Schritte und hilft bei der Einordnung deiner Talente und bei den ersten Schritten für Vernetzungen. Polywork könnte in Deutschland eine Alternative zu XING darstellen.

Website
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4. Sunroom, die neue App für Creator

Die meisten Social Media Plattformen bieten jedem Creator diverse Möglichkeiten, aber diese App geht noch einen Schritt weiter und richtet sich nur an kreative Ersteller:innen als Zielgruppe. Bei Sunroom dreht sich alles um Creator:

Die Gründerinnen Lucy Mort und Michelle Battersby haben die Sunroom App entwickelt, um insbesondere Frauen und nicht-binäre Kreative zu unterstützen durch die Möglichkeit, Einnahmen zu generieren. Weitere Besonderheiten: Eine Anti-Screenshot-Technologie namens SunBlock und gleich drei Monetarisierungsoptionen sollen aus Sunroom einen „Safe Space“ für Kreative machen.

Website | iOS App
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5. Pearpop: Creator Collaboration on Demand

Keine App, sondern eine Social Media Plattform, die auf zahlreichen Apps aufsetzt: Pearpop bietet Marken direkten und sofortigen Zugang zur Zusammenarbeit mit Kreativen, und zwar in großem Umfang. Jetzt können Brands authentische kreative Influencer so schnell und einfach „buchen“ wie eine Mitfahrgelegenheit.

Viele große Marken nutzen bereits Pearpop, um „on Demand“ die gewünschte Zusammenarbeit abzurufen. Eine Zusammenarbeit buchen ist so einfach wie eine Anzeige zu schalten es bisher ist: Plattformen wählen, Zielgruppe definieren und loslegen.

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