Networking auf Messen

Gespräche und Networking auf Messen

So gelingt dir der Gesprächseinstieg mit potenziellen Geschäftspartnern und Kund:innen auch in herausfordernden Zeiten

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Wir haben euch bereits über das Förderprogramm für Messen informiert und eine Anleitung für die Vorbereitung eines gelungenen Messeauftritts gegeben. Jetzt fehlen noch Tipps für den gelungenen Gesprächseinstieg!

Ins Gespräch kommen kann einfach sein:
Mit unseren 5 Tipps für deinen Messebesuch

Die Situation, in der du besonders häufig um einen Gesprächseinstieg ringen wirst, ist die Begegnung mit Messebesucher:innen, mit denen du dich gerne austauschen und dein Angebot vorstellen würdest.

Das wird natürlich um ein Vielfaches leichter sein, wenn du eine „ansprechende“ oder besonders originelle Auslage hast.

1. Gesprächseinstieg: Ein Stand, der die Augen auf sich zieht

Ein interessanter Messestand, auf dem die Besucher:innen etwas erleben, ausprobieren oder gewinnen können, macht neugierig und jeder Gesprächseinstieg gelingt mühelos.

Prototypen oder Visualisierungen der Produkte, Videos oder große Info-Landkarten und andere Hingucker sind geeignet, aber auch originelle Sitzmöglichkeiten oder die Möglichkeit, an einer Demo zu experimentieren, sind gut geeignet, ein Gespräch mit den Messebesucher:innen zu beginnen.

Du musst nämlich nur noch fragen „Würden Sie unsere Action Cam gerne mal ausprobieren?“ oder „In dieser Testversion können Sie einfach alles ausprobieren, was Ihnen gefällt“ und schon hast du erfolgreich ein Gespräch gestartet.

2. Eine Warenprobe anbieten oder eine Demo aktiv begleiten

Ein Gespräch, das du dann sofort aktiv vertiefen kannst. Denn es ist ebenfalls ein guter Gesprächsanfang, eine Demo anzubieten und ein Produkt oder einen Service vorzuführen und Proben anzubieten, je nach Produkt. So kannst du die Vorteile herausstreichen, ohne dass es ein plattes theoretisches Vertriebsgespräch wird, denn du führst ja praktisch etwas vor. Bei Interesse am Angebot ist das einer der besten Einstiege in die Kommunikation.

Du kannst deinen Gesprächspartner:innen die Interaktion mit deinem Produkt anbieten und anschließend eine Broschüre oder deine Visitenkarte mitgeben, um den Kontakt zu vertiefen – oder eine Warenprobe oder ein Give-Away, denn wer liebt keine Geschenke?

3. Frag einfach mal nach, ob dein Produkt schon bekannt ist

„Haben Sie von unserem Angebot XYZ schon gehört? Wir haben auf diese Messe eine ganz neue Produktlinie mitgebracht.“ Indem du nachfragst, was dein:e Gesprächspartner:in über dein Angebot schon weiß, hast du sofort einen Gesprächseinstieg gefunden, mit dem du erklären kannst, worum es geht.

Du kannst, je nach Produkt und Service, auch fragen „Haben Sie schon Erfahrungen mit xyz?“ oder „Haben Sie eine Meinung zu Verfahren XXX oder darf ich Ihnen das mal zeigen?“ Indem du direkt die Meinung der anderen Person zu deinem Angebot abfragst, kannst du direkt auf die Vorteile zugehen und sie schildern – findest aber auch den Wissensstand der anderen Person heraus.

4. Erforsche, ob dein Produkt ein konkretes Problem lösen kann

Noch eine Möglichkeit sind Fragen, bei denen es nicht zuerst um dein Angebot geht – sondern um die Probleme und Lösungen, mit denen der andere Mensch sich gerade auseinandersetzt. Du kannst zum Beispiel fragen „Sie schauen sich XY an, haben Sie dafür in Ihrer Branche eine Einsatzmöglichkeit?“ oder einfach „Hat es einen bestimmten Grund, dass Sie bei uns angehalten haben? Wir haben Lösungen für …“

5. Stell‘ ergebnisoffene Fragen an deine Gesprächspartner

Wenn du nicht der Typ bist, der gerne sofort über Vertrieb und Verkauf spricht, kannst du mit Small Talk über die Person selbst beginnen, die du gerade vor dir hast. Du kannst beispielsweise fragen, was ihn oder sie auf die Messe führt – und ob sie schon erfolgreich waren.

Das solltest du allerdings nur tun, wenn du dich auch wirklich für die Geschichten anderer Menschen begeistern kannst und es dir leicht fällt, an Small Talk anzuknüpfen, wenn der Gesprächseinstieg sich dann verdichtet.

Körpersprache, Manieren und Vorbereitung punkten

Vorbereitung ist die halbe Standmiete. Bereite interessierte Standardfragen sorgfältig vor und übe sie auch ein bisschen, damit du dich beim Kontakt dann nicht verhaspelst. Am besten legst du eine ganze Liste an, die du vor Ort noch einmal durchblättern kannst. So stellst du sicher, dass du nicht immer die gleichen drei Sätze abspulst – das könnte vorbeischlendernden Messebesucher:innen nämlich schnell auffallen.

Trainiere auch eine lockere und offene Körpersprache. Es wäre ganz schlau, auf eine Messe nur in Kleidung und Schuhen zu gehen, die einerseits dem Anlass angemessen, andererseits rundum bequem sind. Auch ein charmantes Lächeln angesichts einer Großveranstaltung will geübt sein. Denk daran, dass du Menschen beim Gespräch mit ihnen in die Augen schauen solltest und nicht auf das zu präsentierende Produkt.

Das sind die wichtigsten Tipps: Üben, vorbereiten, offen bleiben. Viel Spaß!

P.S.

Größere Veranstaltungen werden nicht einfacher durch die Hygienekonzepte, auf die wir in Pandemie-Zeiten angewiesen sind. Vorbereitung und reibungslose Gespräche werden noch wichtiger, wenn Abstand gehalten werden muss und Gesprächspartner auf Masken sehen.

Doch auch das ist ein Thema, mit dem sich ein Gesprächseinstieg vereinbaren lässt.

P.P.S.

Es gehört dazu, dass nicht jeder Gesprächseinstieg gelingt. Bereite dich innerlich auf Zurückweisungen vor: Das ist nichts Persönliches, nur ganz normaler Messebetrieb. Bei der nächsten Person klappt es dann wieder.

  • Foto: Adobe Stock BGStock72
Über die Autorin
Carola Heine
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