Marketing für Start-ups: Personas

Online-Marketing für Start-ups: Personas

Über Deine Zielgruppe zerbrichst Du Dir zwar bei jeder Planung und Marketingmaßnahme den Kopf, doch hast Du schon mit Personas gearbeitet, um noch erfolgreicher zu sein? Sich mit einzelnen Beispielen für typische Nutzer zu beschäftigen und ihre Merkmale herauszuarbeiten, hilft bei der Erstellung passgenauer Kampagnen.

Zielgruppen Gesichter geben: Personas sind hypothetische ideale Nutzer

Als eine rein fiktive Person, die aber über individuelle Merkmale verfügt, steht eine selbst erstellte Marketing-Persona stellvertretend für die Mitglieder der Zielgruppe, die später zum Käufer werden soll oder eine Website nutzen können.

Personas gibst Du am besten einen Namen und signifikante Eigenschaften, um Deine beispielhafte Person auch wirklich detailgetreu zu entwickeln. Basierend auf Deinen Daten von Nutzerauswertungen, Marktforschung und Umfragen erweiterst Du die klassische Zielgruppenbeschreibung um wesentliche Details:

Deine beispielhaften Nutzer versiehst Du nicht nur mit Alter und Geschlecht sowie einem Namen, sondern auch mit Berufsbezeichnung, Bildungsgrad, Interessen, Fähigkeiten, Erfahrungen und sogar körperlichen Merkmalen, wo sinnvoll. Persönliche Vorlieben und Eigenschaften sowie eine soziale Einordnung – Single, Familienmensch oder verheiratet und kinderlos – ergänzen die Persona.

Abneigungen und Ziele, täglich anstehende Aufgaben und sogar die Position im Unternehmen und ein „Foto“ mit signifikanten Merkmalen ergänzen die realitätsnahe und plastische Abbildung Deines Persona-Nutzers.

Du füllst also die Idee Deiner Zielgruppe mit Leben, indem Du eine Handvoll Personas erschaffst, die dieser Bevölkerungsgruppe entstammen könnten. Mehr wären aber auch schon zu viele.

Vorteile von Personas

Ziel einer Persona ist, dass Du Dich besser in die Lage Deiner Zielgruppe versetzen kannst, um ihren Bedarf zu verstehen und Deine Handlungen und Strategien entsprechend anzupassen.

Du achtest aber auch wesentlich mehr darauf, was die Ziele der Persona sein könnten, statt Dich auf das Projektumfeld zu konzentrieren oder nur darüber nachzudenken, was Du selbst wohl eine gute Lösung finden würdest. So fokussierst Du Dich auf die Ziele Deiner Zielgruppe und nicht auf Deine gegebenenfalls sogar betriebsblinde Sicht der Projektsituation.

Personas beim Entwicklungsprozess einzusetzen hat entscheidende Vorteile:

  • Die Persona “Marika Musterfrau” hat ein Gesicht und erlaubt es, sich auf einen oder mehrere reale Charaktere zu konzentrieren statt auf eine anonyme Zielgruppe.
  • Personas erhöhen das Einfühlungsvermögen und die Empathie der Entwickler gegenüber den späteren Nutzern.
  • “Wie würde Maxine Musterfrau diese Aufgabe lösen?” Die Distanz zur Entwicklung einer Lösung bleibt sinnvoll gegeben.
  • “Was will Marika Musterfrau?” Ziele der Nutzer und deren Bedürfnisse werden zum Zentrum der Aufmerksamkeit für das Projektteam.
  • Personas können schnell und unkompliziert entwickelt werden auf Basis vorhandener Marktforschungsdaten und -erfahrungen.
  • Entwicklungsarbeiten könnten auf die die Personas bezogen und damit wesentlich besser priorisiert werden.
  • Bezug auf die Personas und deren konkrete Bedürfnisse vereinfachen Abstimmungen im Entwicklungsprozess.
  • Personas können dabei helfen, den Bedarf für ständige User-Tests zu reduzieren (ohne diese ersetzen zu können).

Personas versteht nämlich wirklich jeder am Projekt Beteiligte: Entwickler, Projektmanager, Konzeptioner, Designer und jeden, der an den Strategien beteiligt ist.

Die Herausforderung besteht darin, die richtigen und sinnvollen Personas zu entwickeln. Je komplexer die Aufgabe ist, die mit Hilfe von Personas gelöst werden soll, desto tiefschürfendere Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Marktforschung, Research, Konzeption und Usability sind erforderlich, um zu guten Ergebnissen zu kommen.

Eine gut komponierte Persona ist ein mächtiges Werkzeug zur Steigerung der Effizienz eines Entwicklungsprozesses. Die richtigen Fragen bei der Erstellung sorgen dafür, dass die Musterpersonen geeignete Eigenschaften haben.

Welche Fragen stellen sich bei der Erstellung einer Persona?

Welche Fragen stellen sich also, wenn eine oder mehrere Persona-Profile entwickelt werden sollen?

Wichtig sind zunächst demographische Daten wie Name, Alter, Geschlecht, Wohnort, jährliches Einkommen, Beziehungsstatus, Anzahl der Kinder, Hund, Auto, Stadt oder Land etc.

Dann natürlich Job, Position und Job Title sowie die typischen Tätigkeitsschwerpunkte und Charakteristika rund um diese Anstellung oder Tätigkeit: Büro-Job, Entscheiderposition, Festanstellung oder Freelance?

Der Lifestyle, die Interessen und Hobbys – aber auch die Ziele, Sorgen und Herausforderungen, die der Persona im Alltag und Arbeitsleben begegnen, sind ebenso Thema wie ihre Interessen und Leidenschaften.

Sind es Produktdetails, Case-Studies, Meinungen oder Rezessionen, die Deine Persona auf Deinem Angebot sucht? Welche Art von Information kann Dein Unternehmen bieten, um zukünftigen Kunden die Entscheidung leichter zu machen?

Je besser die grundlegenden Daten über Deine Zielgruppe sind, desto leichter wird es Dir fallen, passende Personas aufzustellen. Mit Tools wie Xtensio kannst Du dann sehr komfortabel Deinen „Idealnutzer“ konzeptionieren.

Die Vorgehensweise Schritt für Schritt zeigt die Slideshare-Präsentation „Template for Creating Buyer Personas“

06.05.2016 | 2
  1. […] arbeitest Du am besten mit drei bis höchstens fünf Personas, um Deinen Wunschkunden zu […]

  2. […] besten arbeitest Du mit Personas und schneidest Dein Offline-Marketing dann ebenso wie das Online-Marketing auf diese […]