Unternehmen

Definition Unternehmen

Unter einem Unternehmen versteht man eine wirtschaftliche oder rechtliche Organisation, die nach dem Prinzip des Erwirtschaftens von Gewinnen funktioniert. Als Rechtsform für Unternehmen kommen unter anderem AG, GmbH, GbR oder KGaA sowie auch Einzelunternehmen in Frage. Die Rechtsform muss bei Gründung des Unternehmens bereits feststehen. Sie bildet die Voraussetzung für den Beginn der Geschäftstätigkeit.

Welche Arten von Unternehmen es gibt

In Deutschland haben sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Rechtsformen für Unternehmen entwickelt. Zu den bereits genannten Rechtsformen AG, GmbH, GbR, KGaA und Einzelunternehmen kommen die Rechtsformen OHG, GmbH & Co. OHG, KGaA, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften sowie die Anstalten des öffentlichen Rechts.

Die einzelnen Formen von Unternehmen kurz vorgestellt

AG

  • wird durch das Aktienrecht geregelt
  • Kapitalgesellschaft mit einem Grundkapital, dass in Aktien zerlegt ist
  • Gründung nur mit mindestens 50.000 Euro Kapital (Bargeld oder Sachwerte) möglich

GmbH

  • juristische Personen des privaten Rechts
  • haftungsbeschränkt, das bedeutet der oder die Gesellschafter haften für Verbindlichkeiten des Unternehmens nicht mit ihrem Privatvermögen
  • in Deutschland sehr häufig vertretene Gesellschaftsform

GbR

  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts
  • mindestens zwei Gesellschafter schließen sich zwecks Gründung einer GbR zusammen
  • Gesellschaftsvertrag zur Regelung der gesetzlichen Verpflichtungen nach § 705 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Beispiele sind Gemeinschaftspraxen von Rechtsanwälten oder Ärzten

Einzelunternehmen

  • einzelne natürliche Personen
  • Gewerbetreibender, Landwirt, Freiberufler wie Steuerberater oder Rechtsanwalt
  • kann auch Arbeitnehmer beschäftigen
  • Einzelkaufmann nach Handelsgesetzbuch (HGB)

OHG

  • offene Handelsgesellschaft
  • Zusammenschluss zweier oder mehr natürlichen Personen zum Zwecke der Gründung eines Handelsbetriebes

KGaA

  • Elemente von Aktiengesellschaft (AG) und Kommanditgesellschaft (KG)
  • Aktiengesellschaft mit Merkmalen einer Personengesellschaft
  • mit einem persönlich haftendem Gesellschafter (Komplementär)
  • Kommanditisten haften nur teilweise, diese treten nach außen hin nicht in Erscheinung

Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften

  • natürliche oder juristische Personen schließen sich zu einer Genossenschaft zusammen
  • Ziel ist der gemeinsame Betrieb unter Aufteilung der Kosten und Risiken
  • häufig im landwirtschaftlichen Bereich oder in der Wohnungswirtschaft

Anstalten des öffentlichen Rechts

  • Unternehmen die sich mehrheitlich oder ganz im Eigentum des Staates befinden
  • können öffentlich.-rechtlich oder privat-rechtlich organisiert sein

Die gesetzlichen Grundlagen für Unternehmen

Für die einzelnen Unternehmensformen gelten auch verschiedene rechtliche Grundlagen. Je nach Gesellschaftsform kommen dafür das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Handelsgesetzbuch (HGB), das Aktienrecht (AR) oder auch das öffentliche Recht (ÖR) in Frage. In den Rechtsvorschriften sind zum Beispiel Grundlagen der Buchhaltung und -führung, Informationspflichten für Veröffentlichungen, Abgabefristen und viele weitere Themen geregelt.

Aufbau und Struktur von Unternehmen

Je nach Art des Unternehmens können Aufbau und Struktur stark variieren. Grundsätzlich kann gesagt werden, je kleiner das Unternehmen, desto flacher die Hierarchien. Bei größeren Unternehmen ist es dann entsprechend umgekehrt. Generell sollte es in einem Unternehmen – neben der Geschäftsleitung – die Bereiche Personalwesen, Controlling, Buchhaltung, Einkauf und Verkauf geben. Firmen sollten über eine eigene IT-Abteilung verfügen. Themen wie IT-Sicherheit, moderne Software Lösungen oder verfügbares Datenvolumen entscheiden häufig über die Zukunftsfähigkeit moderner Unternehmen.

Termine und Fristen von Unternehmen

Gerade Kapitalgesellschaften, aber auch kleinere Unternehmen unterliegen gewissen Abgabefristen. Diese sollten unbedingt beachtet werden, denn eine versäumte Abgabe von beispielweise der monatlichen Vorsteuermeldung kann zu Ärger mit dem Finanzamt führen. Kleinere und größere Unternehmen sorgen mit einer professionellen Buchhaltungs Software wie Lexoffice dafür, dass ihnen keine wichtigen Fristen mehr entgehen.

Unterlagen, Systeme und Verantwortung

Neben der bereits genannten Meldung für den Vorsteuerabzug gibt es in Deutschland eine ganze Reihe weitere gesetzlicher Regelungen für Unternehmen. So sind die Kapitalgesellschaften verpflichtet, ihre Bilanzen fristgerecht zu erstellen und zu veröffentlichen. Hierfür bieten sich ebenfalls Systeme von Lexware an. Die Software Lexoffice ist für die verschiedenen Unternehmensarten perfekt geeignet. Je nach Rechtsform geben die unterschiedlichen Softwarelösungen übrigens nicht nur Unterstützung bei den Meldungen für das Finanzamt. Mit den Systemlösungen lassen sich auch Rechnungen, Mahnungen, Abschreibungen, Kassenbuch und Belege steuern.

Geschichtliches zu Unternehmen

Den Begriff des Unternehmens gibt es bereits seit der Industrialisierung. Die meisten Firmen sind zwar nicht älter als 75 Jahre, es gibt jedoch auch solche, die wesentlich älter sind. Zu diesen Unternehmen gehören zum Beispiel Villeroy & Boch, NIVEA und Melitta. Bei den deutschen Brauereien findet man heute sogar eine Vielzahl von Unternehmen, die bereits im 11. Jahrhundert gegründet wurden.