Kommanditgesellschaft (KG)

Die Kommanditgesellschaft (KG) ist eine Gesellschaftsform, die zu den Personengesellschaften zählt. Sie besteht aus mindestens einem voll haftenden Komplementär sowie mindestens einem Gesellschafter (Kommanditist), der nur bis zur Höhe seiner Einlage haftet. Für die Bildung einer Kommanditgesellschaft kommen sowohl natürliche als auch juristische Personen als Gründer in Frage. Zweck der KG ist die gemeinsame Führung eines Handelsgewerbes.

Die gesetzliche Grundlagen der Kommanditgesellschaft (KG)

Die KG wird in ihrem Wesen im HGB geregelt. Dies geschieht in den Paragrafen 161 bis 177 des Handelsgesetzbuches. Voraussetzung für die gesetzeskonforme Gründung der KG ist der Abschluss des sogenannten Gesellschaftervertrages. Hierfür braucht es einen mindestens je einen Komplementär und einen Kommanditisten. Die Eintragung der KG ins Handelsregister ist Pflicht. Im Außenverhältnis, das bedeutet gegenüber Dritten, ist die KG bereits dann existent, wenn Geschäfte geführt werden. Neben dem Eintrag im Handelsregister muss die KG auch dem Finanzamt und dem Gewerbeamt gemeldet werden. Auch eine Meldung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ist obligatorisch.

Zwei unterschiedliche Typen von Gesellschaftern: Vollhafter und Teilhafter

Der Komplementär (oder auch mehrere) haften in der Kommanditgesellschaft unbeschränkt mit der Höhe ihres Gesamtvermögens, das auch das private Vermögen umfasst. Die Haftung ist also unbeschränkt sowie persönlich. Dafür haben die Komplementäre einer KG auch ausgedehnte Rechte wie unter anderem die Geschäftsführung in der Handelsgesellschaft und das Recht auf eine Gewinnbeteiligung, die ihn in angemessener Höhe für sein hohes wirtschaftliches Risiko durch die Vollhaftung entschädigt. Damit haftet der Komplementär auf dieselbe Art und Weise die Gesellschafter in einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG).

Eigentlicher Namensgeber der Kommanditgesellschaft sind ist der Kommanditist (oder ebenfalls mehrere). Diese Gesellschafter haften nur bis zur Höhe ihrer Einlage in die Gesellschaft. Aus diesem Grund sind sie jedoch in ihrer Mitarbeit beschränkt und haben keinerlei Geschäftsführungsfunktion. Sie haben lediglich Kontrollrechte, es sei denn, ihnen werden vertraglich Rechte im Geschäftsführung oder gewisse Vollmachten eingeräumt. Wie hoch die Einlage und damit die Haftsumme der Kommanditisten ist, wird ebenfalls im Gesellschaftervertrag bestimmt. Die Kontrollrechte der Kommanditisten beziehen sich vor allem darauf dass die Bilanz in Kopie zur Einsicht erhalten wird und die Bücher geprüft werden können.

Unterschiedliche Arten der KG

Die Bezeichnung der Firma kann eine Personenfirma (mit dem Namen des mit Geschäftsführung betrauten und vollhaftenden Komplementärs) sein, eine Sachfirma, eine Mischung aus beidem oder auch ein Fantasiename. Wichtig ist, dass der Zusatz „KG“ beigefügt ist.

Gerade wegen des Haftungsrisikos für die als Komplementär auftretende Person ist eine beliebte Mischform von Gesellschaften die GmbH & Co. KG. Hier tritt GmbH eine juristische Person als Komplementär ein. So kann die riskante Vollhaftung einer natürlichen Person umgangen werden.

Gewinn- und Verlustverteilung in einer KG

Die Komplementäre als Vollhafter und die Kommanditisten als Teilhafter tragen in der KG ein unterschiedliches Risiko. Dies macht sich auch bei der Gewinnverteilung bemerkbar. Vor der Ausschüttung eines möglicherweise erwirtschafteten Gewinns wird das Kapital der KG erst einmal zu 4 Prozent verzinst. Sollte dies den Gewinn zu sehr schmälern, ist auch eine geringere Verzinsung möglich. Der Gesetzgeber sieht bei der Gewinnverteilung ein angemessenes Verhältnis vor. Das bedeutet, dass der Komplementär für sein Risiko der Vollhaftung mehr belohnt wird als die Kommanditisten, die nur in Einlagenhöhe haften. Zudem wird bei der Gewinnverteilung auch die Höhe der geleisteten Einlage berücksichtigt. Bleibt nach diesen Formen der Gewinnausschüttung noch ein Restgewinn übrig, ist dieser nach Köpfen auszuschütten.

Buchführungspflicht für die Kommanditgesellschaft (KG)

Die Personengesellschaft der Handelsgesellschaften, zu denen auch die KG gehört, unterliegen der gleichen Pflicht zur Buchführung wie die anderen Kaufleute. Dies ergibt sich laut HGB allein aus dem Betreiben des Geschäfts unter der Rechtsform der KG. Die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Buchführung ergibt sich jedoch im Grunde schon aus der Verpflichtung, einen Gewinn auszuschütten. Die Ermittlung dieses Gewinns setzt eine konsequente und korrekte Verbuchung aller Geschäftsvorfälle voraus, sodass jede KG über eine funktionierende Buchhaltung verfügen muss.

Online-Buchhaltungs-Programm als wertvolle Unterstützung

Nicht selten gibt es kleinere KGs, die wirklich nur aus dem Komplementär und dem Kommanditisten bestehen und die Geschäfte daher mit wenig Personal führen. Die Verpflichtung, Bücher wie der Kaufmann zu führen, führt daher oft zu einem hohen zeitlichen und personellen Aufwand. Oft haben die Gesellschafter gar nicht das Wissen über aktuelle Handels- oder steuerrechtliche Regelungen. Oder sie benötigen die personellen Kapazitäten dringend für ihre Kernkompetenzen im Bereich Handel. Sie verfügen über keine qualifizierte Buchhaltungskraft oder nur eine stundenweise Unterstützung durch eine Aushilfskraft.

Eine Online-Buchhaltungs-Software wie lexoffice ist ein leistungsfähiges Programm, das sich für die Buchhaltung einer KG ideal eignet. In vorgefertigte Masken können alle Buchungen bequem eingegeben werden. Fehlerquellen werden dabei auf Eingabefehler reduziert. Die nötigen Summen für die Gewinn- und Verlustrechnung werden computergestützt erzeugt, sodass sich auch hier ein aufwendiges manuelles Summieren erübrigt. Durch den Online-Modus haben auch alle Zugriffsberechtigten die Möglichkeiten, die Buchhaltung der KG zu überblicken. Dies ist insbesondere für die Kommanditisten eine ideale Situation, da diese ja aufgrund ihrer Einlage und den Regelungen im Gesellschaftervertrag ein Kontrollrecht über die Bücher besitzen.