Bilanz

Was ist eine Bilanz?

Bei einer Bilanz wird zu einem bestimmten Stichtag das Vermögen (Aktiva) und das Kapital (Passiva) eines Unternehmens gegenübergestellt. Die Bilanz ist die Grundlage der doppelten Buchführung (Doppik). Die Aktiva und Passiva stellen rechnerisch in ihrer Gesamtheit denselben Wert dar, der in der Bilanzgleichung ausgedrückt wird. Bei der Erstellung einer Bilanz sind drei Aufgaben zu lösen:

  1. Das Vermögen und das Kapital müssen bestimmt werden.
  2. Das Vermögen und das Fremdkapital müssen bewertet werden.
  3. Das Vermögen und das Kapital müssen gegliedert werden.

Viele Unternehmen nutzen deshalb die Buchhaltungssoftware lexoffice, um sich bei dieser Arbeit unterstützen zu lassen. Aussagekräftige Bilanzen sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis professioneller Arbeit mit den richtigen Werkzeugen.

Was ist die “Goldene Bilanzregel”?

Die Bilanzierung folgt verschiedenen Grundsätzen. Darunter findet sich eine so genannte “Goldene Regel”. Diese “Goldene Bilanzregel” besagt, dass langfristig gebundene Anlagegüter durch langfristiges Kapital finanziert sein müssen. Idealerweise ist dieses langfristige Kapital sogar Eigenkapital. Das Umlaufvermögen hingegen kann auch durch kurzfristiges Kapital gedeckt sein.

Herausforderungen für StartUps, Freelancer und KMU

Gerade StartUps, Freelancer aber auch KMU stehen bei der Bilanzierung immer wieder vor Herausforderungen: Oft ist der vorhandene Datenbestand (noch) nicht besonders umfangreich, so dass die Aussagekraft einer Bilanz leiden kann. Junge Unternehmen und Freelancer habe häufig auch eine sehr hohe Volatilität. Die Nutzung einer professionellen Buchhaltungssoftware ist deshalb unbedingt notwendig, damit der Überblick erhalten bleibt. Ein weiteres Folgeproblem aus einer dünnen Datenlage für Bilanzen ist die daraus zwangsläufig folgende fehlende Basis für vergangenheitsorientierte Analysen, um Szenarien für die künftige Entwicklung eines Unternehmens zu erstellen. Häufig korreliert bei jungen Unternehmen die fehlende Datenbasis auch noch mit einem wenig entwickelten internem Rechnungswesen. Etablierte Wirtschaftszweige bzw. Unternehmen kritisieren deshalb Unternehmen aus StartUp-Szene teils massiv und lehnen geschäftliche Kooperationen oft sogar kategorisch ab. lexoffice ist als Buchhaltungssoftware eine ideale Unterstützung, um selbst aus jungen Datenbeständen aussagekräftige Aussagen zu generieren. Ihr Unternehmen wird nicht nur erfolgreicher in die Zukunft schreiten, sondern auch im B2B-Bereich an Glaubwürdigkeit gewinnen.

Aufbau & Funktion einer Bilanz

Wie ist eine Bilanz aufgebaut?

Der Aufbau bzw. die Struktur einer Bilanz sind in § 266 HGB gesetzlich verankert. In drei Absätzen werden die Inhalte vorgeben. lexoffice hat eine kleine Übersicht für Sie erstellt.

  1. Absatz 1 schreibt vor, dass eine Bilanz in Kontoform aufzustellen ist. Je nach Unternehmensgröße finden sich in diesem Absatz noch weitere Vorgaben für den Umfang von Bilanzen, die bspw. für StartUps und KMU interessant sein können.
  2. Absatz 2 gliedert die Aktiva einer Bilanz nach Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten, aktiv latenten Steuern und dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung.
  3. Absatz 3 schreibt den Aufbau der Passiva vor: Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern.

Welche Funktionen hat eine Bilanz?

Eine Bilanz hat mehrere Funktionen. Darüber hinaus werden nicht nur für einen Zweck Bilanzen erstellt, sondern die Bilanz hat als betriebswirtschaftliches Instrument viele Anwendungsgebiete. Drei Funktionen werden jedoch stets erfüllt:

  1. Eine Bilanz informiert über das Vermögen eines Unternehmens.
  2. Eine Bilanz dokumentiert Geschäftsvorgänge.
  3. Über die Bilanz werden Gewinne ermittelt.

Welche Arten von Bilanzen gibt es?

Je nach Zielsetzung lassen sich eine Reihe von Grundtypen ermitteln:

  1. Nach Bilanzierungsanlässen, wie Regel- und Sonderbilanzen
  2. Nach Bilanzierungszeiträumen, wie zur Gründung oder zu einem Stichtag
  3. Nach Bilanzdimensionen, wie zu vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Stichtagen
  4. Nach dem Umfang des zu bilanzierenden Vermögens, wie Teil- oder Gesamtvermögensbilanzen
  5. Nach dem Empfängerkreis, wie bei internen oder externen Bilanzen
  6. Nach dem Rechtsgrund, wie bei gesetzlich vorgeschriebenen Bilanzen, aktienrechtlichen Sonderbilanzen oder auch vertraglichen Bilanzen
  7. Nach der Rechtsgrundlage, wie bei Inventur- oder Buchbilanzen