Jahresabschluss

Freiberufler können statt eines Jahresabschlusses auch eine Einnahmen-Überschussrechnung EÜR beim Finanzamt abgeben.

Jedes bilanzierungspflichtige Unternehmen muss jedoch einen Jahresabschluss erstellen:

Personengesellschaften und Einzelkaufleute müssen demnach einen sich aus Gewinn-und Verlustrechnung und Bilanz bestehenden zusammensetzenden Jahresabschluss erstellen.

Dieser unterliegt gesetzlichen Regelungen, damit er gültig ist und ist nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung aufzustellen.

Die Währung für den Jahresabschluss ist Euro, er muss auf Deutsch aufgestellt werden und vom Kaufmann unter Angabe des Datums selbst unterzeichnet werden.

Wenn gleich mehrere Gesellschafter vorhanden sind, die persönlich haften, müssen auch diese den Jahres-Abschluss selbst unterschreiben.

Er muss klar und übersichtlich sein. Außerdem müssen nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches folgende Grundsätze berücksichtigt werden:

  • Wahrheit,
  • Bilanzzusammenhang,
  • going-concern-prinzip,
  • Vorsichtsprinzip,
  • Imparitätsprinzip,
  • Bewertungsstetigkeit,
  • Einzelbewertung,
  • Periodenabgrenzung und
  • bei Kapitalgesellschaften das Darstellungsprinzip

Personengesellschaften können den Abschluss bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag aufstellen, kleine Kapitalgesellschaften haben eine Frist von bis zu sechs Monaten.

Mittlere und große Kapitalgesellschaften müssen den Jahresabschluss innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufstellen.

Nach § 5b EStG haben Steuerpflichtige, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG, § 5 EStG oder § 5a EStG ermitteln, den Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung zu übermitteln.

Gemäß § 51 Abs. 4 Nr. 1b EStG ist das Bundesministerium der Finanzen ermächtigt, im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder, den Mindestumfang der zu übermittelnden Daten zu bestimmen.

Hat ein Steuerberater des Jahresabschluss verfasst, hat er den von ihm erstellten Jahresabschluss mit einer Bescheinigung zu versehen, aus der sich Art und Umfang seiner Tätigkeit ergeben.