Aktiengesellschaft

Bei der Aktiengesellschaft handelt es sich meist um ein sehr großes Unternehmen, welches nicht von einem Gründer oder einer Gründerfamilie alleine finanziert werden kann. Das Grundkapital beträgt meist ein Vielfaches dessen, was für die Eintragung einer GmbH erforderlich wäre. Statt einer Finanzierung durch die Gründer werden Kapitalanteile ausgegeben, die neben einem Recht der Beteiligung am Jahresgewinn auch eine umfangreiche Einflussnahme auf die Unternehmensführung vorsehen. Die Aktionäre sind – anders als beim Investment in festverzinsliche Wertpapiere oder Zertifikate tatsächliche Eigentümer mit Einfluss und Mitspracherecht.

Wesentliche Grundlagen und Regelungen zur Aktiengesellschaft

Die Rechtsgrundlagen zur Aktiengesellschaft sind im zugehörigen Aktiengesetz (AktG) zu finden.
Dieses Gesetzeswerk enthält sehr weitreichende Angaben zur Struktur der Aktiengesellschaft, zu den Abstimmungen der Aktionäre in der Hauptversammlung und auch zu den Pflichten des Aufsichtsrates und des Managements. Ein wesentliches, in den letzten Jahren gestärktes Element ist die Finanzberichterstattung: Neue Regeln zum Verbot zu Insidergeschäften sichern die gleichzeitige Information der interessierten Öffentlichkeit, der Aktionäre und auch der Finanzmarktteilnehmer zu.
Alle diejenigen, die sich für die Aktien interessieren, können wesentliche Informationen wie die Bilanz und GuV sowie den Geschäftsbericht abrufen oder kostenfrei in gedruckter Form erhalten.

Der Grund dafür ist, dass die Aktien an den Börsen notiert werden und dieser Marktplatz sehr hohe Anforderungen an die Informationen für die Kursbewertung stellt.

Aufbau und Struktur der Aktiengesellschaft

Im Gegensatz zu einer kleinen Personengesellschaft sind die Aktionäre nicht selbst in der Aktiengesellschaft als Arbeitnehmer, Inhaber oder Geschäftsführer tätig. Stattdessen investieren sie in die Aktiengesellschaft und bekommen meist pro Aktie genau ein Stimmrecht. Wichtige Fragen wie die Frage der Höhe der Gewinnausschüttung oder auch die Wahl der Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat werden von der einmal pro Jahr zu veranstaltenden Hauptversammlung entschieden. Wegen der großen wirtschaftlichen Bedeutung ist dort auch ein offiziell vereidigter Notar anwesend.

Die wesentlichen Rechte der Hauptversammlung im Überblick:

  • Abstimmungsrecht über die Ausschüttung des Jahresgewinns bzw. auch die Aufteilung in diejenigen Gewinne, die die Substanz steigern und diejenigen, die gleich ausgeschüttet werden.
  • Abstimmungsrecht über Kapitalmaßnahmen wie die Kapitalerhöhung (Ausgabe neuer Aktien)
  • Abstimmungsrecht über die Kapitalvertreter im Aufsichtsrat
  • Anhörungs- und Befragungsrecht des Managements zu praktisch allen Themen der Geschäftsführung. Dabei sind einige Aktionäre sehr selbstbewusst und stellen auch Fragen zur Unternehmensethik oder der moralischen Rechtfertigung bestimmter Geschäftszweige
  • Wahl des Abschlussprüfers/Wirtschaftsprüfers

Warum Sie sich mit Aktiengesellschaften befassen sollten?

Seit einigen Jahren befinden sich die Zinsen beginnend bei dem Eckzins der Zentralbank bis hin zu den Sparzinsen im Sink- bzw. Tiefflug. In diesem lexikarischen Beitrag können wir keine tagesaktuellen Zinsen nennen. Ein Blick auf die Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken zeigt aber: Bei vielen Geldanlagen ist der Zinsertrag niedriger als die Inflationsrate bzw. die Geldentwertung. Festverzinsliche Wertpapiere bieten keinen echten Wertzuwachs mehr, selbst für fünfjährige Papiere des nach Marktmeinung soliden Schuldners Bundesrepublik Deutschland wird gar keine Rendite mehr ausgewiesen.

Deshalb könnten sich Anleger die Frage stellen, ob sie nicht mit Unternehmensbeteiligungen wie Aktien langfristig besser fahren. Das Risiko ist bei richtiger Geldanlage nur leicht höher als bei den klassischen Festverzinslichen. Die großen Unternehmen der Pharma-, Konsumgüter- oder auch Lebensmittelindustrie vereinen steigende Marktanteile auf sich. Und bieten oftmals einen zweifachen Wertzuwachs aus Substanzwertsteigerung und jährlichen oder quartalsmässigen Ausschüttungen.

Termine und Fristen von Aktiengesellschaften

Die unterschiedlichen Börsensegmente sehen nach Marktkapitalisierung bzw. Notierung steigende Anforderungen an Veröffentlichungen und auch die interne Organisation der Buchhaltung vor. Die Erwartungshaltung beginnt bereits vor der Ausgabe der Aktien bzw. in dem Moment, in dem über eine Eintragung als Aktiengesellschaft nachgedacht wird: Ein durch eine Software wie Lexoffice strukturiertes Zahlenwerk bietet den Vorteil, dass eine Unternehmenseinschätzung und -bewertung sehr fundiert ist. Anders als zu Zeiten der New Economy-Faszination Anfang des Jahrtausends zählen Zahlen mehr als noch nicht erprobte Wachstumsphantasien.

In den bedeutendsten Börsensegmenten gibt es einen stetigen Sog nach Informationen: Anleger, Journalisten und oft auch Regionalpolitiker möchten zeitnahe Informationen über die Unternehmen im DAX und ähnlichen Indices: Die Börse erwartet feste Termine der Veröffentlichung, die auch eingehalten werden. Nur mit Software Einsatz sind diese zeitnahen Termine zu halten. Zudem gibt es umfangreiche Regelungen zur Transparenz an den Kapitalmärkten: Bei einer sinkenden Gewinnerwartung muss das Management zeitnah eine Gewinnwarnung herausgeben, bei drohender Zahlungsunfähigkeit rechtzeitig mit den Aufsichtsbehörden verhandeln. Im Krisenfall muss unverzüglich ein Konkurs oder ein Sanierungsvorschlag mit den Gerichten abgestimmt werden, um dem Anleger- und Gläubigerschutz gerecht zu werden.

Umfangreiche Funktionen der Buchhaltung für höheren Informationsgehalt

In allen Fällen der regelmäßigen oder auch außergewöhnlichen Berichterstattung muss die Buchhaltung robuste und vollständige Unterlagen zur Verfügung stellen. Die Verwendung eines Systems wie Lexoffice sorgt dafür, dass die Vergleichbarkeit der Zahlen über mehrere Jahre gewährleistet wird. Neben der Abbildung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage leisten die Zahlen aus Lexoffice einen wertvollen Beitrag zur Erstellung verschiedener Auswertungen mit denen das Management einen noch besseren Überblick bekommt. Verschiedene Kennzahlen lassen sich mit Software Hilfe erstellen mit denen sich unternehmerische Entscheidungen noch besser treffen lassen. Im besten Fall sind auch Branchenvergleiche durch Vergleichszahlen möglich.