Skonto

Skonto bezeichnet in der Buchhaltung und beim Rechnung schreiben eine Minderung des Rechnungsbetrags um einige Prozente bei schneller Bezahlung durch den Kunden. In der Praxis sind meist Skonto-Sätze zwischen 2% und 5% zu finden. Die Höhe des Skonto, der dem Kunden oder Rechnungsempfänger eingeräumt wird, hängt in der Regel mit der Zeitspanne zusammen, in der der Kunde die Rechnung bezahlen soll.

 

Wem nützt der Skonto-Abzug?

Einen Vorteil hat sowohl der Kunde, als auch der Unternehmer:
Für den Kunden oder Rechnungsempfänger ist der Skonto als Rabatt oder Vergünstigung zu sehen. Für den Verkäufer oder Rechnungssteller hat Skonto den Vorteil, dass Kunden durch den Kostenvorteil schneller die Rechnung bezahlen und damit das Risiko von Mahnungen – und im schlimmsten Fall Liquiditätsengpässen – vermindert werden kann. Insbesondere für Kleinunternehmer, Selbständige oder Freiberufler mit meist geringen finanziellen Spielräumen ist daher der Einsatz von Skonto ein sinnvolles Mittel, um Kunden zum schnellen Bezahlen der Rechnungen zu veranlassen.

Tipp für Kleinunternehmer:

Nutzen Sie immer selbst den Skonto Ihrer Lieferanten um Kosten einzusparen, denn der Skontoabzug ist günstiger als jeder kurzfristige Kredit!
Außerdem empfiehlt es sich auch, nicht gleich am ersten Tag den Betrag zu überweisen, sondern den Zeitraum für den Skontoabzug voll auszunutzen. Denn je länger das Geld auf Ihrem Konto ist, desto besser können Sie auf Liquiditätsengpässe oder unvorhergesehene Kosten reagieren.

 

Wie viel Skonto darf abgezogen werden?

Ausschlaggebend für die abziehbare Höhe des Skonto ist immer das auf der Rechnung angegebene Zahlungsziel in Verbindung mit dem jeweiligen Skontosatz. Nur wenn das Zahlungsziel vom Kunden eingehalten wird, darf er auch den Rechnungsbetrag um den Skonto-Betrag verringern.

In der Praxis werden beim Rechnung schreiben Formulierungen verwendet wie zum Beispiel:

„Zahlbar innerhalb von 14 Tagen bei 2% Skonto oder 30 Tage netto“

Das bedeutet, dass der Empfänger bei Bezahlung der Rechnung innerhalb von 14 Tagen (meist gilt das Datum des Rechnungserhaltes) 2% weniger an den Rechnungssteller überweist, als auf der Rechnung ausgewiesen.

 

Gibt es ein Recht auf Skonto?

Nein, das gibt es nicht. Es bedarf immer einer vertraglichen Grundlage. Dafür ist in der Regel aber ein Zusatz auf der Rechnung ausreichend. Um Ärger und Missverständnisse zu vermeiden empfiehlt es sich jedoch, hier im Zweifel eine eindeutige Formulierung zu wählen. Insbesondere bezüglich Teilzahlungen oder dem Beginn der Fristsetzung ist dies sinnvoll. Hier ein Beispiel:

„2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen, maßgeblich sind das Rechnungsdatum und der Zahlungseingang. Ein Skontoabzug auf Teilzahlungen ist nicht zulässig.“

 

Wie wirkt sich der Skonto auf die Umsatzsteuer aus?

Da Skonto den Rechnungsbetrag vermindert, vermindert er auch die Umsatzsteuer und im Falle eines selbst in Anspruch genommenen Skonto, z.B. von einem Lieferanten, die Vorsteuer.
Daher muss ein in Anspruch genommener Skonto-Rabatt immer in der Buchhaltung entsprechend berücksichtigt werden. Idealerweise nutzt man hierzu eine geeignete Buchhaltungssoftware oder ein Rechnungsprogramm mit Online-Banking Funktion um Fehler von vornherein zu vermeiden.