Skonto

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Skonto“?

Skonto ist ein Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag, eine Vergünstigung, die bei Zahlung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gewährt wird. Dabei richtet sich die Höhe des Skontos häufig nach den vereinbarten Fristen. Zahlt nun der Käufer innerhalb dieser Zeit, wird der festgelegte Skonto-Satz, der meist in Prozent angegeben wird, abgezogen. Kurz, Skonto ist eine Art „Belohnung“ vieler Unternehmer für Kunden, die ihre Rechnungen schnell begleichen. Dabei wird deutlich, dass keine Pflicht zur Gewährung eines solchen Nachlasses besteht und es im Ermessen eine jeden Unternehmers liegt, ob er bei zügiger Bezahlung Skonto gestattet. Der Begriff, wobei sowohl der Skonto als auch das Skonto korrekt ist, stammt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie „abziehen“.

Wenn Sie, als Unternehmer, eine Rechnung schreiben möchten und ein Skonto einräumen, so müssen Sie die Zahlungsfrist angeben, in der Sie diesen Nachlass gewähren. Der korrekte Text könnte dann zum Beispiel lauten: „Der Rechnungsbetrag ist zahlbar innerhalb von 10 Tagen. Bei einer Zahlung innerhalb von 4 Tagen gewähren wir Ihnen 2 % Skonto.“ In einem solchen Fall überlassen Sie nicht Ihrem Kunden die Kalkulation, sondern aus der Rechnung sollte der Endbetrag abzüglich des Skontos hervorgehen. Falls Sie sich mit dem Gedanken tragen, Skonto auf den Rechnungsbetrag zu gewähren, dann ist es empfehlenswert, bereits bei der Preisbildung entsprechend zu kalkulieren.

Wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Skonto

Im Rahmen dieses Themas tauchen naturgemäß dieselben Fachausdrücke auf, die wir Ihnen anhand folgender Aufstellung einmal kurz erläutern möchten:

  • Die Skonto-Frist: Das ist die Frist, innerhalb derer Sie einen Preisnachlass gewähren, wobei diese Zeitspanne immer kürzer ist als das Zahlungsziel.
  • Das Zahlungsziel: Dabei handelt es sich um die vom allgemeinen Kaufrecht abweichende Zahlungsbedingung. Indem Sie Ihrem Kunden ein solches Ziel setzen, gewähren Sie ihm praktisch einen Kredit.
  • Der Skonto-Satz: Dies ist die Höhe des Prozentsatzes beim Skonto.
  • Der Skonto-Betrag: Dieser definiert den konkreten Betrag des Preisnachlasses.
  • Zielkauf: Das ist ein Kauf, bei dem Sie dem Kunden ein Zahlungsziel oder einen Zahlungsaufschub ermöglichen.

Welche Berechnungsgrundlage für das Skonto ist gebräuchlich?

Sofern Sie eine Rechnung erstellen, müssen Sie die Bemessungsgrundlage für das Skonto einkalkulieren. In der Regel ist das der Umsatz zu dem bestimmten Zielverkaufspreis plus der Umsatzsteuer. Der Preisnachlass wird zwar häufig auf den Brutto-Umsatz gewährt, dennoch kann er ab und zu auch auf den Netto-Umsatz bewilligt werden. Wenn Sie jedoch einem privaten Haushalt eine Rechnung stellen, dann ist Skonto auf den Netto-Umsatz nicht erlaubt, da Endverbraucher nicht Vorsteuerabzugsberechtigt sind.
Allerdings ist nicht immer der volle Rechnungsbetrag die Kalkulationsbasis und die Bemessungsgrundlage. Sollten Sie beispielsweise einen Handwerksbetrieb gründen wollen, so kann bei Handwerkerrechnungen das Skonto lediglich auf die reinen Materialkosten realisiert werden. Auch können Sie bereits im Angebot den Preisnachlass für zügige Zahlungen sowie die betreffende Kalkulationsbasis ausweisen. Ein solches Entgegenkommen freut sicherlich Ihre Kunden.

Welcher Unterschied besteht zwischen Skonto und Rabatt?

Beide Preisnachlässe sind freiwillige Vergünstigungen, die Sie Ihren Kunden zuteilwerden lassen. Allerdings besteht zwischen den Begriffen ein kleiner aber bedeutender Unterschied.

So wird ein Rabatt bereits beim Vertragsabschluss zwischen Ihnen und Ihrem Kunden vereinbart und dieser auf der Rechnung angegeben. Er wird vom Nettobetrag, also vom Rechnungsbetrag abgezogen und zwar ohne Umsatzsteuer! Sie können Rabatte auf der Basis von Prozentsätzen oder in absoluten Zahlen wie beispielsweise „- 10,00 Euro“ angeben.

Skonto dagegen wird vom Bruttobetrag, also vom Rechnungsbetrag inklusive der Umsatzsteuer, abgezogen. Hierbei handelt es sich dementsprechend um einen Preisnachlass, den Sie, als Unternehmer, erst nachträglich gewähren.

Welchen Skonto-Satz sollten Sie veranschlagen?

Wie bereits ausgeführt, wird er in Prozent angegeben und liegt in der Regel bei zwei bis drei Prozent. Natürlich können Sie auch einen Staffel-Skonto-Satz gewähren, in Abhängigkeit von der Zeit, in der Ihre Kunden die Rechnung bezahlen.

Warum ist es ratsam, dass Sie sich mit dem Thema „Skonto“ vertraut machen?

Egal, ob Sie im Rahmen Ihrer Unternehmensgründung Produkte oder Dienstleistungen anbieten möchten, die Gewährung von Skonto ist Ihren Kunden meist ein Anreiz zur schnellen Bezahlung der Rechnung und gibt damit wiederum Ihnen die Gewissheit, das Ihnen zustehende Geld zügig zu erhalten.

Geschichtliches zum Skonto in Deutschland

Als in Deutschland noch das sogenannte „Rabattgesetz“ aus dem Jahr 1933 galt, war Skonto der einzig zulässige Nachlass, den die Unternehmer einem privaten Verbraucher gewähren durften. Seine Höhe hatte der damalige Gesetzgeber auf 3 Prozent begrenzt, wobei weitere Rabatt-Gewährungen als wettbewerbswidrig ausgeschlossen waren. Erst im Jahr 2002 wurde dieses Gesetz auf Druck der EU ersatzlos abgeschafft.

Warum ist die Nutzung einer Online-Buchhaltungs-Software wie „lexoffice“ im Zusammenhang mit dem Begriff „Skonto“ sinnvoll?

Mit dieser multifunktionale, kompakten und durchdachten Software können Sie im Handumdrehen nicht nur Rechnungen, sondern Angebote sowie Lieferscheine erstellen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Ihre Rechnungen in Ihrem persönlichen Design zu gestalten und beispielsweise mit Ihrem Firmen-Logo zu versehen.

Auf diese Weise können Sie mithilfe der kompakten und intelligenten Buchhaltungs-Software „lexoffice“ nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen, die Sie gewinnbringend in den Aufbau Ihres Unternehmens investieren können!