Forderung

Eine Forderung ist der Anspruch eines Gläubigers auf die Leistung eines Schuldners. Eine Forderung ist oftmals eine finanzielle Leistung. Sie kann aber auch etwas Immaterielles wie eine Handlung sein, beispielsweise die Berechtigung, die Abgabe einer Willenserklärung zu fordern.

Grundlagen von Forderungen

Eine Forderung ist ein schuldrechtlicher Anspruch. Bei einer Forderung ist ein Gläubiger dazu berechtigt, von einem Schuldner eine Leistung zu verlangen. Das Gegenteil einer Forderung ist eine Verbindlichkeit, bei der man einem anderen eine Leistung schuldet. Forderungen entstehen per Vertrag oder Gesetz. Die meisten Forderungen sind nach Ablauf einer fest definierten Zeitspanne zu entrichten. Sollte ein Gläubiger den zeitlichen Vorgaben nicht nachkommen, muss er Zinsen auf die Forderung entrichten. Dem Gläubiger steht die Möglichkeit zur Verfügung, ein Mahnverfahren einzuleiten.

Forderungen in der Bilanzbuchhaltung

In der Bilanz werden Forderungen unter dem Punkt „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ aufgeführt. Darunter fallen die folgenden Punkte:

  • Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mutter- und Tochtergesellschaft)
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Forderungen gegenüber Unternehmen im Beteiligungsverhältnis (z.B. Komplementär einer GmbH)
  • sonstige Vermögensgegenstände (Finanzamt, Kaution, usw.)

Bewertung im Handelsgesetzbuch (HGB)

Das Handelsgesetzbuch schreibt genau vor, wie Forderungen angesetzt und bewertet werden sollen. Forderungen sollten grundsätzlich einzeln bewertet werden. Jede Forderung muss individuell untersucht und beurteilt werden. Forderungen sind in drei Kategorien zu unterteilen: Einwandfrei, zweifelhaft und uneinbringlich. Sämtliche Forderungen sind vollständig in die Bilanz einzubringen. Forderungen dürfen nicht überhöht sein, sondern müssen mit dem niedrigsten Wert angesetzt werden. Uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen müssen in ihrem Wert berichtigt werden. Wenn ein Schuldner Insolvenz anmeldet und sich eine Forderung deshalb in eine uneinbringliche Forderung umwandelt, muss diese in ihrem Wert korrigiert werden. Forderungen müssen auf ihr Ausfallrisiko hin geprüft werden. Wenn das Ausfallrisiko 70 Prozent beträgt, dürfen nur 30 Prozent der Forderung abgeschrieben werden.

Forderungen mit Lexoffice verwalten

Lexoffice ist eine intelligente Buchhaltungssoftware, die eine einfache Verwaltung von Forderungen ermöglicht. Die intelligente Software ermöglicht eine schnelle Auflistung und Analyse sämtlicher Forderungen unter Berücksichtigung der Vorgaben des HGB.